Kardinal Lehmann weist Opferansprüche als Habgier zurück.

Verantwortung im Spiegelbild der Realitäten.

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Klaus-alt
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Kardinal Lehmann weist Opferansprüche als Habgier zurück.

Beitragvon Klaus-alt » So 12. Dez 2010, 11:35

Geschrieben: 29.04.2010 18:30
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Mainz (ddp). Der Mainzer Kardinal Karl Lehmann hat sich gegen eine generelle finanzielle Entschädigung von Missbrauchsopfern in katholischen Einrichtungen ausgesprochen. Zwar habe die Kirche über Hilfen für Opfer nachgedacht, schreibt Lehmann in der Bistumszeitung «Glaube und Leben», die am 2. Mai erscheint. Dabei gehe es allerdings nicht um die Erfüllung der Forderung nach einer generellen «finanziellen» Entschädigung.
«Es kann keine pauschale Abfindung geben, die die Vergehen wie auf einer Preisliste aufzählt», betont Lehmann in dem Beitrag.
weiter unter:
http://de.news.yahoo.com/17/20100427/tw ... 9d0_1.html

Mit seinen jüngsten Äußerungen entlarvte sich Kardinal Lehmann als lupenreiner Asozialer vom Schlage seines ehrlosen Kollegen Mixa´s.
siehe: http://64031.forum.onetwomax.de/topic=104662804865

Anders sind seine unqualifizierten Äußerungen kaum zu interpretieren, mit denen Lehmann Opfern sexueller Übergriffe an Kindern innerhalb kirchlicher Einrichtungen jeden finanziellen Entschädigungsanspruch unter dem subtilen Hinweis ihrer Habgier abspricht.
Ein Vorgang der an Ehrlosigkeit und christlich/moralischer Instinktlosigkeit kaum mehr zu überbieten ist.

Wie krank ist dieser Mann –und unsere Kirchen eigentlich, um in dieser erschreckenden Einfalt ihre mangelnde Sachkenntnis über die gravierenden Folgeschäden von Gewalt- und Missbrauchsbetroffenen zu demonstrieren?
siehe: http://www.lichtweg.de/folgen.php

Muss hier nicht jeden aufrechten Menschen das blanke Entsetzen packen, wenn sich diese Kuttenträger tatsächlich anmaßten, DIE moralische Institution in unserem Land darzustellen?
Da kann einem doch nur noch speiübel werden.
Und ausgerechnet diese Ignoranten, versuchen sich ihren Opfern mit Hotlinenummern anzubiedern, um innerhalb ihrer Täterkreise Folgenschäden zu überwinden lernen? Soviel kann man dabei doch gar nicht mehr essen, wie hier die Opfer kotzen müssen, oder? Geht’s noch!
siehe: http://www.focus.de/panorama/vermischte ... 94425.html

Spätestens ab diesem Moment sollte jedem Bürger in unserem Land klar sein, welche (habgierigen) Interesse diese Kirchenoberen verfolgen – Nämlich einzig und allein ihre eigenen. Die sich vor Angst, erstmals in unserem Land für ihr zu verantwortendes Unrecht finanziell zur Rechenschaft gezogen zu werden, in ihre ohnehin schon schmutzige Wäsche scheißen.
Nichts weiter.

Was interessieren diese narzisstischen Psychopathen unter dem Deckmantel christlicher Demut schon traumatisierte Opfer, oder deren Folgeschäden?
Siehe: http://www.lichtweg.de/folgen.php

Ist für die doch eh kein Thema. Schließlich zuckte sich weder zu Kreuzzügen, Hexenverbrennungen, oder Holocaustopfer je ein Gewissen.
Wenn nur stets die Kohle stimmte, wie z.B. das Konkordat, mit dem sich die katholische Kirche im dritten Reich auf Kosten Millionen von Menschen ihre Pfründe sicherten.
siehe: http://lexikon.freenet.de/Reichskonkordat

Nun ist es gerade so, als hätten die Kirchen einen „Verkehrsunfall“ mit Totalschaden verursacht. Sich nun aber hinstellen und meinen, aufgrund ihrer unantastbaren Göttlichkeit hätten ihre Opfer bedauerlicherweise keinen Anspruch auf einen Ersatzwagen.
Vielmehr müssten die Opfer den schicksalhaften Unfallschaden selber reparieren. Sie dürften sich indes an die Kirchen wenden, damit ihnen die Geistlichen während der Reparaturbemühungen mit kostengünstigen aber umso warmherzigeren Ermunterungen zur Seite stehen werden.
Hohn sondersgleichen!

