
1.
Begegnungen mit Heimkindern haben für viele Menschen etwas beklemmendes
an sich.
Nicht selten stellt sich bei uns spontan ein Gefühl von Mitleid ein.
Weil wir uns in einem solchen Augenblick vorstellen können, wie schmerzlich
es sein muss, fern der Familie ständig von fremden Menschen in einem
streng geregelten Tagesablauf kontrolliert zu werden und mit anderen fremden
Kindern den Verlust der persönlichen Entscheidungsfreiheit teilen zu
müssen.
Eine grauenhafte Vorstellung.
Kinder- oder Erziehungsheime, früher auch brutal anmutend Erziehungsanstalten
genannt, stellen wir uns für extrem widerspenstige Kinder vor, mit
denen die Eltern nicht mehr fertig werden.
Sind diese Kinder bereits als Diebe oder wegen anderer krimineller Machenschaften
aufgefallen? Trifft sie damit selbst Schuld, warum sie nun im Heim leben
müssen?
Aber so genau wollen wir es dann auch wieder nicht wissen. Immerhin ahnen
wir schon, dass da einiges nicht in Ordnung ist, was wir nicht nachvollziehen
können. Genauso wenig, wie wir uns vorstellen wollen, wie es wohl in
einem Heim zugehen mag.
Heimumgebungen bleiben für uns demnach rätselhaft fremd und wir
sind froh, wenn sich der Kontakt zu einem Heimkind auf sichere Distanz beschränkt.
Ich denke so ähnlich
wie hier fiktiv aufgebaut, wird es tatsächlich vielen Menschen gehen,
die hier und da mal mit Heimkindern in Berührung kommen.
Gott sei Dank haben die restriktiven Drillmethoden vergangener Jahrzehnte
einem wesentlich liberaleren Erziehungsstil Platz gemacht, der auf eine
positive Persönlichkeitsförderung Wert legt.
Heute werden zwar immer weniger Kinder bei immer kürzerer Verweildauer
in Heimeneinrichtungen betreut, gefördert und gefordert. Doch spiegeln
sich in diesen Tendenzen weniger Kindswohl getragene Erfordernisse ab, als
vielmehr der haushaltspolitische Druck von Bund, Länder und Gemeinden,
um die zunehmend leeren Kassen zu entlasten, wie es z.B. 2007 aus Halle
bekannt wurde. Deren Oberbürgermeisterin Frau Szabados allen ernstes
erwog, ihre rund 300 heimbetreuten Kinder und Jugendliche aus finanziellen
Erwägungen zurück nach Hause zu schicken. Siehe diesen Bericht.
Was hingegen
geblieben ist, sind leider die Gründe, die noch immer Jahr für
Jahr viele Kinder in Heimeinrichtungen führen.
Die Begründungen für diese Maßnahmen veränderten sich
mit der Zeit. So wird heute kaum mehr ein Kind, bzw. jugendlicher Mensch
wegen ideologischer Ansichten in ein Heim eingewiesen werden, wie es in
der Nachkriegszeit vorkam. Nur weil ein Mädchen einen kurzen Rock,
Teenager ausgefallene Kleidung trugen, oder aktuelle Schlager sangen, kommen
heute sicher keine keine Kinder mehr ins Heim.
Wie sie manch gestrenge Sittenwächter der damaligen Zeit noch veranlassten,
um junge Menschen zu denunzieren und mit dem Etikett unsittlichen Lebenswandels
für längere Zeit hinter dicken Mauern verschwinden zu lassen.
Ähnliche Merkmale weisen auch manche einst ostdeutschen ex-Heimkinder
auf, die aus der Mitte intakter Familien gerissen wurden, weil deren Eltern
in ihrem streng kommunistisch geführten Land eine andere Vorstellung
von Gleichheit und Freiheit suchten, oder gar Fluchtgedanken hegten.
Teenagern die eine allzu westfreundliche Auffassung vertraten, konnten ebenso
auf Jahre in staatlichen Heimeinrichtungen, verschwinden, wo ihnen besonders
häufig die ganze Bandbreite indoktrinierenden Drills zuteil wurde.
Waisenkinder, wie in den Nachkriegsjahren der Fall, füllen heute ebenso
keine Heime mehr.
