Sozialschmarotzer, oder wann beginnt der Aufstand?

Verantwortung im Spiegelbild der Realitäten.

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Klaus-alt
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Sozialschmarotzer, oder wann beginnt der Aufstand?

Beitragvon Klaus-alt » So 12. Dez 2010, 10:50

Geschrieben: 13.12.2007 20:36
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An folgender Meldung sieht man mal wieder deutlich, die abgehobene Arroganz von Wirtschaftslobbyisten, denen sozialer Frieden und gesellschaftlicher Gemeinsinn, zu Gunsten ihrer millionenschweren Privatkonten völlig am Arsch vorbei geht.

Wesentlich sinnvoller halte ich, mal Berechnungen darüber anzustellen, wie viele Arbeitsplätze von der finanziellen Kappung exorbitanter Aktiengesellschaftsgehälter und Bezügen derer Aufsichtsräte, zurück auf ein realistisches Maß geschaffen werden könnten.

Derartige Auswüchse stellen eine Verhöhnung und bodenlose Unverschämtheit dar, wenn jene Kreise, wie z.B. Porsche, die ihre Bezüge gerade erst verdoppelten, Metro 2006 „nur 60%“, immer weiter ins Horn blasen, um Arbeitslose und Hartz IV-Empfängern weiter als Sozialschmarotzer zu diskreditieren, denen es angeblich noch viel zu gut geht, während sie wie Porsche-Chef Widdekind umgerechnet mehr als 15.000 Euro pro Stunde verdienen.
Wer erwirtschaftet diesen Herrschaften denn ihre schwindelerregenden Bezüge?
Wenn das so weitergeht, dann wird es nur noch eine kurze Frage der Zeit sein, bis wieder von gewalttätigen Terrorwellen berichtet werden wird.
Nein nicht von islamischen Extremisten, sondern von verzweifelten und wutschnaubenden Bürgern initiiert, die nur noch mit dem Mittel der Gewalt die Chance sehen, wieder so etwas wie Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit für alle Bürger dieses Land herzustellen.



Meldung vom 13.12.2007
Ifo: mindestlöhne kosten 1,9 millionen jobs


Berlin (dpa) - Die Einführung bundesweiter Mindestlöhne würde nach Berechnungen des Münchner ifo Instituts für Wirtschaftsforschung rund 1,9 Millionen Arbeitsplätze kosten. Ifo-Chef Hans-Werner Sinn sagte der «Bild»-Zeitung: «Mindestlöhne sind ein wirtschaftspolitisches Spiel mit dem Feuer.»
Nach Angaben des Instituts hätte eine Übertragung des Mindestlohnes auf alle Branchen zur Folge, dass in Ostdeutschland voraussichtlich 23,3 Prozent und im Westen 25,1 Prozent aller Beschäftigten in Niedriglohngruppen ihren Job verlieren.
Der Bundestag will an diesem Freitag über die Einführung eines Mindestlohnes in der Postbranche entscheiden.



Und hier das statistische Pamphlet, mit dem Bürgern suggeriert werden soll, als ginge es den Armen in unserem Lande noch viel zu gut.

Meldung vom 13.12.2007
hartz-iv-leistungen im internationalen vergleich gut


Berlin (dpa) - Die Leistungen für Langzeitarbeitslose liegen in Deutschland trotz der Hartz-Reformen weiter über dem Durchschnitt großer Industrieländer. Vor allem Langzeitarbeitslose mit Kindern seien deutlich bessergestellt als in den meisten anderen OECD-Ländern.
Das teilte die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) am Donnerstag in Berlin mit. Zur OECD gehören insgesamt 30 große Wirtschaftsnationen.
Der Studie zufolge haben die Hartz-Reformen die finanziellen Anreize zur Arbeitsaufnahme für kurzzeitig Arbeitslose kaum verändert: Nach wie vor lohne es sich für sie im Vergleich zu anderen OECD-Ländern kaum, eine etwas geringer bezahlte Arbeit anzunehmen. Je nach Haushaltstyp hätten in Deutschland Arbeitslose und deren Familien sogar weniger Geld in der Tasche, wenn sie schnell einen geringer bezahlten Job annehmen, statt weiter von staatlichen Transfers zu leben.
So erhält den Angaben zufolge ein Alleinstehender in Deutschland, der zuletzt durchschnittlich verdiente, nach fünf Jahren ohne Job noch 36 Prozent seines letzten Nettoverdienstes als Transferzahlung. 2001 wurden einem Single-Langzeitarbeitslosen mit vorherigem Durchschnittseinkommen 54 Prozent des letzten Nettos ersetzt. Den Durchschnitt für diese Personengruppe gibt die OECD aktuell mit 32 Prozent an. Die höchste Leistung erhält - mit 59 Prozent des letzten Nettoeinkommens - ein Langzeitarbeitsloser in Dänemark.
Die Familie eines verheirateten Durchschnittsverdieners mit zwei Kindern erhält laut OECD aktuell nach fünf Jahren Arbeitslosigkeit «noch 62 Prozent des letzten Nettos und damit unerheblich weniger als 2001 (63 Prozent)». Der Durchschnitt liege bei 53 Prozent. Auch hier fallen die Transfers mit 77 Prozent des letzen Nettos in Dänemark (und Finnland) am höchsten aus. Größere reformbedingte Einbußen mussten jedoch Langzeitarbeitslose hinnehmen, die vor dem Verlust ihres Jobs ein überdurchschnittliches Einkommen erzielten, oder bei denen das Partnereinkommen auf die staatliche Unterstützung angerechnet wird.
Wer seinen Arbeitsplatz verliere, für den ist es trotz Hartz-Reform laut OECD-Studie «vergleichsweise unattraktiv», schnell eine neue Arbeit mit einem etwas geringeren Gehalt anzunehmen. «Es kann für Arbeitslose durchaus sinnvoll sein, zunächst schlechter bezahlte Angebote abzulehnen. Allerdings birgt eine zu lange Wartezeit die Gefahr, dass Qualifikationen entwertet werden und der Weg in die Arbeit umso schwerer wird», lautet das Fazit vom Mitautor der Studie, Michael Förster. Das Steuer- und Transfersystem sollte daher Anreize zur Arbeitsaufnahme setzen. Dass sich Arbeit auch ohne Reduzierung der sozialen Absicherung lohnen könne, zeige sich am Beispiel der nordischen Länder und der Schweiz. Obwohl es dort vergleichsweise großzügige Transfers gebe, stellten sich die Betroffenen «in jedem Fall besser, wenn sie eine Arbeit aufnehmen».

