Ein Nachwort zu Bischof Mixa´s Rücktrittgesuch

Verantwortung im Spiegelbild der Realitäten.

Moderator: Klaus

Klaus-alt
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Ein Nachwort zu Bischof Mixa´s Rücktrittgesuch

Beitragvon Klaus-alt » So 12. Dez 2010, 11:25

Geschrieben: 22.04.2010 17:49
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Mixa spiegelt wie kaum ein anderer den modrigen „Zeitgeist“ der katholischen Kirche wieder, der kaum eine Peinlichkeit oder Niedertracht zuviel ist, um ihren Machtstatus innerhalb ihrer Parallelgesellschaft mit allen Mitteln zu verteidigen.
Von daher gehört (nicht nur in diesen Kreisen) Schweigen und Leugnen zu einem strategischen Machtfaktor, der seit Jahrhunderten äußerst wirkungsvoll Einfluss und Macht sicherstellte.
Aus dieser Tradition heraus lassen sich wunderbar die stets gleichenden Rituale ablesen. Nämlich nur widerwilligst Fehlverhalten zugeben zu müssen, wenn sich diese nicht mehr vertuschen lassen.
Oder hat diese Kirche jemals aus sich selbst heraus die Kraft aufgebracht Fehlentwicklungen zu Thematisieren und nach gesellschaftsdienlichen Auswegen zu suchen? Nein - dazu ist sie viel zu sehr in ihrer vergreisten Hierarchie erstarrt!
So halte ich das Rücktrittsgesuch Mixas für genauso erbärmlich und verlogen, weil es weniger vor dem Hintergrund bußbereiter Reue gegenüber Heimkinder steht, dessen unchristliche Prügel sich trotz eidesstattlicher Versicherungen kaum mehr nachweisen lassen, sondern erkennbar den unumstößlichen Fakten geschuldet ist, die ihm einen gewissenlosen Umgang mit Stiftungsgeldern nachweisen.

Pikanterweise waren diese Gelder bedürftigen Heimkindern zugedacht!
Doch wie inzwischen bekannt wurde,
http://www.n-tv.de/politik/dossier/Viel ... 36352.html

erlag Mixa ungehemmt dem Rausch der Macht, um mit seinen geistigen Mitbrüdern höchst fragwürdige Geschäfte abzuschließen.
Kunst und Krempel zu Preisen, die das Geld nie Wert waren, wie z.B. ein Kupferstich für den er aus Stiftungsgeldern 43000 DM hinblätterte, obwohl der Realwert von Experten gerade mal auf 5000 DM taxiert wurde.
Erlesene Weine für über 5000 DM!
Allein DIESEN Fakten, dass man ihm die kriminell anmutende Zweckentfremdung von Stiftungsgeldern schwarz auf weiß nachweisen kann, ist heute sein heuchlerisches Rücktrittsgesuch zu verdanken.
Nicht mehr und nicht weniger.
Für einen hochdotierten Moralapostel geht’s kaum noch schamloser.
Und wenn ich dann lese muss, dass ihm Zöllitsch auch noch öffentlich Respekt für diesen Schritt zollt, dann sollte eigentlich jedem klar sein, dass diese Kirche nichts gelernt hat, nichts lernen will und noch weniger von christlichen Tugenden getragen wird.

www.stern.de/politik/deutschland/zollit ... 60690.html

Mich graust es vor dieser heuchlerischen Doppelmoral, die nach außen Demut und Wasser predigen, aber innen in niederträchtiger Eintracht den Hals nicht voll kriegen.

Wenn den "Würdenträgern" wirklich etwas an ihrem Glauben und unserer Gesellschaft liegen würde, dann hätten sie sich selbst schon mit all ihrem Machteinfluss längst für einen nachhaltigen Kinderschutz eingesetzt, wie ich ihn schon seit geraumer Zeit ungehört einfordere.
Doch auch aus dieser Richtung bleibt es geradezu konspirativ still. Warum?
Weil sich die Kirchen eine Monopolstellung aufgebaut haben, mit der sie sich selbst noch mit der Leidensverwaltung vernachlässigter, misshandelter und missbrauchter Kinder eine goldene Nase verdienen.