Hingegen mag es früher wie heute noch vorkommen, dass sich Eltern behinderter
oder minder begabter Kinder ihrer Verantwortung entziehen und ihre als entbehrlichen
Ballast empfundenen Kinder nur zu bereitwillig in staatliche Fürsorge
"entsorgen."
Doch Gottlob gehören derartige Fälle noch immer zu den selteneren
Ausnahmem.
Elterliche Vernachlässigung und häusliche
Gewalt als Ursachen.
In erster Linie stellen elterliche Vernachlässigungen und häusliche Gewalt auch heute noch die Hauptursachen für gestörte Persönlichkeiten und deren gesellschaftlichen Folgen dar.
Eine erste Zeitreise
Um die Ursachen von häuslicher Gewalt und fremdbestimmter Heimunterbringung
derart betroffener Kinder zu erklären, bedarf es einer kleinen Zeitreise.
Es ist ja nicht so, dass auffällige oder aggressive Kinder lediglich
eine gegenwärtige Form zivilisierter Verwahrlosung darstellen.
Die Wurzeln für so manches gesellschaftliche Übel, die uns noch
heute das Leben schwer machen, liegen meist weit zurück und finden
sich bereits in der negativ besetzten Begrifflichkeit von Heimkindern, Erziehungsheimen,
einst auch als Besserungsanstalten benannt wieder.

Diese negative Assoziation
hängt mit den wenig rühmlichen Ursprüngen dieser Einrichtungen
zusammen. Denn im Gegensatz zu den Hochglanzbroschüren, in denen ältere
Erziehungseinrichtungen darum bemüht sind ihre historischen Leistungen
im verklärendem Licht eines barmherzigen Gottvater herauszustellen,
waren die Ursprünge der meisten Heimeinrichtungen weniger vom selbstlosen
Dienst am Nächsten geprägt, als vielmehr einem moralischen Feigenblatt
gleich im Bestreben begründet den Besitzstand der saturierten Gesellschaft
vor den europaweit zunehmenden vagabundierenden Kindern und Jugendlichen
zu schützen. Deren Eltern, wie auch sie selbst während der industriellen
Revolution, mit der Erfindung und Einführung von Dampfmaschinen,
Lokomotiven, Telegrafie und besonders mechnischen Webstühlen in Massen
ihre ohnehin niedrig entlohnten Handarbeitsplätze verloren.
Um welches Größenordnung es sich hier handelt, wird bereits deutlich,
wenn in England im Jahr 1760 nicht mehr als 1300 Tonnen Textilien verarbeitet
wurde. 1860 waren es hingegen bereits 190000 Tonnen.
Zu dieser Zeit gab es noch längst keine Sozialsysteme, weshalb die
Arbeiter/innen duch den Verlust ihrer ohnehin niedrig entlohnten Arbeitskräfte
in unbeschreibliche Not und schiere Verzweiflung gerieten. Aufgrund der
daraus resultierenden Armut starben besonders viele einfache Arbeiter an
Krankheiten und Entkräftung. Zurück blieb ein Heer von Waisen
und ausgesetzten Kindern, die kaum eine andere Chance hatten als ihr karges
Überleben durch Betteln oder Stehlen zu bestreiten.
Aus dieser Zeit heraus erklären sich auch heute noch gängige Vorurteile
gegenüber Heimkindern.
Diese werden heute zwar nicht mehr als stehlendes Lumpenpack bezeichnet,
dennoch wird ihnen immer noch mit argwöhnischer Skepsis begegnet.
Der französische Schriftsteller Victor
Hugo, verfasste zu jener Zeit seinen epochalen Protestroman "Les
Miserables" zu Deutsch: "Die
Elenden", um darin ein konturiertes Licht der damaligen Lebensumstände
zu zeichnen.
Von diesen Elenden, sah sich das besser gestellte Bürgertum zunehmend
bedroht. Doch im Gegensatz zu brasilianischen Verhältnissen, in denen
die betuchte Oberschicht in den vergangene Jahren bereits mehrmals dazu
übergegangen ist, sich bettelnder und obdachloser Kinder durch massenhafte
Erschießungen zu entledigen, las man hierzulande, von mehr christlicher
Ehrfurcht getrieben, diese asozialen
Kinder, wie herumstreunende Hunde von der Straße auf, um sie in unwirtlichen
Heimeinrichtungen zu kasernieren. Diese wiesen damals eher den Charakter
von Zuchthäusern auf, und entsprachen nicht annähernd dem irreführenden
Begriff von trautem Heim.
