Die Zeit nach dem Heim in Kurzform

Karriere, Absturz und Erwachen.

Moderator: Klaus

Hegele-alt
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Die Zeit nach dem Heim in Kurzform

Beitragvon Hegele-alt » Mi 24. Nov 2010, 14:55

Geschrieben: 24.11.2007 23:45
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Bin nach dem Heimaufenthalt 1979 nach Karlsruhe gezogen.

da ich meine Ausbildung als Schlossser abbrechen mußte (Gelenke un Bandscheiben durch Kinderarbeit hinüber), arbeitete ich als Lagerarbeiter.

1980 lernte ich meine EX-Frau kennen.
Im Sommer 1981 merkten wir, das Sie schwanger ist. Im Oktober 1981 heirateten wir und am 23.12.1981 kam meine Tochter Nicole zur Welt.
Seit diesem Zeitpunk arbeitete ich noch mehr, weil das Geld zum täglichen Leben nicht reichte und Sozialhilfe ich aus Stolz nicht wollte.

Meine Ex kontrollierte mich mit der Zeit auf Schritt und Tritt, und wurde sehr Eifersüchtig, wenn ich mal 5 Minuten später von der Arbeit nach Hause kam ( Stau ).

Mit der Zeit merkte ich, wie sich meine EX immer mehr veränderte und unser Kind des öfteren Schlug. Eines Tages drohte Sie mir, das Kind Umzubringen. Da war der Ofen bei mir aus und ich ging mit meiner Tochter zum Jugendamt, mit der Bitte mir zu helfen. (Mein Kind soll ja nicht in ein Kinderheim müßen)

Mir wurde geraten, Nicole sofort zu meiner Schwester in Karlsruhe zu bringen. Des weiteren bekam meine Tochter über das Jugendamt sofort einen Platz bei der AWO, wo ( 2 Betreuer für 8 Kinder ) sie auf Kosten der Stadt Karlsruhe mit dem Taxi (zahlte auch die Stadt ) nach der Schule den Nachmittag verbrachte. Abends wurde sie mit dem Taxi nach Hause (Schwester ) gefahren.

Zwei Jahre dauerte die Scheidung und das Sorgerecht um Nicole.
Das Sorgerecht wurde mir zugesprochen und für meine EX wurde das Besuchsrecht vom Gericht abgelehnt.

Kurz darauf verlor ich meine Arbeit ( Grund Arbeitgeber: Als Lagerleiter kann er einen Alleinerziehenden Vater nicht gebrauchen, da man, wen das Kind erkrankt, ausfällt).

Den anschliesenden Unterhaltsprozess habe ich leider verloren, weil, laut Richter, der Mann immer den Unterhalt leisten muß, egal ob er das Kind erzieht oder nicht.
"Rechtsstatt ich Grüße Dich"

Kurz darauf lernte ich meine heutige Frazu kennen und lieben.

Ende 1991 zogen wir mit meiner Tochter in eine gemeinsame Größere Wohnung nach Neureut. Ich begann eine Umschulung zu Techn. Zeichner und wir heirateten. Am 14.08.1994 kam mein Sohn Lars zur Welt. Sofort kam die Kündigung des Vermieter, wegen Eigenbedarf, aber der ware Grund war, daß das Kind auch mal in der Nacht angefangen hat zu Schreien.
"Kinderfreundliches Deutschland?????????"

1995 war der nächste Umzug nach Oberreut in eine Sozialwohnung.
Ich Arbeitete seit 1995 als Techn. Zeichner bei einem Ing. Büro.

Juli 1996 hatte meine Frau eine Fehlgeburt. Sie wurde Samstags ins Krankenhaus eingeliefert. Ich rief sofort meinen Arbeitgeber an, ich sollte am Samstag und Sonntag dringende Aufträge der Firma erledigen, und teilte Ihm mit, das ich nicht Arbeiten könnte da meine Frauim Krankenhaus liege und ich mich um meinen 2 Jahre alten Sohn kümmere müßte. Er verweigerte mir die Freistellung von der Arbeit. Darauf brachte ich für den Samstag und Sonntag meinen Sohn zu meiner Schwester.