Klaus-alt
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Re: Sozialschmarotzer, oder wann beginnt der Aufstand?

Beitragvon Klaus-alt » So 12. Dez 2010, 10:54

Geschrieben: 14.12.2007 22:21

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Hallo liebe Leute ich wollte euch hier mal ein paar jener Menschen vorstellen, deren Lobbyisten nicht aufhören von ihren Arbeitern und Angestellten Lohnzurückhaltung zu üben und der Politik gegenüber den weiteren Abbau von Steuern und Sozialabgaben fordern.
So erst in den letzten Jahren geschehen, als ihre Marionetten im Bundestag weitere Millionengeschenke durch die Senkung des Spitzensteuersatzes durchsetzten, den bis heute dank raffinierter Steuerschlupflöcher eh so gut wie niemand von denen je gezahlt hat, obwohl sie es sich locker leisten könnten.
Ihr Engagement hin zu niedrigeren Steuern galt demnach nie ihren Beschäftigten, sondern stets ihrer eigenen Entlastung.

So sollen Arbeitnehmer und im Besonderen Hartz-IV-Empfänger mit immer tieferen Einschnitten gezwungen werden, um immer geringer entlohnte Sklavenarbeiten anzunehmen.
Und damit die Menschen nicht noch auf die Idee kommen, die prekären Verhältnisse in unserem Land kritisch zu hinterfragen, werden sie mit aufgenötigten Zweit-Arbeitsverhältnissen und seichten Unterhaltungsangeboten dieser Medienmogule vor allzu kritischen Überlegungen und Bemühungen zerstreut, sich eventuell gar gemeinsam gegen das kapitalistische Diktat zu solidarisieren.

In diesem Bemühen nimmt der Springer-Konzern mit seinem Volksverdummungsblatt eine besonders herausragende Stellung ein.
Öffentlich werden zwar mit aller verfügbaren Heuchelei die christlichen Werte beschworen. In der Konzernzentrale ist man sich hingegen nicht mal mehr zu schade gleich Tausende von Menschen als Druckmittel gegen den Staat auf die Straße zu setzen, um ihm immer weitere Zugeständnisse zugunsten ins bodenlose sinkender Hungerlöhne abzupressen.
So erst kürzlich geschehen, als sich die Springerkonzernleitung vehement gegen die Einführung von Mindestlöhnen für Briefzusteller wandte.
Jedoch vergebens, weshalb die zum Springer-Konzern zugehörende Pin-Group-AG, mit Sitz im Steuerparadies Luxemburg umgehend die Entlassung von 1000 Mitarbeitern verkündete, nachdem der Bundestag die Einführung eines Mindestlohns beschlossen hatte.
(Siehe Bericht ganz am Ende dieser Stellungnahme)
Soll heißen, die Springer-Bosse verweigern sich ihren eigenen Mitarbeitern angemessene Bezahlungen zu gewähren, mit denen es den Menschen möglich wird, wenigstens ein bescheidenes Auskommen zu finden.
Denn da sich die auszuhandelnden Einkommen mit Sicherheit stets an der Untergrenze der Mindestlöhne orientiert hätten, kann sich bei einem 160-Stunden-Monat jeder selbst ausrechen, was den Menschen bei 8 Euro brutto die Stunde am Ende (= ca. 850 Euro netto) des Monats im Portemonnaie verbleibt.

Für die Konzern-Oligarchen immer noch zuviel, um sich weiterhin persönlicher Gewinnsteigerungen zu erfreuen, die jenseits aller Vorstellungskräfte gewöhnlicher Menschen liegen dürften.
Christliche Werte von Nächstenliebe oder Solidarität mit den Menschen unseres Landes finden sich daher nur in bigotten Sonntagsreden, oder ihren Schmierblättern wieder, während sie für ihre eigenen Konten eiskalt den Verlust Menschlicher Würde und Lebensfreude breiter Bevölkerungsschichten einkalkulieren.
Was nichts anderes wie modernes Sklaventum bedeutet.

Hier ist grafisch recht gut dargestellt, was diese Herren unter Konjunkturaufschwung verstehen. Ihre Arbeiter und Angestellten durften sich dank unaufhörlich Apelle an die Vernunft mit kaum mehr als 1-3%igen Steigerungen

Bild
Quelle:
http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,gr ... 94,00.html


Die 10-Top-Verdiener gemäß einer Erhebung der Hans-Böckler-Stiftung 2007
Entspricht bei einem durchgehend 320 Stunden-Monat einem Stundenlohn von:
Sowie die jeweils leistungslose Gewinnsteigerung pro Monat, wenn dieses Geld bei 5% Zinsen auf der Bank angelegt wird.

Platz 10
D. Zetsche (Daimler Benz) Bezüge 2006 = 5,09 Mill
Stundenlohn bei 16 Std-Tag: 1.325
Leistungslose Gewinnsteigerung pro Monat: = 21.208


Platz 9
M. Diekmann (Allianz AG) Bezüge 2005 = 5,04 Mill / 2006 = 5,3 Mill = + 5,1 %
Stundenlohn bei 16 Std-Tag: 1.380
Leistungslose Gewinnsteigerung pro Monat: = 22.083

Platz 8
J. Hambrecht (BASF) Bezüge 2005 = 4,3 Mill / 2006 = 6,06 Mill = + 41 %
Stundenlohn bei 16 Std-Tag: 1.578
Leistungslose Gewinnsteigerung pro Monat: 25.250

Platz 7
U. Lehner (Henkel) Bezüge 2005 = 2,82 Mill / 2006 = 6,1 Mill = + 113 %
Stundenlohn bei 16 Std-Tag: 1.588
Leistungslose Gewinnsteigerung pro Moant: 25.416

Platz 6
H-J. Körber (Metro AG) Bezüge 2005 = 2,98 Mill / 2006 = 6,38 Mill = + 114 %
Stundenlohn bei 16 Std-Tag: 1.661
Leistungslose Gewinnsteigerung pro Monat pro Monat: 26.583:

Platz 5
W. Bernotat (E.ON AG) Bezüge 2005 = 5,72 Mill / 2006 = 6,4 Mill = + 12 %
Stundenlohn bei 16 Std-Tag: 1.666
Leistungslose Gewinnsteigerung pro Monat pro Monat: 26.666