Hinter oftmals schon äußerlich erfurchtsgebietenden Mauern, wurde
ihnen in
preußischer Manier mit restriktiven Drill, Zucht und Gehorsam eingebläut.
(Daher auch der
Begriff "einbläuen" = durch massive Gewalteinwirkung
herbeigeführte Gefäßverletzungen, die durch blau anlaufende
Blutergüsse,
(Hämatome) sichtbar werden.)
Gewalt war gesellschaftlich
ein ohnehin anerkanntes und weit verbreitetes Erziehungsmittel.
Wenngleich die gewöhnlichen Lebensumstände von Arbeiterkinden
der damaligen Zeit bereits sehr hart waren, (Schulbildung war in diesen
Kreisen noch nicht üblich, so dass Kinder schon sehr früh mitarbeiten
mussten.) kann dass, was diesen Kindern in damaligen "Heimeinrichtungen"
angetan wurde, heute nur als schlimmste Form von Kindesmisshandlungen und
Persönlichkeitszerstörung verstanden werden.
Kirchen
und religiöse Vereinigungen in der Schuld
Über dessen finstere Historien, die noch bis in die 80er Jahre des
vergangenen Jahrhunderts reichten und den daraus entstandenen Folgen für
derart betroffene Menschen, die überwiegend konfessionellen Trägerschaften,
sich auch heute noch, nur allzu gern in Schweigen hüllen.
Kirchliche Trägerschaften haben sich darin, wie schon so oft in ihrer
unheilvollen Geschichte, eine grauenvolle Hypothek angehäuft, zu der
sie wie ihre nachgeordneten Organisationen genausowenig bereit sind zu ihrer
Verantwortung zu stehen. Beispiele: Zwangsmissionierungen / Inqusition,
Kreuzzüge, etc.
Im Gegenteil:
Durch ihr Verschweigen, oder halbherziges Lavrieren gegenüber ihren
neuzeitlichen Verfehlungen, lädt sie den Opfern ihrer einstigen "Erziehungseinrichtungen"
weitere Bürden auf, wenn diese eines Tages erst mal das ganze Ausmaß
ihres erlittenen Unrecht zu erfassen beginnen und sich nichts sehnlicheres
als eine Entschuldigung wünschen, mit denen ihnen der Makel des unwerten
Menschen genommen wird, der selbst Schuld daran trägt, was ihnen einst
widerfuhr.
Durch das beharrliche Schweigen der verantwortlichen Trägerschaften,
wird vielen ehemaligen ex-Heimkindern jedoch noch zusätzlich das Brandmal
der Unglaubwürdigkeit auferlegt.
Fakt ist aber nun mal, dass eine große Anzahl völlig unzureichend
vorgebildeter Nonnen, Padres, Diakone und wie sie sich noch in karitativen
Einrichtungen nennen mögen, häufig ihren eigenen durch kirchliche
Doktrinen verursachten Lebensfrust in zuweilen sadistischer Manier an den
ihnen anvertrauten Kindern und Jugendlichen ausließen. Mehr dazu im
Bereich Erfahrungen.
Nur ein kleines Beispiel möchte ich bereits hier anführen, weil
es symptomatisch für den Versuch steht, den einst anvertrauten Kindern
selbst die Schuld und somit die Ursachen ihrer unwürdigen Behandlungen
zuzuschreiben.
Sie bestand z.B. darin, ihnen wiederholt deutlich zu machen welch unwerte
Nichtsnutze sie seien, denen man in schillerndsten Farben eine kriminelle
Zukunft voraussagte.
Diese Praxis ist mir persönlich selbst noch bis Mitte der 70er Jahre
bekannt.
Kein Wunder also, wenn sich dieses Verständnis auch in die übrige Gesellschaft übertrug und es in vielen Familien gängige Praxis war, dass Eltern ihren Sprösslingen nur Heimeinweisung anzudrohen brauchten, um sie gefügig zu machen
Und jedes individuelle Leben fängt nun mal mit der Kindheit an. Menschen, denen jedoch in ihrer Kindheit die Liebe und Zuwendung ihrer Eltern durch direkte oder indirekte Beeinflussung vorenthalten wird, werden oftmals für ihr weitere Leben erheblich in der Wahrnehmung lebendiger Lebensfreude beeinträchtigt.
