Diakonie mit dünnen Zahlen als Grundlage am r. Tisch Berlin?

Verantwortung im Spiegelbild der Realitäten.

Moderator: Klaus

Klaus-alt
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Diakonie mit dünnen Zahlen als Grundlage am r. Tisch Berlin?

Beitragvon Klaus-alt » So 12. Dez 2010, 09:43

Geschrieben: 31.12.2009 19:49
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Heute erhielt ich via Verteiler so eine Art Arbeit/Positionspapier der Diakonie zur Aufarbeitung einstiger Erziehungspraktiken innerhalb ihrer Einrichtungen, dass offensichtlich als künftige Bewertungsgrundlage am runden Tisch eingesetzt werden soll.

Wenn ich mir das dünne „statistische“ Material so betrachte, dann kann ich nur hoffen, dass die Diakonie nicht auf die Idee kommt, die Ergebnisse dieser Umfrage als Grundlage möglicher Entschädigungsausgleiche am runden Tisch zu missbrauchen.

Denn hier sehe ich aufgrund der spärlichen Resonanz von ex-Heimkinder mit „problematischen“ Erfahrungen gegenüber ihren einstigen Heimen die Gefahr gegeben, dass sich die Diakonie mit derartigen Ergebnissen wunderbar aus kostenträchtigen Verantwortungen stehlen könnte.
So ein Vorgehen wäre in jeder Hinsicht unlauter, ja ich möchte sogar meinen betrügerisch, da hier die Heimträger genau jene belastenden Aspekte ausgrenzen und der Öffentlichkeit zu unterschlagen versuchen, die nicht nur in studierten Fachkreisen hinlänglich bekannt sind.

Wie z.B. dass noch immer die wenigsten ex-Heimkinder ein Gefühl für die Tragweite ihrer destruktiven Erziehung in ihren einstigen Heimen entwickelt haben.
Dies zeigt mir die persönliche Erfahrung (2007/8), eines ehemaligen Gruppenmitglied meines Heimes, der damals das ausgewiesene schwarze Schaf unserer Gruppe darstellte, auf dem nahezu jeder ungestraft herumhacken, schlagen, bestehlen, demütigen, fälschliche Beschuldigungen abladen durfte. Just dieser trug sich nun vor einiger Zeit (ohne Ironie) im Gästebuch meines ehemaligen Heimes (Gotteshütte in Kleinenbremen) mit lobenden Dankesworten über die damals „so schöne“ Zeit ein.
Also ehrlich, ich war sprachlos, als ich diese Zeilen von ihm las.
Wenn also selbst ausgewiesen gelittene Menschen ihre Heimzeit im nachhinein noch immer derart verklären, um trotz tiefster seelischer Verletzungen einigermaßen mit der Gegenwart zurecht zu kommen, dann dürfte wohl auch nachvollziehbar werden, warum nicht längst viel mehr gewaltbetroffene Menschen ihr erlittenes Unrecht reklamiert haben.
Diese Verklärung trägt zu einer verbreiteten Verunsicherung bei anderen Betroffenen bei. Denn warum sollten sie heute noch eine Beschwerde anmelden, wenn andere Heimbewohner signalisieren, dass die einstige Heimzeit doch gar nicht sooo schlecht war?

Auch hier kann ich wieder meine eigene Erfahrung ins Feld führen.
In dem ich z.B. noch 2004/5 gegenüber unseren australischen „Freund“ Mitchel in einer Email beschrieb, dass es bei uns bis auf Schläge mit Handfegern, Gummi- und Holzlatschen, Kleiderbügel auf den nackten Hintern, bis diese zerbrachen, oder wuchtigen Ohrfeigen, zu denen man vorher die Brillen abzusetzen und gefälligst die Hände unten zu halten hatte, wie auch Haareausreißen und exzessives Ohrumdrehen, (die mir heute immer mal wieder unwillkürlich anfangen zu schmerzen,) ja kaum Gewalt in unserem Heim gegeben hat.
Soll heißen, auch ich habe erst viel später begriffen, dass all diese Erfahrungen nichts anderes als Gewalt in Reinkultur darstellten, die mir nur deshalb noch nicht richtig bewusst waren, weil diese Praxis der täglichen Normalität entsprach.
Nicht zuletzt auch deshalb, weil sicher nicht nur ich zuvor von Haus aus Schlimmeres gewohnt waren.
Selbst heute bin ich noch davon überzeugt, dass es uns in der Gotteshütte gemessen an anderen Einrichtungen noch verhältnismäßig gut ging.