Ja, in die Kassen unsers Staates greifen und die Arbeit miesbezahlten und entrechteten Lohnsklaven/innen überlassen.

Mamma-Mia-alt
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Re: Ein Nachwort zu Bischof Mixa´s Rücktrittgesuch

Beitragvon Mamma-Mia-alt » So 12. Dez 2010, 11:26

Geschrieben: 24.04.2010 01:59
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Klaus,
dein Thread steht seit 2 Tagen, niemand hat was dazu geschrieben.
Eigentlich wirklich traurig, glaube ich manchmal, dass zu solchen Themen kaum jemand was schreiben mag...

Andererseits glaube ich fast, dass deine Worte soviel "Gewalt" haben, dass kaum jemand noch etwas dazu sagen KANN.

Ich möchte an dieser Stelle gezielt überlesen, was du bereits geschrieben hast, es ist für normale, flüchtige Gedanken die in mir hochsteigen, während ich die Nachrichten höre und meinen Haushalt und die Kinder pflege einfach zu viel, zu gewaltig und läßt mir keinen Spielraum, eigene Gedanken aufsteigen zu lassen.
Das heißt mit meinen Worten, ich bin mit etwas nicht einverstanden, aber noch ehe ich es in Worte - meine eigenen Worte - fassen kann, steht es bereits hier, hieb- und stichfest ummauert, kein Spielraum für eigene Gedankengänge, die manchmal auch nur achso schlicht, und dennoch so echt und prägnant sein können....es in dem Moment auch sind...bis ich hier her komme und dich lese.

Für mich reicht ein schlichtes:
Super, da kündigt der Mixa sein Rücktrittsgesuch an....bei all dem Scheiß, den er gebaut hat, etwas wurde öffentlich, dessen Wahrheitsgehalt er nun nicht mehr umgehen kann.
Hätte die Kirche tatsächlich noch so viel Ehre, wäre dieser Kerl sofort rausgeschmissen worden. Stattdessen wird sich der Papst doch irgendwann in den nächsten Tagen seinem Rücktrittsgesuch, das längst mehr als überfällig war zuwenden und dann im Glücksfall Stellung dazu nehmen.
In jedem Betrieb wäre Mixa fristlos geflogen, ohne Widerrede. Aber ja, die Kirche kann es sich erlauben, Dinge zu vertuschen und unter einem Deckmantel zu handeln, solange das Handeln diverser Kirchenbeauftragter nicht über die Stränge schlägt, vielmehr, solang keiner den Mut hat, namentlich gegen die Beauftragten der Kirche namentlich und entschlossen vorzugehen.
Eine Schande, dass Mixar überhaupt die Möglichkeit bekommt, von sich aus zurück zu treten, das sieht am Ende noch aus wie eine noble Geste.
Ist es aber nicht. Es ist der Versuch, den eigenen Verbrechen an Kindern auszuweichen, nicht mehr und nicht weniger.

Ich verstehe aus meiner Postition heraus nicht, wie die Kirche - vermeintlich im Namen Gottes und der Bibel - überhaupt auch nur den Ansatz einer Bereitschaft zeigt, mit diesen Verbrechern zusammen zu arbeiten, ihnen die Fürsorgepflicht für all die "Schäfchen" zu überlassen und abzuwarten... bzw. im Falle dieser schwerwiegenden Vorwürfe ihnen den Weg zum Rücktritt offen zu lassen, dies zu prüfen, anstatt sie direkt raus zu schmeissen.
Dies ist doch nur ein weiters Willkommenszeichen für andere Pädophile, oder irre ich da????

Entschuldige diesen Erguss, Klaus.
Aber das ist es, was mir seit gestern im Kopf rum spukt, ohne jede Rücksicht auf deine Worte im Eingangsthread.