Nein, meiner Ansicht nach, hat dieser greise Schwerenöter Lehmann und dessen scheinheiliges Asozialenpack sofern sie ihm nicht widersprechen, pätestens mit dieser Äußerung jeden Anspruch als Ansprechpartner verloren.
Genauso, wie diese Art von Kirche jede Daseinsberechtigung verloren hat.
Eben nichts weiter als eine Hure, wie sie schon in der Offenbahrung als solche identifiziert wurde.
http://www.etg-berglen.de/predigt-archi ... abylon.htm

Unter dieser Prämisse muss man allen Kirchenopfern nur noch dringlicher ans Herz legen ohne falsche Bescheidenheit und aller Unnachgiebigkeit ihr nur zu berechtigten Forderungen von dieser Täterinstitution einzufordern.

Klaus-alt
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Re: Kardinal Lehmann weist Opferansprüche als Habgier zurück

Beitragvon Klaus-alt » So 12. Dez 2010, 11:36

Geschrieben: 25.09.2010 18:51
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Nachdem der gütige Kardinal Lehmann materielle Entschädigungsansprüche als Zeichen von Habgier zurückgewiesen hat, muss ich schon sagen, dass schon einiger Mut dazu gehört, sich mit seinen warmherzigen Mitbrüder in die Öffentlichkeit zu stellen.
Wie schnell könnte seine Auffassung von ehemaligen Heimkindern missverstanden werden, um ihm und seinesgleichen für ihre dreisten Lügen, Vertuschungen und Verleugnungen gemäß altbewährter Praxis in aller Öffentlichkeit ein paar ordentliche Watschen zu verpassen.
Schließlich müssen sich durchlauchte Hohheiten hüten, mit Blick auf ihre eigenen Auffassung von Habgier, Ansprüche auf Entschädigungen anzumelden.
Außerdem werden Sie heute ein paar harmlose Watschen doch nicht gar als Menschenrechtswidrig von sich weisen wollen, die sie schutzbedürftigen Kindern einst noch mit voller christlicher Inbrunst verabreichten?
Tja, wenn ich so meine Gedanken weiter schweifen lasse, dann fallen mir da noch ganz andere Dinge ein, aber will ich mich auf die gleiche Stufe stellen wie diese Herrschaften?

Richten wir unseren Blick doch lieber mal auf ein Schlachtfeld, auf dem gleich neben den ehemaligen Heimkindern um Anerkennung von Unrecht, Rehabilitation und Entschädigungen gerungen wird.
Hier geht es um die Opfer aus besseren Kreisen, die in gutbetuchten Internaten unter kirchlichen Leitungen von frömmelnden Geistlichen an Leib und Seele beschädigt wurden.
Tja, wer gedacht hätte, dass der Klerus diesem Opferkreis bereitwilliger sein prall gefülltes Kirchensäckel öffnen würde, siehst sich einmal schwer getäuscht.
So einfach sind unsere Kirchen halt doch nicht bereit, einmal eingesackte Vermögenswerte für zwangsverführte Lustknaben ihrer Angestellten locker zu machen, deren Beuteopfer nicht bereit sind die übergriffigen Schandtaten als lässige Sündenfälle abzuhacken, sondern mit dem Nachdruck ihres Premium-Opfer-Status den Kirchenoberen wohl noch schwerer mit der Forderung nach Entschädigungen auf der Tasche liegen.

Doch wer so beharrlich an Tore klopft, dem wird nach biblischen Verständnis am Ende doch mal aufgetan.
So haben sich nun tatsächlich die Jesuiten ein Herz gefasst, um im passenden Büßergewand ein sattes Angebot von 5000 Euro zu unterbreiten.
Gemessen an den aufheulenden Kirchenfürsten die offensichtlich befürchten bald an Bettelstäben, statt mit güldenen Bischofsstäben ihre leeren Kirchenschiffe zu steuern, wurde damit bereits eine Schmerzgrenze erreicht, die den gleichfalls wartenden Heimkindern signalisieren sollte, was sie als Opfer zweiter Klasse zu erwarten haben.
5000 symbolische Euro für ein verpfuschtes Leben?
Wissen unsere Kirchenfürsten nicht, dass auch die Bibel den göttlichen Rat enthält geschädigten Personen gemäß dem Schweregrad ihrer Schädigung materiellen Ersatz zu leisten?
Tja ist nich ziehen unsere Kirchenführer ihren Opfern eine lange Nase: „Pech gehabt, wir leben schließlich in einem Rechtsstaat. Wo einmal die Verjährung gegriffen hat, gibt es leider Gottes auch keine Rechtsgrundlage mehr um Opfern gegenüber Entschädigungen leisten zu müssen.
So aber, wo die Opfer quasi wie vogelfrei im rechtsleeren Raum stehen, haben sich die Jesuiten schon richtig schwer getan, um ein Zeichen der Verantwortung und Nächstenliebe zu setzen.
Dabei tät mich jetzt wirklich mal interessieren, nach welchen Grundlagen den Kirchenführungen untersagt ist, gemäß ihrem christlichen sozialen Gewissen zu handeln. Oder ob dieses ausbleibende Zeichen ein Indiz dafür darstellt, über gar kein christliches oder soziales Gewissen zu verfügen?