Nur die relativ hohe Suizidrate aus einem recht kleinen Kreis von damaligen Bekannten, macht hier etwas stutzig, dass da neben der sichtbaren Gewalt noch weitere Aspekte eine tiefgreifende Rolle mitgespielt haben müssen, um den Menschen die soziale Integration in ihr späteres Lebensumfeld so sehr zu beeinträchtigen, um nur noch Flucht in den Tod als Ausweg zu erkennen.
Ja, fast hätte es mich mit 22 Jahren auch erwischt, wenngleich ich rückblickend bis auf mein sprichwörtliches Mitleiden über die ungerechten Umstände dieser Welt, keinen festen Punkt ausmachen kann, um damals Schluss machen zu wollen.

Ist es demnach doch kein Zufall, warum die moderat erscheinende Gotteshütte im vorliegenden Diakoniebericht als eine jener wenigen Einrichtungen hervorgehoben wird, zu der sich mehr als 15 Personen mit problematischen Erfahrungen gemeldet haben?
Schade, dass ich bislang niemanden davon kennen gelernt habe.

An diesem Beispiel wird recht anschaulich das schiefe Zerrbild anderer Heimeinrichtungen erkennbar, die durch weit restriktivere Umgangsformen bekannt wurden, aber dennoch kaum beschwerdeführende ex-Heimbewohner/Innen aufweisen.
Hier besteht meiner Ansicht nach, für alle Heimträgerschaften die Verlockung sich mit derart unzulässigem Zahlenmaterial nur allzu leichtfertig aus ihrer Verantwortung zu winden.
Ich kann demnach nur hoffen, dass dieses Papier am runden Tisch in Berlin am besten überhaupt keine Verwendung findet.

Mir will sich auch nicht so recht erschließen, wie die Diakonie auch nur annähernd von einzelnen Kontakten ehemaliger Heimbewohner/Innen zu ihren einstigen Heimen auf irgendwelche gesicherte Zahlen zurückgreifen will.
Denn hat die Diakone, Karitas oder staatliche Heimträgerschaften etwa einen nachhaltigen Aufruf gestartet um ex-Heimkinder zu einer Kontaktaufnahme mit ihren einstigen Einrichtungen zu animieren?
Der würde meiner Ansicht nach eh ins Leere laufen, da davon auszugehen ist, dass selbst problembewusste ex-Heimkinder kaum ein Verlangen haben, sich mit ihren einstigen Heimen in Verbindung zu setzen.
Was sollte es bis auf mögliche Akteneinsichten auch bringen?
Weder sind die Nachfolgeträger in der Lage sich bei den Betroffenen in angemessener Forum zu entschuldigen, noch wären sie befugt Ehemaligen gegenüber Entschädigungen zu leisten.
Und nur mal für ein Käffchen zu betont freundlichen aber unbekannten Heimleitungen vorbeizukommen, dürfte von Ausnahmen abgesehen eher illusorisch anmuten.
Nicht zuletzt, da sich die meisten Ehemaligen eh mit Ihrer Biografie abgefunden und ihr gegenwärtiges Leben so gut es irgend ging eingerichtet haben.
Da würde das Aufkratzen schambehafteter Erlebnisse, ähnlich wie ein entstehendes Opferbewusstsein nur wieder erneut demütigend und verletzend wirken.

Wenn der runde Tisch und die beteiligten Heimträger ein aufrichtiges Interesse hätten, um ehemalige Heimkinder zu erreichen, dann hätten sie diese mit entsprechend ernsthaften und wiederholten Erklärungen über Zeitungsaufrufen, Funk und Fernsehen, oder auch persönliche Anschreiben längst erreichen können.
Dieses Bemühen ist bislang ausgeblieben und legt für mich im bisherigen Vermeidungsverhalten den Schluss nahe, die eigene Schulddimension so klein zu halten, um Betroffenen, egal ob sie sich von selbst gemeldet haben oder nicht, möglichst jede kostenträchtige Entschädigung für den Verlust an Lebensglück/Freude und verhinderten Lebensperspektiven vorzuenthalten.
Hier können sich Staat und Kirche über die biografisch bedingte Apathie der Betroffenen glücklich schätzen, die es bislang nicht geschafft haben zu einer solidarischen Gemeinschaft zusammenzufinden, um ihrem Anliegen mehr öffentlichen Nachdruck zu verleihen.