LG
Mamma-Mia

Klaus-alt
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Re: Ein Nachwort zu Bischof Mixa´s Rücktrittgesuch

Beitragvon Klaus-alt » So 12. Dez 2010, 11:27

Geschrieben: 24.04.2010 20:30
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Mamma-Mia…., was für ein Statement.! :icon_schock

Hey, dass hätte und habe ich Gottlob nicht besser schreiben können, weil, wie Dir jetzt gerade selbst aufgehen müsste, stets noch viiiiel Platz für individuelle Gedanken und Ergänzungen bleibt, die niemand vollständig auszufüllen vermag.

Einfach weil es selbst für gewiefte Rhetoriker unmöglich wäre, jeden Gedankenwinkel zu erfassen, ohne ermüdende Roman vortragen zu müssen.

Von daher, nehme ich Deinen kleinen Einwand gern als Anerkennung an und kann hier nur an jede/n appellieren, sich selbst ein wenig zu versuchen.
Denn ja, was hätte ich hier schon alles an Themen anschneiden können. Aber nein, dass mache ich ganz bewusst nicht. :icon_toll
Einmal weil ich von der Zeit her gar nicht alle Themen abdecken kann und ehrlich gesagt, lieber über Themen schreibe möchte, die mich wirklich interessieren und von denen ich meine, mich äußern zu dürfen.

Es gibt hier also genug Platz für jeden, sich in irgendeiner Weise einzubringen. :icon_gruss
Doch hoffe ich, dass es mir niemand persönlich ankreidet, wenn ich meine ursprüngliche Absicht mich ein wenig zugunsten der Nutzer hier im Hintergrund halten möchte.

Ich will nicht Kindermädchen, noch heiliger Florian sein, sondern lediglich anderen gewaltbetroffenen Menschen mit diesem Forum die Möglichkeit bieten, miteinander ins Gespräch zu kommen. Und werde mir verständlicherweise hier und da die Freiheit nehmen mir wichtige Anliegen zu thematisieren.
In diesem Sinne dürfte hier sinnvollerweise für jeden genug Platz sein, um sich nach Lust und Laune auszutoben.
Jeder kann jederzeit neue Themen einstellen.

In diesem Sinne wünsche ich allen aktiven und passiven Teilnehmern/innen stets einen angenehmen Aufenthalt.
Klingt vielleicht ein wenig steif, aber irgendwo haben wir ja alle so unsere Macken und Vorlieben. :icon_gruss
In diesem Sinne viele Grüße
Klaus

monimaus-alt
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Re: Ein Nachwort zu Bischof Mixa´s Rücktrittgesuch

Beitragvon monimaus-alt » So 12. Dez 2010, 11:28

Geschrieben: 28.04.2010 10:46
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es ist immer leicht,das geld anderer leute auszugeben!

Mrs.BeTh-alt
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Re: Ein Nachwort zu Bischof Mixa´s Rücktrittgesuch

Beitragvon Mrs.BeTh-alt » So 12. Dez 2010, 11:29

Geschrieben: 07.05.2010 15:03
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http://magazine.web.de/de/themen/nachri ... CG5eB.html

neueste informationen über mixa

Klaus-alt
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Re: Ein Nachwort zu Bischof Mixa´s Rücktrittgesuch

Beitragvon Klaus-alt » So 12. Dez 2010, 11:29

Geschrieben: 07.05.2010 19:51
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Hi phoebe

Mich würde es inzwischen nicht mal mehr erstaunen, wenn gegen den Papst Missbrauchsvorwürfe erhoben würden.
Kirchen? Für mich reine Täterorganisationen, die unter dem christlichen Deckmantel mafiöse Umtriebe aufgebaut haben, vor denen es einem nur grauen kann.
Daher meine Losung: Entziehung aller öffentlichen Ehrentitel und vor allem gesetzliches Verbot von Säuglingstaufen.
Danach Entzug aller finanziellen Zuwendungen aus Steuermitteln.
Sollen sie sich doch selber ihre dummen Schäfchen zusammensuchen, statt in Schulen ihr Unwesen treiben zu dürfen.