Am Montag hatte ich über die Krankenkasse ein Hilfe bekommen. Leider wurde ich am Montagabend selber krank ( hohes Fieber ). Dies Interesierte Meinen Chef überhaupt nicht. 4 tage später am Freitag brach ich in der Firma zusammen und wurde mit dem Notarzt in die Klinik gebracht. Montags (ich war wieder zu Hause wegen dem Kind unter der Bedingung des Arztes, ich sollte mich schonen) rief mein Chef an das ich doch kommen sollte. da ja eine Hand die andere wäscht. Das war dan doch für mich zuviel und sagte Ihm, meine Gesundheit ist mir lieber, als das man mich mit den Füßen vorraus aus der Firma trägt. Seit diesem Zeitpunkt wurde ich in der Firma geschitten.

Am 30.07.1997 kam dan mein Sohn Jan auf die Welt. Da ich leider immer noch zu wenig verdiente, beschlossen meine Frau und ich, daß ich die 3 Jahre in den Erziehungsurlaub gehe.
Oh mann, war das schwer. Bei den Behörden unverständnis, Einrichtungen nur für Mütter mit Kinder, ganz zu schweigen von der Rentenversicherung ( Kindererziehungszeiten, jedes Jahr ein neuen Antrag, bei Männern die imErziehungsurlaub sind, bei den Frauen geht das automatisch).
Aber trotz allem wollte ich diese Zeit nich vermissen.

Im Jahre 2000 teilte ich meinem Arbeitgeber mit, daß ich am 01.08.2000 wieder zurück an den Arbeitsplatz komme. Oh du Wunder, genau 7 Tage nach dieser ankündigung bekam ich die Kündigung. Ich wehrte mich vor Gericht und habe gewonnen und anschliesend doch verloren, da mein Chef mein Gehalt von 4 Monaten nicht bezahlte und anschliesend Insolvenz angemeldet hat. Katastrophe war das ich 6 Monate vorher einen Hauskauf getätigt hatte.

2001 zogen wir in unser neues Haus ein und haben alle schwierigkeiten gemeistert. Meine Kinder wachsen sehr klücklich auf zumindest habe ich den eindruck davon. Aber seit 2006 zogen bei mur dunkle Wolken auf wegen meiner Vergangenheit.

Gruß Hegele

Klaus-alt
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Re: Die Zeit nach dem Heim in Kurzform

Beitragvon Klaus-alt » Mi 24. Nov 2010, 14:56

Geschrieben: 25.11.2007 10:58
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Oh Manno
Wenn ich sowas lese, dann könnt ich auch die Motten kriegen. :traurig
Vielen Dank Hegele, für diesen aufschlussreichen Einblick in deutsche Gesinnungsstuben, der einmal mehr die Kluft zwischen öffentlichen Anspruch und erlebbarer Realitäten aufzeigt.

Ich kann Dir da nur wünschen, dass Ihr es nun über den sogenannten Berg geschafft habt. Finanziell und als Familie meine ich.

Denn ja, ich ahne schon, dass da noch etwas hinterher kommt.
Lass Dir Zeit und geh mit Deinen Kräften sorgsam um :icon_freu
LG KLaus

Christa-alt
Beiträge: 31
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Re: Die Zeit nach dem Heim in Kurzform

Beitragvon Christa-alt » Mi 24. Nov 2010, 14:58

Geschrieben: 25.11.2007 15:33
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Wenn ich sowas lese, dann könnt ich auch die Motten kriegen


mir geht es auch so...wünsche dir viel Kraft,lieber Hegele

lieben Gruß
christa

Bärchen-alt
Beiträge: 108
Registriert: Do 18. Nov 2010, 06:24

Re: Die Zeit nach dem Heim in Kurzform

Beitragvon Bärchen-alt » Mi 24. Nov 2010, 14:58

Geschrieben: 10.12.2007 06:55
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Gelesen und wünsche Alles, Alles Liebe Dir für Deinen weiteren Lebensweg

Ursula :icon_freu


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