Platz 4
W. Reitzle (Linde Group) Bezüge 2005 = 4,14 Mill / 2006 = 8,2 Mill = + 98 %
Stundenlohn bei 16 Std-Tag: 2.135
Leistungslose Gewinnsteigerung pro Monat: 34.166

Platz 3
H. Kagermann (SAP) Bezüge 2005 = 6,09 Mill / 2006 = 9,03 Mill = + 49 %
Stundenlohn bei 16 Std-Tag: 2.351
Leistungslose Gewinnsteigerung pro Monat: 37.625

Platz 2
J. Ackermann (Deutsche Bank) Bezüge 2005 = 11,9 Mill / 2006 = 13,2 Mill = + 11 %
Stundenlohn bei 16 Std-Tag: 3.437
Leistungslose Gewinnsteigerung pro Monat: 55.000


Platz 1
H. Roels (RWE) Bezüge 2005 = 11,8 Mill / 2006 = 16,5 Mill = + 40 %
Stundenlohn bei 16 Std-Tag: 4.296
Leistungslose Gewinnsteigerung pro Monat: 68.750


Der Platzhirsch unter den Einkommensfürsten ist heuer Porschechef
W. Wiedeking dem vor rund 11 Jahren, nachdem er innerhalb von zwei Jahren die Luxuswagenschmiede aus der Verlustzone führte, ein jährlicher Gewinnanteil von 0,9% zugesichert wurde.
Damals 1992 betrug der Wert von Porsche rund 300 Mill. Euro.
Heute nach 13 Jahren unter Wiedeking-Leitung beläuft sich der Wert hingegen auf etwa 25 Milliarden Euro. Auch soll nicht unterschlagen werden, dass auch die gewöhnlichen Mitarbeiter vom Gewinnanstieg in diesem Jahr mit einem Bonus von rund 5200 Euro pro Kopf beteiligt wurden.
Wiedekings Einkommen verdoppelte sich in diesem Jahr auf rund 60 Mill Euro.
Dies entspricht:
Stundenlohn bei 16 Std-Tag: 15.625
Leistungslose Gewinnsteigerung pro Monat: 250.000 Euro!


Und hier noch mal die Meldung, die nicht treffender auszudrücken vermag, welche Gesinnung die Macher der Springerpresse umtreibt.

Meldung vom 14.12.2007
Nach Mindestlohn-Beschluss dreht Springer Pin Geldhahn zu

Berlin/Luxemburg (AFP) - Nach dem Beschluss des Bundestags zum Post-Mindestlohn hat der Springer-Konzern seiner Post-Tochter Pin Group sofort den Geldhahn zugedreht. Springer stelle Pin kein Geld mehr zur Verfügung, erklärte der Verlag. Springer ist Mehrheitseigner von Pin und hatte schon mit dem Aus für den Postdienstleister gedroht, sollte der in ihren Augen zu hohe Mindestlohn eingeführt werden. Der Medienkonzern will nun seine Mehrheit an Pin abstoßen. Für die Beschäftigten besteht aber Hoffnung: Pin-Chef Günter Thiel kündigte an, die Firma aufzukaufen.
Der Wettbewerb auf dem Postmarkt werde durch den vom Bundestag beschlossenen Mindestlohn "nicht nur massiv behindert, sondern praktisch unmöglich", erklärte der Springer Verlag in Berlin. Pin-Chef Günther Thiel erklärte seinerseits in Luxemburg, das Management sei bereit, die Anteile von Springer zu übernehmen und einen hohen zweistelligen Millionenbetrag in das Unternehmen zu investieren. Die Verhandlungen sollten unverzüglich beginnen.Thiel hatte schon zuvor das Interesse an einem solchen so genannten Management-Buyout geäußert.
Thiel will laut "Focus Online" rund 60 Millionen Euro aus seinem Privatvermögen in Pin investieren. Die Springer-Anteile wolle er zu einem symbolischen Preis von einem Euro kaufen. Darauf habe er sich mit Springer-Chef Mathias Döpfner verständigt. Neben dem Pin-Management hätten auch die Essener WAZ-Gruppe, die Rheinische Post und der Madsack-Verlag als Minderheitseigner ihre Unterstützung zur Sanierung der Pin Group zugesagt. Eine Pin-Sprecherin wollte die Angaben nicht bestätigen.
Unter den neuen Gegebenheiten sei der Fortbestand der Pin Group unter sehr schwierigen Bedingungen möglich, erklärte Thiel. Management und Gesellschafter seien aber vom Erfolg des Unternehmens überzeugt. Eine "wesentliche Voraussetzung" sei aber, dass die Politik nach dem Beschluss zur Einführung eines Mindestlohns für "einigermaßen faire Wettbewerbsbedingungen auf dem Briefmarkt" sorge. Thiel forderte unter anderem, die Befreiung der Deutschen Post von der Mehrwertsteuer aufzuheben.
Der Einstieg ins Briefgeschäft wurde für Springer-Chef Döpfner zunehmend zum Klotz am Bein. Der Verlag hatte erst im Sommer für 510 Millionen Euro die Mehrheit an dem Briefdienstleister übernommen. Schon ohne Mindestlohn erwartet Pin in diesem Jahr ein Minus von rund 55 Millionen Euro.
Quelle:
http://de.news.yahoo.com/afp/20071214/t ... 315_3.html

Klaus-alt
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Re: Sozialschmarotzer, oder wann beginnt der Aufstand?