In diesem Zusammenhang erscheint mir auch das zurückhaltende Interesse der öffentlichen Medien erwähnenswert, die entgegen weit banalerer Themen, von Ausnahmen abgesehen, kaum Bereitschaft zeigen, diesen gesellschaftsbedeutenden Skandal und dessen Aufarbeitungsbemühungen am runden Tisch in Berlin, wie inzwischen auch auf Länderebenen zu begleiten, oder dessen Wirken opferorientiert zu hinterfragen.
Ich kann nur hoffen, dass diese gleichgeschaltete Zurückhaltung nicht auf ideologische Nähen verbliebener Medienmogule gegenüber Kirchen und Politik begründet ist, um die Befürchtung zu nähren, dass mit dem Ergebnis derart fragwürdiger Arbeitspapiere von Diakonie und Karitas die unrühmliche Heimkinderproblematik kein sauberes, aber dafür umso stilleres Ende nehmen wird.

Das Arbeitspapier ist unter der Originaladresse:
http://www.diakonie-rwl.de/cms/media//p ... ader_1.pdf

Nur zu erreichen, wenn der Link zusammenhängend in die Web-Adressleiste kopiert wird.

Ansonsten auch über folgenden Link aufzurufen:
http://www.ex-heimkinder.de/Dokumente/Diakonie-1.pdf

Mir bleibt zum gegenwärtigem Zeitpunkt nur noch eines, nämlich allen Besucher/innen und Lesern einen guten Rutsch und ein friedliches und gesundes Jahr 2010 zu wünschen.
MfG. Klaus

Serafin-alt
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Re: Diakonie mit dünnen Zahlen als Grundlage am r. Tisch Ber

Beitragvon Serafin-alt » So 12. Dez 2010, 09:43

Geschrieben: 02.01.2010 12:51
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Traurig aber wahr!
Eigentlich,so scheint mir ging es in den vergangenen Jahren immer um Zeit gewinnen und nun können die Tatsachen ganz in Ruhe verfälscht werden. Ein wirkliches Interesse an Aufklärung hat sich totgelaufen und ein kleiner Rest ist nicht mehr aussagekräftig genug.
Mir persönlich tut es furchtbar Leid, daß so wenig Ehrlichkeit vorhanden ist und die Vertuschung immer mehr Einzug hält.

Klaus-alt
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Re: Diakonie mit dünnen Zahlen als Grundlage am r. Tisch Ber

Beitragvon Klaus-alt » So 12. Dez 2010, 09:44

Geschrieben: 03.01.2010 08:22
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Hi Serafin
Der Zeitfaktor dürfte sicher allen Heimträgerseiten im eigenen Interesse angenehm entgegenkommen.
Als erheblicher Verzögerungsfaktor muss in diesem Zusammenhang aber auch die urdeutsche da bildungsbedingte Obrigkeitshörigkeit betrachtet werden, die nahezu jedes Eigenengagement im Warten darauf erstick, welchen Vorgaben von staatstragender- bzw. wissenschaftlichen Seiten gefolgt werden kann.
Und da staats-, bzw. kirchlicherseits verständlicherweise nur verhalten bis kein wirkliches Interesse bestand, dieses Kapitel deutscher Geschichte und damit das eigene Selbstverständnis kritisch zu hinterfragen, hat es halt auch ziemlich lang gedauert bis namhafte Galionsfiguren aus Forschungsbereichen Staat und Kirche genug Leitmaterial vorgegeben haben, um begangenes Unrecht auch als solches zu benennen.

Nachdem nun besonders die Professoren Kappeler und Schrapper einstige Erziehungspraktiken unmissverständlich als Staats, bzw. ethisches Versagen der Kirchen gebrandmarkt haben, wagen sich endlich auch zunehmend untergeordnete Organisatoren, dieser Richtlinie zu folgen.
Da tut sich inzwischen schon einiges an erwachendem Unrechtsbewusstsein.
Hier vermisse ich lediglich noch entsprechende Vorgaben, die begangenes Unrecht nicht nur als eklatante Menschenrechtsverstöße anerkennen, sondern gleichfalls den Anspruch geschädigter Mitmenschen erkennen, auch angemessen ENTSCHÄDIGT zu werden.
Denn es kann ja wohl nicht angehen, diesen Anspruch mit dem Hinweis auszuhebeln, dass diese irreparablen Schädigungen gar nicht angemessen entschädigt werden könnten.
Es ist zwar richtig, dass die Schäden in den meisten Fällen irreparabel bleiben werden.
Es ist aber mal wieder unglaublich anmaßend diesen Menschen nun eine Entschädigung vorzuenthalten, um ihnen den Rest des Lebens in würdevoller Selbstständigkeit zu ermöglichen, die ihnen zuvor vielfach durch restriktive Erziehung und verquerte Heilsdoktrinen verwehrt war.
Also nur nicht unnötig aufregen. Wir werden die Entwicklungen interessiert weiter verfolgen. :icon_freu
MfG. Klaus

