Bischof M: Geistliche dürfen sich nicht einschüchtern lassen

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Klaus-alt
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Bischof M: Geistliche dürfen sich nicht einschüchtern lassen

Beitragvon Klaus-alt » So 12. Dez 2010, 11:23

Geschrieben: 06.05.2010 12:08
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Der Regensburger Bischof Gerhard Ludwig Müller hat die katholischen Geistlichen aufgefordert, sich nicht durch die zahlreichen Berichte über Missbrauchsfälle «einschüchtern» zu lassen. Müller kritisierte am Mittwoch anlässlich eines Treffens mit rund 40 Kaplänen in Regenstauf, vier Monate lang sei es den Medien gelungen, das Thema Missbrauch mit der Kirche zu verbinden. Dabei falle der bewiesene statistische Anteil von Übergriffen im kirchlichen Bereich unter 0,1 Prozent. Mehr unter:
http://de.news.yahoo.com/17/20100505/tw ... a69d0.html



Gibt es nicht eine umgangssprachliche Redensart die da lautet: „Nur getroffene Hunde jaulen?“

In diese Kategorien würde ich jedenfalls, die jüngsten Äußerungen des Regensburger Bischof Müller einstufen, dessen hohe Bruderschar immer häufiger in geradezu masochistischer Manier Gelegenheiten suchen, um diesem Land ihre „wahre Gesinnung“ und geistige Armut kundzutun.

So so, Geistliche sollten sich also nicht von der Medienhetze einschüchtern lassen, meint hier unsere durchlauchte (oder durchtriebene?) Exzellenz, - weil:
1. Kindesmissbrauch nur zu einem geringen Teil von Priestern verübt werden.

Da hat er der „gute“ Mann zwar völlig Recht, versäumt indes geflissentlich zu erwähnen, dass an seine Kirche, die sich gemäß ihres eigenen Rollenverständnisses als DIE moralische Institution im Lande verkauft, zwangsläufig höhere Maßstäbe angelegt werden, wenn sich in ihren Reihen

a) Homosexuelle und Kinderficker verlustieren, die
b) nachweislich in ihren warmen Reihen geschützt wurden und sich
c) heute ihren einstigen Opfern höhnisch ins Gesicht lächeln, aufgrund fehlender Rechtsgrundlagen keine Verantwortung mehr tragen zu müssen.

Weiter führt er zum Thema, sich nicht einschüchtern zu lassen aus:
2. Missbrauch von Kindern und Jugendlichen sei mit dem priesterlichen Dienst unvereinbar und man solle sich doch bitte gegen kollektiver Verurteilung verwahren.

Wieder hat der gute Mann Recht. Wo kämen wir auch hin, wenn Kindesmissbrauch durch Priester in Zukunft als Gottgegeben toleriert werden müsste.
Statt
a) von kollektiver Verurteilung zu schwadronieren, hätte er mal besser als ein Zeichen von Reue das Versäumnis seiner Kirche eingeräumt, sich aktiv für einen nachhaltigen Kinderschutz einzusetzen, statt Pillen und Kondome zu verbieten, mit denen Primär der Nachschub an beitragspflichtigen Gläubigen und somit ihr fürstlicher Lebenswandel sichergestellt wird.

b) Vermisse ich in seinem vollkommen ichbezogenen Statement, jeden Ansatz um die Sorge jener Kinder, die außerhalb des kirchlichen Verantwortungsbereich von Gewalt, Missbrauch und Vernachlässigung betroffene sind.

Damit erweisen sich derartige Aussagen immer wieder als sichere Indikatoren, welch wahrer Geist diese Herrschaften umtreibt.

Alles, nur eben keine christlich orientierte Glaubwürdigkeit.
Aber da gibt’s ja inzwischen eine nette Initiative, die den Kirchen per Gesetzt verbieten will, den Zusatz christlich in ihrem Namen zu führen.
siehe: www.theologe.de/katholische-kirche_ist_ ... stlich.htm
www.freie-christen.com/reichtum_der_kir ... html#Segen
Habe ich zwar nichts mit zu tun, aber dennoch: Wie Recht sie doch damit haben!

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