Die Zeit danach....

Karriere, Absturz und Erwachen.

Moderator: Klaus

Carmen-alt
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Die Zeit danach....

Beitragvon Carmen-alt » Mi 24. Nov 2010, 14:27

Geschrieben: 01.12.2006 18:40
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Nun ich kam ja zu Pflegeeltern das war 1966 am 1 Dezember. Am 23.12 wurde ich 8 Jahre. Die Initiative mich zu nehmen kam wohl von meiner Pflegemutter aus.

Mit meinem Pflegevater na das war so eine Sache. Er hat mich nicht abgelehnt. Komisch zu erklären....Abstand hielt er von mir. Zuerst nannte ich beide Tante und Onkel. Er war ein Mensch der keine Gefühle zuliess. Kam ich an um ihn zu umarmen, hielt er mich irgendwie von sich weg.

Meine Rache war fürchterlich, lach....Er hatte die Haare zurückgekämmt. Immer hatte er einem Kamm in der Hosentasche. Oft am Tag kämmte er sich die Haare zurück. Klein-Carmen schlich sich von hinten heran und, Schwupp ein wisch von hinten nach vorne und die Haare hingen im Gesicht, Beine in die Hände und futsch war Klein-Carmen. Da musste er doch immer lachen. Als ich ihn Pappa nannte, so ein halbes Jahr später, hatte er Tränen in den Augen.

Will damit sagen, als Kind ist man zuerst traurig wenn man meint nicht angenommen zu werden. Das das Gespühr da ist zu erfahren warum das so ist. Bei meinem Pflegevater war es so, seine Erziehung war schuld daran Gefühle zu zeigen. Das weiss man als Kind aber nicht. Er wurde 1911 geboren und da war noch die Erziehung mit Stock an der Wand.

Deshalb muss es nicht immer nur im Heim schlecht gewesen sein. Er wuchs in einer Familie auf da herschte noch Zucht und Ordnung.

Auch ein Familienleben kann einen prägen fürs Leben.
Schade nur das er seine Gefühle immer unterdrückt hat. Damit hat er Lebensquallität verloren.

Er hat mich nie geschlagen, obwohl ich manches mal nicht einfach war.

So erst einmal Schluss, mir kommen die Tränen.

Liebe grüsse

Jessy-alt
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Re: Die Zeit danach....

Beitragvon Jessy-alt » Mi 24. Nov 2010, 14:28

Geschrieben: 01.12.2006 20:58
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ist trotzdem eine süsse geschichte carmen.
ich denke schon, dass er dich geliebt hat, sonst wäre er nicht bei dem wort "papa", so gerührt gewesen.
ich denke es gibt viele menschen, den beigebracht wurde, keine gefühle zu zeigen.
gerade männer die gefühle zeigen, werden ja auch oft von der gesellschaft als softi, muttersöhnchen oder memme bezeichnet...
ich denke, daher rührt das auch noch so ein bischen...
gerade zu dieser zeit hiess es, komm heul nicht, sei ein mann!!!
hat mir mein opa mal gesagt, das gefühle zeigen bei männern out war, der trend wechselt glaub ich, jetzt erst so langsam dahin, das männer nicht mehr als weicheier gelten, wenn sie auch mal zeigen, das sie ein sanftes herz haben können.

lg jessy

anonym-alt
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Re: Die Zeit danach....

Beitragvon anonym-alt » Mi 24. Nov 2010, 14:29

Geschrieben: 01.12.2006 22:09
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Ich werde hier Tschüss sagen Hat mich gefreut euch kwennenzulernen.....mein Horrorleben geht weitwer
nichts und niemand kann helfen...


Beichte unter Marlo--------------

anonym1-alt
Beiträge: 13
Registriert: Fr 19. Nov 2010, 18:20

Re: Die Zeit danach....

Beitragvon anonym1-alt » Mi 24. Nov 2010, 14:29

Geschrieben: 01.12.2006 22:18
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das hört sich nicht gut an, was ist denn passiert???

anonym-alt
Beiträge: 62
Registriert: Do 18. Nov 2010, 21:37

Re: Die Zeit danach....

Beitragvon anonym-alt » Mi 24. Nov 2010, 14:30

Geschrieben: 02.01.2007 20:36
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Hallo Carmen
Ich kann Jessy nur zustimmen, Ihm wären sicher nicht tränen gekommen wenn du ihm egal gewesen wärst. Was anderes Fällt mir auf. Ich habe ich mich auch über jahre, weit später nach dem Auzug von meinen Pfl- eltern immer noch entschuldigt und gesagt na, ja war halt etwas schwierig. Was definitiv nicht stimmt. Andere Kinder Haben bedeutend mehr misst gebaut als ich. Kinder sind Kinder und keine Puppen Im Schrank.!!!!!! Meine Letzte Freundin hatte eine Tochter.Als ich sie kennenlernte war sie 9j das ist jetzt gut 10j her. Ich habe sie gleich angenommen. Und sie, das ist nicht mein Pappa. Und jetzt es gibt einen Erzeuger und einen Seelenpappa Ich bin der Seelenpappa und keiner darf etwas böses über mich sagen was nicht stimmt. Sie ist meine Tochter und sie ist es gern!!!! Ich habe viel um sie gekämpft. Es ist einfach liebe und verständnis, hilfe und fürsorge die Kinder zu den Kindern der bezugspersonen machen. Uns so bin ich nicht stiefvater sondern Seelenpappa. Ein stück ist wohl sich dem Menschen zu öffnen immer wieder. Auch heute noch als Erwachsener. Vertrauen In andere ist wohl eben für andere auch so ein Thema. Ich versuche es immer wieder und bin ein sehr freundlicher liebevoller Mensch. Auch wenn ab und an mal Angst durchkommt. Aber so ist es. Aber Conni Ich finde er hat dir das gegeben was er konnte.
Mein Satz ist Es ist gut so , wie es ist!


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