Beitragvon Klaus-alt » So 12. Dez 2010, 10:57

Geschrieben: 16.12.2007 10:07
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Passend zu meinen vorhergehenden Statement, kann ich hier gleich entgegenstellen, mit welchen „Einkommen“ ein großer Teil unserer Mitmenschen ihr Auskommen finden müssen.
Darunter fallen bekanntlich auch jene Menschen, die aufgrund des Rationalisierungswahns, besser Gewinnmaximierungswahns gewissenloser Manager die besonders in großen Aktienkonzernen gesellschaftsschädlich wüten, von ihrer Arbeit und Einkommen freigestellt wurden. Fortan dazu verdammt ein staatlich gefördertes Elendsdasein auf HarzIV-Niveau fristen zu dürfen. Denn nein, (Ironie an) leider ist es noch nicht möglich geworden, diese Hungerleider, die immer häufiger das öffentliche Bild prägen und damit das Wohlsein der gehobenen Klasse ungebührlich beeinträchtigen in Drittländer auszuweisen, oder wenigstens in entsprechende Gettos zu verbannen. (Ironie aus)
Immer wenigeren Menschen gelingt es anschließend noch einen sogenannten regulären Arbeitsplatz zu ergattern. Dies ist zum einen auf die um sich greifende Praxis von kurzen Zeitarbeitsverträgen zurückzuführen, die Arbeitgebern jene Flexibilität einräumt, um sich kaum mehr dem sozialen Wohl ihrer Angestellten zu verpflichten. Sprich diese nach ein/zwei Jahren wieder zu expedieren, um die frei gewordenen Stellen mit noch geringer entlohnten Arbeitnehmern/Innen zu besetzen.
Dass diesen Angestellten mit derartigen Arbeitsverträgen kaum noch eine längerfristige Lebensplanung möglich ist, nehmen sie dabei genauso billigend in Kauf wie jene Leiharbeitsfirmen, die inzwischen immer mehr einem modernen Sklavenmarkt ähneln.
Denen ohne jede Anstrengung immer mehr Menschen in die Fänge geraten, da die Arbeitgeberlobby durch jahrelange Bearbeitung ihrer politischen Marionetten jene idealen Voraussetzungen geschaffen haben, um nahezu alle Arbeitnehmer die in der HartzIV-Falle stecken zu zwingen, jeden erstbesten Job zu nahezu jedem Preis anzunehmen.
Siehe z.B.: http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/30/0,187 ... 66,00.html

Aber selbst wenn die Arbeitsbedingungen noch nicht wie unten beschrieben derart räuberische Auswüchse angenommen haben, so zeigen die folgenden Mindestlohnvereinbarungen, denen noch weitere folgen sollen, bereits den alarmierenden sittlichen Verfall breiter Arbeitgebergesinnungen an. Die in einer Art letzter Goldgräberstimmung nur noch Hauen und Stechen zu kennen scheinen, bevor das gesellschaftliche System gänzlich in einem neuen Aufbruch blutiger Revolution zusammen fällt. So zumindest meine düstere Vorahnung.

Hier nun aber erst mal jene Stundenlöhne, von Arbeitern und Angestellten, die für dieses Einkommen, im Gegensatz zu den obigen Phantasiegehältern ihrer Arbeitgeber noch richtig mit schweren Anstrengungen verbunden sind.
Dazu in Klammern, dass grobe Nettoeinkommen - 1/3 Abzüge bei einem 160 Std-Monat.


Bauarbeiter
Gelernte Fachkräfte west/ost: 12,50/9,80 (ca. 1333/1045),
Ungelernte west/ost: 10,40/9,00 (1109/960)

Abbruch- und Abwrackkräfte
Fachwerker west/ost 11,60/9,80 (1237/1045)
Hilfskräfte west/ost 9,49/8,80 (1012/938)

Gebäudereiniger
Ab Januar 2008 west/ost 8,15/6,58 (869/701)

Maler und Lackierer
Gesellen west/ost 10,73/9,37 (1144/999)
Ungelernte west/ost 7,85/7,15 (837/762)

Dachdecker Hilfskräfte
Ab Januar 2008 west/ost 10,20 (1088)

Elektriker (Montage)
Ab Januar 2008 west/ost 9,40/7,90 (1002/842)


Für weitere Sparten sind Mindestlöhne vorgesehen.

Postdienste
west/ost 8,40/8,00 (896/853)

Briefzusteller
west/ost 9,80/9,00 (1045/960)

Zeitarbeitsfirmen
Ab Januar 2008 west/ost 7,31/6,36 (779/678)

Textilindustriearbeiter/Innen
Ab März 2008 west/ost 9,20/8,01 (981/854)


Von diesen Einkommen müssen oftmals ganze Familien mit Kindern ihr Auskommen bestreiten und dass, obwohl sich von den Mieten abgesehen, die Lebenshaltungskosten im Osten nicht von denen im Westen unterscheiden.

So und hier noch eine besonder herausragende Meldung, die sehr schön vor Augen führt, wie tief wir bereits gesunken sind.
Verantwortung für diese brutale Ausbeutung ist hingegen weder bei der einen noch der anderen Seite zu erkennen. Einfach widerwärtig!


Meldung vom 08.01.2007
2,46 Euro pro Stunde - "Dumpinglöhne" in Hamburger Hotels

Beauftragte Reinigungsfirma verteidigt sich: Andere Unternehmen zahlten noch weniger.
In Hamburg arbeiten Reinigungskräfte in Luxushotels zum Teil für weniger als 2,50 Euro pro Stunde. Das ergibt sich nach Berechnungen des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) aus dem Fall einer jungen Frau, die Ende 2006 im Dorint am Alten Wall für die Reinigung der Zimmer verantwortlich war. Die 23-jährige Antonia H. arbeitete im November laut DGB 168 Stunden an 21 Tagen in dem Fünf-Sterne-Hotel als Reinigungskraft. Dennoch bekam sie ausweislich der Monatsabrechnung, die dem Abendblatt vorliegt, lediglich 413,18 Euro brutto - und damit einen durchschnittlichen Brutto-Stundenlohn von 2,46 Euro. Als sich H. bei der Firma beschwerte, sagte diese eine Nachzahlung zu - und schickte postwendend die Kündigung.
Hintergrund: Das Dorint hat die Zimmerreinigung an eine externe Firma vergeben, die Firma Lieblang. In den Verträgen, die Lieblang mit seinen Reinigungskräften schließt, heißt es: "Auf der Grundlage des gültigen Tariflohns von 7,87 Euro und der vorgegebenen tariflichen Leistungsparameter je Zimmer erfolgt die Abrechnung nach der Anzahl der gereinigten Zimmer." Pro Zimmer werden 3,50 Euro vergütet - einen festen Stundenlohn gibt es damit nicht mehr. Da oft keine Zimmer zum Reinigen frei seien, entstünden Wartezeiten, in denen das Personal gar nicht bezahlt werde, so der DGB. So liege der Stundenlohn oft weit unter dem Gebäudereinigertarif von 7,87 Euro, der in diesem Fall gilt.
Lieblang-Projektleiter Eberhard Witte verteidigte das Prinzip: "Um Tariflohn zu erreichen, muss auch eine gewisse Leistung erbracht werden." Die Konditionen bei Lieblang seien besser als bei anderen Firmen, so Witte. Andreas Suß, Geschäftsführer der zuständigen Gewerkschaft IG Bau, bezeichnete den Fall als "sittenwidriges Lohndumping". Dass Hotels oder deren Dienstleister Löhne unter den ohnedies niedrigen Tarif drückten, komme immer häufiger vor. Das habe auch die Großrazzia in Hamburger Hotels im Februar ergeben, bei der viele Fälle von Schwarzarbeit und Lohndumping erfasst worden seien. "Seitdem hat sich wenig verbessert", so Suß, der betonte, dass es verboten sei, Stundenlöhne durch Pauschalen zu unterlaufen. Er forderte das Dorint auf, sich "umgehend von dieser Reinigungsfirma zu trennen". Marc Schneer, Sprecher der Accor-Hotels, zu denen das Dorint gehört, wies jede Verantwortung von sich. Dafür, dass "Recht, Gesetz und Tarif" eingehalten würden, sei nicht das Dorint, sondern Lieblang verantwortlich
Quelle:
http://www.abendblatt.de/daten/2007/01/08/665159.html