Ich warte auf die nächste Kristallnacht, denen nicht Synagogen, sondern die Tempel der Hure Babylons dem Erdboden gleich gemacht werden.

Mrs.BeTh-alt
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Re: Ein Nachwort zu Bischof Mixa´s Rücktrittgesuch

Beitragvon Mrs.BeTh-alt » So 12. Dez 2010, 11:30

Geschrieben: 08.05.2010 11:47
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Der Augsburger Bischof Walter Mixa soll nach einem Zeitungsbericht am Samstag von seinem Amt entbunden werden. Wie die Tageszeitung "Die Welt" aus römischen Kirchenkreisen erfuhr, soll die Annahme von Mixas Rücktrittsangebot am Mittag durch den Papst in Rom und Augsburg bekannt gegeben werden.
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angeblich hat dies nichts mit den missbrauchsvorwürfen zu tun..ich wette nicht!! :icon_schock -angeblich hat er ja auch nie geschlagen..-aber das werden die schon noch rauskriegen.

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klaus -ich frage mich lange schon -wieso die steuerliche vorteile haben -die sind doch sonst nicht dem staate zuträglich -von wegen..wir regeln diese verbrechen innerhalb der kirche??? hammer echt. dieses rattenpack.

Klaus-alt
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Re: Ein Nachwort zu Bischof Mixa´s Rücktrittgesuch

Beitragvon Klaus-alt » So 12. Dez 2010, 11:32

Geschrieben: 15.05.2010 17:12
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Tja, angeblich sollen sich die Missbrauchsvorwürfe gegen Mixa nicht bestätigt haben, aber dafür sprechen die weiteren Ermittlungsergebnisse ihre eigenen Bände über einen von reinen Herzens sadistischen Bischof Mixa, die ein bezeichnendes Licht auf seine vorgeblich christlich orientierte Glaubensinstitution wirft.

Unter dem alttestamentarischen Brauch: Auge um Auge, Zahn um Zahn, wäre es da nicht mal angebracht, diesem hochdotierten Moralapostel für seine dreisten Lügen in aller Öffentlichkeit ein paar ordentliche Watschen zu verpassen.
Denn die gleiche Unbarmherzigkeit die er hilfsbedürftigen Heimkindern angedeihen ließ, wird er, da er jetzt der Lügen überführt ist, doch nun hoffentlich nicht von sich weisen?
Oder sind ein paar harmlose Watschen per se nur Kindern vorbehalten?

Und wenn wir schon mal dabei sind, dann könnte er auch gleich mal sein von Steuergeldern aufgeblähtes Gesäß blank ziehen, um diesen die Rute göttlicher Zucht spüren zu lassen.

Tja, ich denke ein probates Mittel, um abgehobene Erzklerikale wieder auf den Boden irdischer Realitäten zurückzuführen und darüber nachzudenken, ob Jesus in fürstlichen Bischofssitzen oder gar im Vatikan residieren und seinen Gläubigen gegen entsprechende Zahlungen Privataudienzen gewähren würde?

Mixa und Seinesgleichen, einfach nur erbärmlich.

Bevor mir von dieser Heuchelei noch weiter schlecht wird, hier der Artikel, der Mixa keine Chance mehr für weitere Lügen läßst.


Hosengürtel, Faust und Bambusstock
Fall Mixa: Bericht enthüllt grausame Misshandlungen


Schrobenhausen Wenn Augsburgs Ex-Bischof Walter Mixa nicht schon zurückgetreten wäre, dann wäre dies nach dem »vorläufigen Abschlussbericht« des Ingolstädter Rechtsanwalts Sebastian Knott, den der Ermittler am Freitag in Schrobenhausen den Medien präsentierte, unausweichlich gewesen.