Ich werde den Fortgang weiter im Auge behalten und möchte Euch diesen passenden FAZ-Artikel zu diesem erbärmlichen Vorgang nicht vorenthalten.


Meldung vom 19. 9. 2010
Jesuiten, Missbrauch, Papst in England: Dona nobis pacem


von Heiko Werning
Für die Print-taz vom heutigen Tage habe ich einen kleinen Kommentar geschrieben, die Langfassung folgt hier. Wer sich über die unterschiedlichen Zahlen wundert: Die Kosten für den Papstbesuch in Großbritannien werden hälftig von der Kirche und vom Staat England getragen, aber das war zu komplex für 1900 Zeichen, und beide Versionen stimmen ja auch für sich:
Dona nobis pacem
„Aber gib nicht alles auf einmal aus!“ Man sieht es fast vor sich, wie ein gönnerhaft lächelnder Jesuitenpater seinem ehemaligen Lustknaben einen Scheck über 5000 Euro in die Hand drückt und ihm dabei aufmunternd die Schulter klopft. Etwa diese Summe also wollen die Jesuiten einmalig und abschließend an ihre Opfer als Entschädigung für akute Misshandlung und lebenslange Traumatisierung auszahlen. Rein ökonomisch betrachtet ein guter Deal für die Geistlichen. Hätten sie sich für jede Missbrauchshandlung Strichjungen auf dem freien Markt organisieren müssen, wäre das erheblich teurer gekommen. Beziehungsweise wären sie erheblich teurer gekommen. Aber rein materiell kann man das sowieso nicht sehen, wie Provinzial Stefan Kiechle betont: „Ich finde es auch richtig, dass wir einen eher symbolischen Betrag zahlen. Wir dürfen nicht den Eindruck erwecken, Geld könnte ungeschehen machen, was den Opfern der sexuellen Gewalt widerfahren ist.“ Puh, das war knapp, aber man kann wohl beruhigt festhalten: Dieser Eindruck ist gerade noch mal vermieden worden. „Die Geste“, so Kiechle, „bleibt klein und bruchstückhaft, ist ein Zeichen unserer Ohnmacht angesichts des Leids.“ Wären da aber 500 oder 50 Euro nicht ein noch viel eindrucksvolleres Zeichen der Ohnmacht gewesen?
Immerhin aber haben die Jesuiten nicht nur als Erste die Mauer des Schweigens durchbrochen, sondern sich nun auch überhaupt zu einer materiellen Entschädigung durchgerungen. Was dem Rest der deutschen katholischen Geistlichkeit bislang noch nicht gelungen ist. Vermutlich war man zu sehr damit beschäftigt, die Reise des Papstes ins heidnische Großbritannien vorzubereiten, dass es zu missionieren gilt wie einstmals Insel-Eingeborene in der Südsee, denn: „Wenn Sie am Flughafen Heathrow landen, denken Sie manchmal, Sie wären in einem Land der Dritten Welt gelandet“, so der deutsche Kardinal Kasper vor der Reise. Und man kennt das ja, diese Primitiven huldigen halt irgendwelchen Naturgöttern oder schlimmer noch: „In England ist ein aggressiver Neu-Atheismus verbreitet.“ Aber auch bei den Bemühungen um eine „Re-Christianisierung“ („Die Welt“) der Briten ist der Vatikan ökonomisch klüger geworden: Fielen die früheren Missionare der Kirche finanziell noch ordentlich zur Last, lässt man heute die Briten lieber selbst für ihre potenzielle Bekehrung zahlen: 12 Millionen Euro kostet den britischen Steuerzahler der Besuch des Papstes. Das allerdings ist nur die Hälfte. Weitere 12 Millionen muss die Kirche selbst aufbringen. Sie verlangt daher Eintrittspreise von um die 30 Euro für eine Papstmesse. Das ist so etwa die Preisklasse von Mario Barth, womit der Vatikan seinen Top-Comedian zumindest passend eingeordnet hat. Im Preis inbegriffen: der „Pilgersack“. Nein, hier ist nicht der Ratzepapst selbst gemeint, sondern ein Beutel mit Souvenir-CD und Postkarte. Hoffentlich nicht mit Fotos von kleinen Jungs drauf.
24 Millionen kostet die Visite des Papstes in England also. Eine Summe, mit der man in Deutschland den 200 Missbrauchsopfern der Jesuiten statt 5000 immerhin 120.000 Euro hätte auszahlen können. Das hätte aber womöglich einen ganz falschen Eindruck erweckt.
Quelle:
http://blogs.taz.de/reptilienfonds/2010 ... mment-9558
Interessant auch die dazu erfolgten Kommentare


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