Klaus-alt
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Re: Sozialschmarotzer, oder wann beginnt der Aufstand?

Beitragvon Klaus-alt » So 12. Dez 2010, 10:58

Geschrieben: 16.12.2007 14:07
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Interessant wird in den zuvor genannten Beiträgen hier ein weiterer Aspekt, der die bisherige Tendenz bestätigt, dass es für Arbeitnehmer zunehmend schwieriger wird, ein ausreichendes Einkommen zu erzielen.
Da muten Aussagen wie folgende geradezu wie Hohn an:
„Die Entwicklung, dass immer mehr Menschen zwei Jobs nachgehen, ist nach Auffassung der Bundesarbeitsagentur nicht zwangsläufig ein Beleg dafür, dass diese wachsende Gruppe mit ihrem normalen Einkommen nicht auskommt. "Es gibt auch Menschen, die wollen sich einfach noch etwas dazu verdienen", sagte eine Sprecherin der Arbeitsagentur in Nürnberg.“

Ein exemplarischer Beleg wie die Not der Menschen ins Gegenteil schöngeredet wird, als ginge es darum jene Spaßgesellschaft zu propagieren, wie sie von der arbeitgeberfreundlichen FDP verhöhnend als ungebührlichen Auswuchs der kleinen Leute reklamiert wurde.
Fakt ist hingegen. Aus reinem Spaß an der Freud nehmen geringfügig Beschäftigte sicher keinen zusätzlichen 400-Euro-Job auf.


Meldung vom 14.12.2007
Immer mehr Arbeitnehmer suchen sich einen zweiten Job

Zur Aufbesserung ihres Einkommens haben immer mehr Menschen einen Zweitjob. Nach Berechnungen der Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg hatten im September knapp 2,1 Millionen Menschen neben ihrem Hauptberuf noch einen Nebenjob. Im Vergleich zum Stand vier Jahre zuvor stieg ihre Zahl damit um über 50 Prozent oder rund 750 000 Menschen an.
Aktuelle Nachrichten - Nürnberg (ddp). Zur Aufbesserung ihres Einkommens haben immer mehr Menschen einen Zweitjob. Nach Berechnungen der Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg hatten im September knapp 2,1 Millionen Menschen neben ihrem Hauptberuf noch einen Nebenjob.
Im Vergleich zum Stand vier Jahre zuvor stieg ihre Zahl damit um über 50 Prozent oder rund 750 000 Menschen an. Bei den Nebenbeschäftigungen handle es sich überwiegend um so genannte 400-Euro-Jobs.
Die Zahl der Nebenjobber stieg damit seit 2003 nahezu stetig an. Ein großer Teil der Menschen mit Zweitjobs unternehme den Versuch, über ein zusätzliches Einkommen ihren Lebensstandard zu halten, sagte Till Müller-Schoell, Sozialwissenschaftler am Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Institut der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung, der Nachrichtenagentur ddp. Durch Verluste bei den Reallöhnen würden viele Arbeitnehmer zu solchen Nebentätigkeiten gedrängt.
Das Annehmen eines Nebenjobs erfolgt laut Müller-Schoell aber nicht notwendigerweise aus existenzieller Not. Der Hauptteil der Arbeitnehmer übe solche Zweitjobs aus, wenn das Geld knapp werde, etwa infolge eines Hausbaus. Es sei aber eine Tendenz, dass mehr und mehr Menschen auf ein zusätzliches Einkommen angewiesen seien. Seit der Einführung der steuerfreien Minijobs im Zuge der Hartz-Reformen 2003 sei die Zahl der Minijobber stetig gestiegen.
Insgesamt gab es nach Angaben der Minijob-Zentrale der Knappschaft Bahn See im dritten Quartal des Jahres etwa 6,6 Millionen Minijobber in Deutschland. Besonders viele von ihnen seien in der Gebäudereinigung, dem Gesundheitswesen, dem Hotel- und Gaststättengewerbe sowie im Einzelhandel beschäftigt gewesen. Der Anteil der Frauen habe Ende September bei knapp 64 Prozent gelegen.
Quelle:
http://www.ad-hoc-news.de/Marktberichte ... weiten-Job

Als weiteres Indiz für zunehmende Ausbeutungstendenzen darf wohl auch die folgende Meldung vom heutigen Tag bewertet werden, in der es heißt:
.Viele ehemalige ALG-II-Empfänger schnell wieder ohne Job
München (AFP) - Jeder zweite Hartz-IV-Empfänger, der eine Stelle findet, ist nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit (BA) nach einem Jahr wieder auf staatliche Unterstützung angewiesen. "Von 100 Menschen, die wir in Beschäftigung bringen, sind etwa 50 nach einem Jahr wieder im Hartz-IV-Bezug", sagte BA-Vorstandsmitglied Heinrich Alt dem Magazin "Focus". "Das sind zu viele." Gebraucht werde eine gut organisierte Nachbetreuung, wenn jemand den Absprung aus der Arbeitslosigkeit geschafft hat. "Darüber sind wir mit den Kommunen im Gespräch."
Alt forderte mehr feste Stellen für die Arbeitsgemeinschaften (ARGEn), in denen die BA gemeinsam mit den Kommunen Langzeitarbeitslose betreut. "Wir haben teilweise nicht genug eingearbeitete Leute, und wer es ist, wechselt zu schnell", sagte er. Jeder vierte Beschäftigte in einem Jobcenter habe nur einen befristeten Arbeitsvertrag.
Das für Hartz IV zuständige Vorstandsmitglied betonte das große Interesse seiner Behörde, die Zusammenarbeit mit den Kommunen fortzusetzen. "Wir wollen sicherstellen, dass es weiter Angebote gibt, die nur die Kommunen machen können: Hilfe für Überschuldete, Sprachkurse, Kinderbetreuung für Alleinerziehende", sagte Alt
Quelle:
http://de.news.yahoo.com/afp/20071216/t ... 4c6_1.html