Über 100 Minuten brauchte Knott, um seine Erkenntnisse über Mixas Zeit als Schrobenausener Stadtpfarrer und Vorsitzender des örtlichen Waisenhaus-Kuratoriums aufzulisten. Und was da herauskam, ist alles andere als ein Ruhmesblatt für den 69-jährigen Oberhirten. Etliche ehemalige Insassen des Schrobenhausener Kinder und Jugendhilfezentrums St. Josef haben Mixa eher als sadistischen Abgesandten der Hölle denn als der Nächstenliebe verpflichteten Gottesmann in Erinnerung.
Rechtsanwalt Knott hat keinen Zweifel daran, dass die Schilderungen der ehemaligen Heiminsassen im Wesentlichen zutreffen. »Glaubhaft« nennt er die Angaben und nur in wenigen Fällen hat er einen gelegentlichen »Belastungseifer« wahrgenommen. Demnach verbreiteten Mixa und die Schwestern I. und N. unter den Heimkindern jahrzehntelang Angst und Schrecken. I. und N. schikanierten und schlugen unbotmäßige Zöglinge bedenkenlos. In schweren Fällen aber wartete eine besondere Strafe auf den Übeltäter. »Warte nur, bis der Stadtpfarrer Mixa kommt«, hieß es dann.
Und der kam oft und seine Erziehungsmethoden waren schlagkräftig. Seine Züchtigungsmittel: Die flache Hand, die Faust (mit einem nach Zeugenaussage »leicht nach vorne versetzten Mittelfinger«), ein Bambusstecken, ein sonstiger Stock und zumindest in einem Fall auch sein Hosengürtel. Ebenso schlimm wie die brutalen Schläge waren die Sprüche, die Mixa dabei abließ und die eine Mischung zwischen alttestamentarischer Rache und purem Sadismus gewesen sein sollen. »In dir ist der Satan, den werde ich dir schon austreiben«, soll der spätere Oberhirte zwischen den Schlägen gedroht haben und: »Ich werde Dir schon die schmutzigen Gedanken austreiben«. Noch heute geht einer Frau der Fluch nach, den ihr Mixa mit einem Schlag ins Gesicht verpasste: »Ich möchte, dass du mich niemals vergisst. Dazu werde ich deine Zukunft ruinieren«.
»Lügen auf Teufel komm' raus«
Jetzt nach Jahrzehnten hat sich der Schläger selbst seine Zukunft ruiniert. Vor drei Wochen, zum »Zwischenbericht« von Ermittler Knott, hatte der damals noch amtierende Bischof eingeräumt, es könne schon »die eigene oder andere Watschen« gegeben haben. Kurz vorher noch hatte er jede Tätlichkeit gegenüber den Schrobenhausenern Kindern strikt abgestritten.
Wenn er in den Verdacht der Kindesmisshandlung kommen würde, soll Mixa einem Priester anvertraut haben, »ich würde lügen auf Teufel komm' 'raus«. Und das tat er dann wohl auch. Zumindest ist das die Konsequenz aus Knotts Fleißarbeit.
»Pfarrer Mixa war nicht kinderlieb«, fasste der Ermittler seine Erkenntnisse über den Ex-Bischof als Erzieher kühl zusammen. Und in wirtschaftlichen Angelegenheiten war Mixa zumindest unbedarft. Das legen die Ermittlungen zu den finanziellen Unregelmäßigkeiten der Waisenhaus-Stiftung zu Mixa-Zeiten nahe.
In der Zeit, als der spätere Oberhirte Stadtpfarrer von Schrobenhausen und damit Vorsitzender des Waisenhaus-Kuratoriums war, wurde das Geld mit vollen Händen aus dem Fenster geworfen, zum Teil auch von dem inzwischen verstorbenen Heimleiter unterschlagen.
Eine Ehrenerklärung zu Gunsten Mixas hielt Knott auch parat: Keines der Opfer habe einen sexuellen Hintergrund für Mixas Taten behauptet.

Ralf Müller
Quelle:
http://www.main-netz.de/nachrichten/pol ... 92,1204734


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