Serafin-alt
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Re: Diakonie mit dünnen Zahlen als Grundlage am r. Tisch Ber

Beitragvon Serafin-alt » So 12. Dez 2010, 09:45

Geschrieben: 03.01.2010 10:50
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@ Klaus,
da haben wir doch schon den Salat!
Es ging also doch die ganze Zeit darum, sich vor etwaigen Entschädigungen zu drücken. Genau das habe ich schon einige Zeit im Hinterkopf und bin wieder einmal nur verwundert, wie sich alles Bewahrheitet.
Um so besser für die Organisationen, wenn sie möglichst wenige Betroffene aufweisen kann und diese sich zum größten Teil mittlerweile müdelaufen.
Mittlerweile habe ich das Thema Geld und Verantwortung übernehmen so satt, weil sich ja selbst heute in diesen Punkten noch nicht viel verändert hat.Habe ja die lebenden Beispiele selbst zu Hause. Wie wollen die Organisatoren die Vergangenheit aufarbeiten, wenn sie noch heute bessere Aufbewahrungsanstalten betreiben?

Gruß
Serafin

Keesi67-alt
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Re: Diakonie mit dünnen Zahlen als Grundlage am r. Tisch Ber

Beitragvon Keesi67-alt » So 12. Dez 2010, 09:45

Geschrieben: 04.01.2010 10:53
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HALLO IHR ZWEI!

Bei mir kommen gerade eigenartige Gedanken herrauf, die ich sehr schlecht wahrscheinlich rüberbringen werde aber ich versuch es mal.

Lieber Klaus diese gedanken haben nur mit den heutigen Heimkindern zu tun oder zu mindestens nicht mit deinem Klientel!

Ich finde man kann nicht immer nur den Staat in die Verantwortung ziehen. Deine Kinder zum Bsp. Serafin, hat doch die Mutter zu verantworten, wieso werden die Eltern nicht zur Verantwortung gezogen, warum kommen die nicht in solche "Erziehungseinrichtungen" . Ich finde wir sind doch alle für uns selbst verantwortlich, wieso kann es dann solche Verwahrlosungen geben, oder die FAS Kinder. Uns wird doch immer gesagt man soll kein Alkohol trinken während der Schwangerschaft, sie hat gewusst was passieren kann. Warum tun Eltern so was! Ich werde auch keine Entschuldigung von meinen Eltern bekommen, geschweige eine Entschädigung für meine verlorene Kindheit. Und meine Mutter ist eigentlich als ein gutes und glückliches Kind aufgewachsen. Es ist einfach so, wenn die Eltern schon keine Verantwortung übernehmen warum soll das dann der Staat tun.?
Liebe Grüße von Keesi

Serafin-alt
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Re: Diakonie mit dünnen Zahlen als Grundlage am r. Tisch Ber

Beitragvon Serafin-alt » So 12. Dez 2010, 09:47

Geschrieben: 04.01.2010 16:22
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Hallo Keesi,
in der heutigen Zeit mag es schon so sein, wie Du sagst. Doch gab es zu früheren Zeiten, da wurden die Kids quasi einfach abgeholt, weil irgendwelche Denunzianten unterwegs waren, um sich wichtig zu tun. Auch in den Fällen, wo Kinder wirklich aus dem Umfeld heraus mußten, wurde nicht lange gezappelt. Dennoch war die Unterbringung in den Einrichtungen oft das schlimmste, was man diesen Kindern hätte antun können.
Aber auch so war die Fürsorge viel schneller im Einsatz als heute.
Es ist aber auch so, wie in meinem Fall, da legt die Mutter die Verantwortung in die Hände des Staates. Dies nennt man auch Fürsorgeerziehung. Freiwillige Hilfemaßnahmen beeinhalten weiterhin Rechte und Mitsprache beim Kind.

Serafin

Serafin-alt
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Re: Diakonie mit dünnen Zahlen als Grundlage am r. Tisch Ber

Beitragvon Serafin-alt » So 12. Dez 2010, 09:47

Geschrieben: 20.01.2010 22:45
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Da bitte sehr, die Zweifel waren schon da, nur durch die gegnerische Seite. Habe hiermit die Glaubwürdigkeit der Heimkinder und die Beweiskraft der Institutionen noch einmal hervor gesucht.
Es wäre innerhalb einer Einheit einfacher gewesen, als der kleine klägliche Rest, welcher sich in Berlin einfand. Ich kann mir nicht elfen, aber: viele Köche verderben den Brei!


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