Hier sehe ich geradezu eine Komplizenschaft von Arbeitgebern und Staat erfüllt, wenn man bedenkt, dass besonders längere und älterer Arbeitslose mit bis zu 100% Lohnsubventionierung den Arbeitgebern angedient werden.
Diese schöpfen natürlich nur zu gern den finanziellen Rahm ab, um solche Arbeitkräfte nach Ablauf ihrer Förderung schnellstmöglich wieder in den Arbeitslosenpool zu entsorgen.
Wie gnadenlos besonders die ganz großen Konzerne ihre Mitarbeiter behandeln ist mir gerade kürzlich bekannt geworden.

Indem einer langjährigen älteren Arbeitnehmerin einer bekannten Lebensmittelkette, durch einen neuen etwa 25-jährigen Bezirksleiter kurz nachdem er seine Tätigkeit auf nahm, ohne Vorankündigung auferlegt wurde, von heute auf morgen in einer weit entfernten Filiale arbeiten zu müssen.
Darauf konnte die Dame, aus bekannten Gründen, da sie über keinen PKW verfügte, nicht eingehen, woraufhin ihr fristlos wegen Arbeitsverweigerung gekündigt wurde. Hätte sie am nächsten Tag nicht wenigstens versucht ihre Arbeit in der alten Filiale weiter aufzunehmen, dann wäre die Spekulation nun mit Recht eine fristlose Kündigung wegen Arbeitsverweigerung auszusprechen sogar erfolgreich geblieben.
Da sie jedoch unter Zeugen ihre Arbeitsbereitschaft bekundete, durfte sie zwar dennoch gleich wieder zurück nach Hause gehen. Nur musste ihr der Arbeitgeber später sämtliche Bezüge einschließlich Weihnachtsgeldanteile nachzahlen.

Dieses Beispiel zeigt Mustergültig die asoziale Geldgier, wie Unternehmer immer mehr versuchen altbewährte und ältere Mitarbeiter, die sich im Laufe ihrer Tätigkeitsjahre einige Lohnsteigerungen erarbeitet haben, gnadenlos gegen jüngere und billigere Kräfte auszutauschen.
Dies Praxis mutet umso unverständlicher an, wenn man sich vor Augen hält, wie viel Millionen Euro leistungsloser Zinsengewinne diesen Konzern- und Aktiengesellschaftern Monat für Monat auf ihre Konten gutgeschrieben werden. Sie es also am wenigsten nötig hätten einen derart asozialen Führungsstiel zu praktizieren.
Doch diese unersättliche Mitnehmermentalität hat sich in nahezu allen Megakonzernen durchgesetzt.
Bedauerlich ist hier die Vorbildfunktion, die sich auch immer mehr in mittelständischen und Kleinbetrieben durchsetzt, aber bei weitem noch nicht die asozialen Ausmaße erreicht haben, wie sie bei den Großen gang und gäbe sind.

Zwergenkönig-alt
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Re: Sozialschmarotzer, oder wann beginnt der Aufstand?

Beitragvon Zwergenkönig-alt » So 12. Dez 2010, 10:59

Geschrieben: 09.07.2008 21:54
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Eine Gesellschaftsschicht hast Du aber schlichtweg vergessen, Klaus.
Die Rentner, die teilweise unter der Grenze Hartz IV leben müssen. Die ihr Leben lang gezahlt haben, gearbeitet haben, und nun mit minimum abgespeist werden, und das Geld wird immer weniger, weil alles immer teurer wird. Und es werden Nullrunden verordnet. In diesem Jahr 1,1 % Erhöhung, die von der Erhöhung der Kassenbeiträge und der galoppierenden Inflation aufgefressen werden.
Kinder und arme Rentner sind die Verlierer der Nation. Hatten wir soetwas in Deutschland nicht schon einmal?
Demnächst kommen eine Menge Pensionäre in den Ruhestand! Mit ihren dicken Pensionen, die sie weißgott nicht verdient haben, wird die Debatte neu entfacht werden. Die haben nie in die Rentenkassen eingezahlt, und bekommen die höchsten Bezüge.
Es wird noch jede Menge böses Blut geben, da bin ich sicher.
zwergenkoenig

:icon_haeh

Klaus-alt
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Re: Sozialschmarotzer, oder wann beginnt der Aufstand?

Beitragvon Klaus-alt » So 12. Dez 2010, 11:00

Geschrieben: 17.08.2008 21:12
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Wie war das noch vom Wasser predigen und selber.....

Siehe folgende Meldung, die deutlich aufzeigt, in welchem Ausmaß manche Politvertreter/inne jede, aber wirklich jede Bodenhaftung verloren haben.
Wer dermaßen leichtfertig die schwerverdienten Steuereinnahmen des Wahlvolkes verschleudert gehört umgehend mit einen kräftigen Tritt in den Hintern auf Harz-IV gesetzt. :icon_wuetend


Meldung vom 17. 08. 2008
Schavan flog für 26.500 Euro von Stuttgart nach Zürich

für 126 km

Berlin (AFP) - Bundesforschungsministerin Annette Schavan (CDU) hat für einen Kurzflug von Stuttgart nach Zürich eigens einen Hubschrauber der Bundeswehr-Flugbereitschaft aus Berlin angefordert. Wie die "Bild am Sonntag" berichtet, kostete der 146-Kilometer-Flug am 20. Mai die Staatskasse mindestens 26.500 Euro. Ein Sprecher Schavans begründete die teure Aktion laut "BamS" mit Terminzwängen. Schavan habe von einer öffentlichen Podiumsdiskussion um 14.00 Uhr in Stuttgart schnell zu einem Redaktionsgespräch bei der "Neuen Zürcher Zeitung" um 16.00 Uhr in Zürich gelangen müssen.
Laut "BamS" hätte Schavan allerdings Zürich auch mit einem Swiss-Linienflug für 329 Euro mit Ankunft um 16.10 Uhr erreichen können, wenn sie eine geringfügige Verspätung bei ihrem Interview-Termin in Kauf genommen hätte. Die Grünen-Bundestagsabgeordnete Undine Kurth kritisierte, offenbar habe Schavan "eine falsche Einschätzung ihrer Wichtigkeit", wenn sie der Ansicht sei, dass ein Interviewtermin bedeutend genug sei, um dafür einen Hubschrauber der Flugbereitschaft anzufordern.
Strengere Regeln für die Nutzung der Flugbereitschaft forderte anlässlich dieses Vorfalls die Fraktionsvize der Linken, Gesine Lötzsch. "Frau Schavan hat das Jahreseinkommen einer Erzieherin verflogen. Und das, wo die CDU den Menschen immer predigt, den Gürtel enger zu schnallen", erklärte Lötzsch in Berlin.
Quelle:
http://de.news.yahoo.com/afp/20080817/t ... b2fc3.html

Zwergenkönig-alt
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Re: Sozialschmarotzer, oder wann beginnt der Aufstand?

Beitragvon Zwergenkönig-alt » So 12. Dez 2010, 11:01

Geschrieben: 17.08.2008 21:32
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Eine Riesensauerei :icon_wuetend

Ich meine, das muß Konsequenzen haben.
zwergekoenig

Klaus-alt
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Re: Sozialschmarotzer, oder wann beginnt der Aufstand?

Beitragvon Klaus-alt » So 12. Dez 2010, 11:02

Geschrieben: 28.01.2010 18:46
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An nachfolgender Meldung wird ein mehr deutlich, welche Kräfte in unserem Land den Ton angeben, um selbst Bundesministerien vor aller Welt als inkompetente Amtswalter/innen bloßzustellen. Deren Minister; Sekretäre und Fachzuträger nur noch hilflos zuschauen können, wie sich der Raubkapitalismus unaufhaltsam tiefer und schamloser unserer Gesellschaft bemächtigt.
Und ein Ende des moralischen Sittenverfalls von Eigen- und Sozialverantwortung ist weit und breit nicht zu erkennen.
Welche Blüten rücksichtsloser Gier dieser ASOZIALEN in Nadelstreifenanzügen bereits wagen, geht gleichfalls aus einer jüngsten Meldung hervor, in dem ein gewissenloses Subjekt als Arbeitgeber seine Angestellten mit einem Hungerlohn von 1,32 Euro abspeiste.
http://www.welt.de/wirtschaft/article59 ... teilt.html

Doch möchte ich die Aufmerksamkeit an dieser Stelle doch erst mal lieber auf die Nachfolgende Meldung lenken, da in der erfolgreichen Anfechtung der Postmindestlöhne, unter 8,00 Euro kein Sittenwidrigkeit erkannt wird.
Wir erinnern uns? (weiter oben)
Beim bislang ausgehandelten Mindestlohn von 8,00 Euro dessen unteres Ende nun erfolgreich als zu hoch gewertet wurde, bekamen Angestellte bei einem durchschnittlichen 160 Stunden-Monat 1260 Euro brutto. Minus ein drittel Steuer- und Sozialanteil verbleiben von diesem Lohn 853 Euro netto

Schon dieser Nettolohn ist eine einzigartige Zumutung.
Oder möchte wirklich jemand ernsthaft behaupten, dass sich auf diesem Lohnniveau eine positive Lebensplanung, oder gar zukunftsgerichtete Gründung einer Familie erstellen lässt?
Da ist aufgrund der chronisch angespannten Arbeitnehmerkonten doch jetzt schon absehbar, dass Kinder unter solchen Widrigkeiten die ersten Verlierer sein werden, weil sie als schwächste Glieder einer Familie perse, als Ventil aufgestauter Frustrationen herhalten müssen.
Oder können wir davon ausgehen, dass in einem nächsten direktiven Schritt, allen Geringverdienenden das Recht auf Familie und im Besonderen auf die Zeugung von Kindern untersagt wird? Mit Folgen, die bei Zuwiderhandlungen die Wegnahme des/der Kinder und Zwangssterilisierungen vorsehen? Undenkbar???!!!

Und wenn schon reguläre Löhne unter Sozialhilfeniveau fallen dürfen, dann ist absehbar wann auch die Sozialhilfesätze nach unten angepasst werden, um wie die Gutmenschen so schön zu sagen pflegen, bedürftigen Menschen den Anreiz zur Aufnahme von (Sklaven)Arbeit zu erhalten.

Aber wie wir am Ergebnis der letzten Bundestagswahlen ablesen dürfen, ist die Mehrzahl der Mitbürger noch immer zu gern bereit den modernen Rattenfängern die Lügenmärchen ihres Sozialstaates zu glauben.
Ich will es nichts beschwören, aber wenn nicht schon sehr bald mit entsprechenden Bildungsangeboten wie z.B. der Wertevermittlung des Menschsein und Achtung aller Leistungen diesem unseligen Geist der gegenwärtigen Mentalität alles Letztmögliche bis zum äußerten abzupressen/beuten, entschieden entgegengesteuert wird, dann scheint mir die nächste Revolution nicht mehr allzu fern zu sein.


Meldung vom 28. 10. 2010
Post-Mindestlohn ist rechtswidrig


Leipzig (dpa) - Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hat den Post-Mindestlohn für nichtig erklärt. Es gab damit den Klagen mehrerer privater Konkurrenten der Deutschen Post und eines Arbeitgeberverbandes statt.
Beim Zustandekommen der Verordnung über den Post-Mindestlohn habe das Bundesarbeitsministerium gravierende Verfahrensfehler begangen, urteilte der 8. Senat. Das Ministerium habe die Beteiligungsrechte der Kläger verletzt, indem es ihnen nicht die Möglichkeit zu einer schriftlichen Stellungnahme gegeben hatte.
Der Post-Mindestlohn ist seit Januar 2008 in Kraft. Die Deutsche Post und Verdi hatten ihn ausgehandelt. Er liegt zwischen 8,00 Euro und 9,80 Euro pro Stunde für Briefzusteller. Das Bundesministerium für Arbeit hatte ihn mit einer Verordnung für allgemeinverbindlich erklärt. Die privaten Post-Konkurrenten argumentierten, sie hätten mit einer anderen Gewerkschaft einen eigenen - niedrigeren - Mindestlohn vereinbart. Dieser Tarifvertrag dürfe nicht einfach weggewischt werden.
Quelle:
http://de.news.yahoo.com/26/20100128/td ... 455f6.html

Serafin-alt
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Re: Sozialschmarotzer, oder wann beginnt der Aufstand?

Beitragvon Serafin-alt » So 12. Dez 2010, 11:03

Geschrieben: 28.01.2010 19:50
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Da bleibt einem die Spucke weg!
Aber so ein Richter braucht sich ja nicht mit den paar Euros durch den Monat bringen. Es muß wohl wirklich erst zu einem echten Aufstand kommen, um wenigstens einige wenige Menschenrechte neu zu überarbeiten. :icon_wuetend

Klaus-alt
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Re: Sozialschmarotzer, oder wann beginnt der Aufstand?

Beitragvon Klaus-alt » So 12. Dez 2010, 11:04

Geschrieben: 07.02.2010 02:20
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Na also, kaum dass in meiner düsteren Vorahnung die Tinte meiner Darlegung getrocknet ist, beginnt das vorgezeichnete Menetekel auch schon Gestalt anzunehmen.
Dieses mal ist ein kein geringerer als Wolfgang Franz, Chef der bundesdeutschen Wirtschaftsweisen, der sich mit seiner Milchmädchenrechnung erblödet, Hart-IV-Empfängern weitere Leistungskürzungen von sage und schreibe 30% vorzustellen, weil man höre und staune über diese unverschämte Argumentation, Harz-IV-Bezieher inzwischen häufig besser gestellt seien als ihre Nachbarn die eine Vollzeitstelle bekleideten.

Solch eine Aussage kann nur als offene Provokation und Verhöhnung aller Hart-IV-Empfänger, als auch zu Dumpinglöhnen versklavten Arbeitenden darstellen.
Natürlich ist diesem Finanzexperten genausowenig wie anderen interessierten Bürgern entgangen, dass sich das bundesdeutsche Lohnniveau geradezu im freien Fall nach unten bewegt, damit an anderen Stellen die Konten unserer asozialen Leistungsträger immer schneller anschwellen und ihnen weitere Möglichkeiten eröffnet werden, ihre steuerrechtlichen Anteile zur Finanzierung unseres vorgeblichen Sozialstaates mit gewissenloser Ellbogenmentalität am Fiskus vorbei gewinnträchtig in ausländischen Steueroasen anzulegen.
Beträgt der Regelsatz zur Zeit noch 359 €, sollen sich gemäß der Vorstellung dieser Volkskakerlake demnächst alle Hartz-IV-Bezieher mit nur mehr 240 € Euro begnügen dürfen.

Dass damit der Weg in die Kriminalität der meisten Soziahilfeempfänger vorgezeichnet ist, dürfte hier bereits mit bedacht einkalkuliert sein.
Schließlich benötigte dieses Land schon immer geschichtsträchtige Minderheiten um seine Mitmenschen so weit zu erniedrigen, um sich selbst als Hungerleider zu höherem berufen zu fühlen.

Für Subjekte wie Franz und Seinesgleichen habe ich nur abgrundtiefe Verachtung übrig und wünsche ihnen nichts mehr als einen überfetteten Schlaganfall an den Hals, der sie bei vollem Bewusstsein zwingt, sich bis zum Ende ihres elenden Daseins von billigen Arbeitssklaven pflegen zu lassen.

Und hier das heiße Pamphlet, mit dem Flächenbrände entfacht werden:

Meldung vom 07. 02. 2010
Wirtschaftsweiser will Hartz-IV-Satz um 30 Prozent kürzen


Der Chef der Wirtschaftsweisen, Wolfgang Franz, hat eine drastische Absenkung des Hartz-IV-Regelsatzes gefordert. Gleichzeitig müssten die Hinzuverdienstgrenzen angehoben werden, sagte er. "Wer Arbeitslosengeld II bezieht, gering qualifiziert ist und Kinder hat, steht einschließlich der Zuschläge häufig finanziell besser da als der Nachbar mit schlecht bezahlter Vollzeitstelle", sagte der Chef des Sachverständigenrates der Bundesregierung zur Begründung.
Franz forderte zudem, gleichzeitig die Hinzuverdienstgrenzen für Bezieher von Arbeitslosengeld II anzuheben. "Im jetzigen System sind die Arbeitsanreize für Transferempfänger unzureichend", sagte er der "Wirtschaftswoche". Derzeit liegt der Hartz-IV-Regelsatz für alleinstehende Erwachsene bei 359 Euro, für Kinder deutlich niedriger. Das Bundesverfassungsgericht entscheidet kommende Woche voraussichtlich über die Höhe des Satzes für Kinder. Hinzuverdienen dürfen die Alg-II-Empfänger 100 Euro ohne Abzug, darüber hinausgehende Einkommen bis zu 800 Euro werden zu mindestens 80 Prozent vom Arbeitslosengeld II abgezogen.
Franz schlug nun vor, nur noch 50 Prozent des hinzuverdienten Geldes vom Arbeitslosengeld II abzuziehen, und das auch erst ab 200 Euro Verdienst. "Wer sich dann nicht um Arbeit bemüht oder angebotene Jobs ablehnt, nun gut, der muss dann eben - wie es eigentlich jetzt schon die Regelung ist - mit sehr, sehr wenig Geld auskommen", sagte Franz.
Eine Studie des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung in Mannheim, dessen Präsident Franz ist, ergab, dass Sanktionen gegen Alg-II-Bezieher offenbar die Bereitschaft erhöhen, wieder eine reguläre Arbeit aufzunehmen. Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, kommt es demnach darauf an, ob und wie hart Jobcenter Hartz-IV-Empfänger für Fehlverhalten sanktionieren und etwa den Regelsatz kürzen.
Bei "strengen" Jobcentern liege die Wahrscheinlichkeit, dass Langzeitarbeitslose acht Monate nach der Sanktion wieder eine sozialversicherungspflichtige Stelle haben, im Durchschnitt bei 70 Prozent. Bei Jobcentern ohne oder mit nur geringer Sanktionsaktivität liegt der Satz laut ZEW lediglich bei 20 Prozent.
Que http://de.news.yahoo.com/2/20100206/tpl ... b3.htmllle:


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