Von der Vergangenheit
bis in die Gegenwart fehlt es an Ehrlichkeit und Gerechtigkeit
Während wir heute relativ leicht nachvollziehen können, warum
für ein Waisenkind moderner Prägung wenigstens Zeitweise ein Heimaufenthalt
notwendig ist, bevor versucht wird solche Kinder in private Ersatzfamilien
zu vermitteln, stellt sich die Antwort auf die Ursachen in Bezug auf Waisenkinder
alter Prägung noch gänzlich anders dar. Beiden gleich ist "lediglich"
die tragische Gemeinsamkeit, ihre Eltern verloren zu haben. Doch während
Waisenkinder neuerer Zeit, ihre Eltern nahezu ausschließlich durch
unglückliche Zufälle verlieren, verloren Kinder in der Blütezeit
der anbrechenden Industrialisierung ihre Eltern überwiegend durch lang
vorausgehendes Siechtum in erbärmlichster Armut und Krankheit, bis
der Tod sie gnädig von ihrem elendigen Dasein erlöste.
Unwürdig im Sinne eines menschenverachtenden aristokratischen Standes,
sowie des machtrunkenen Klerus und einer zunehmend Einfluss gewinnenden
elitären Bürgerschaft, die um des eigenen Machterhalts und Profitstrebens
schon seit je her, Rechtmaßstäbe aufstellten, die ihnen zum persönlichen
Machterhalt dienten und ihnen selbstherrlich das Recht einräumte sich
selbst als Herren über Leben und Tod anderer Menschen zu erheben.
Entsprechend abschätzig wurde das gewöhnliche Volk wie persönliches
Eigentum behandelt.
Rechtlos.
Gerade gut genug, um der "hohen Obrigkeit" mit abgepressten Abgaben
einen vergleichsweise luxuriösen Lebensstil zu ermöglichen.
Die ach so christlich ausgerichteten Kirchefürsten standen dem in nichts
nach. Hand in Hand mit der weltlichen Obrigkeit, verstanden sie, mit dem
Druckmittel ihrer verquerten Heilsdoktrinen in einfachen Bürgern jene
Ängste zu schüren, um sie als unmündige Marionetten für
ihre Interessen einzusetzen.
Dabei verkörpern sie selbst die Herren, die bis auf den heutigen Tag
Wasser predigen, ansonsten aber gemeinsam mit der weltlichen Obrigkeit die
ersten Reihen der Öffentlichkeit teilen, um sich an erlesenen Gaben
zu laben.
Was spielte es schon eine Rolle, mit moralisch höchst bedenklichen
Staatsführern an einem Tisch zu sitzen? Galt und gilt es noch heute,
die eigenen Pfründe, Macht und Einfluss zu verteidigen.
Siehe das noch heute gültige Reichskonkordat,
mit dem sich die Kirche dem dritten Reich andiente und gleichzeitig Millionen
Menschen verriert.
Menschen interessierte die Kirchenoberen ohnehin nie besonders. Das war
weder zur Zeit der Jahrhundertwende so, als das "asoziale Pack"
hilfesuchend auf ihren Kirchenstufen krepierte, noch in Zeiten des dritten
Reiches als die Kirchenväter den zum Himmel schreienden Holocaust an
Juden und anderen minder bewerteten Bevölkerungsgruppen ignorierten.
Genauso wie sie zu dem Euthanasieprogramm schwiegen, mit dem behinderte,
schwach begabte und asoziale Kinder (= armer Herkunft) zu Tausenden umgebracht
wurden.
Die wenigen Geistlichen,
die den Mut besaßen, um sich dem menschenverachtenden System zu widersetzen
und dafür den eigenen Tod in Kauf nahmen, würden sich im Grabe
umdrehen, wenn sie wüssten, wie sehr sich heute die kirchliche Obrigkeit
darum bemüht, ihre ausladende Schuld mit solch aufrechten Namen zu
ummänteln.
Für eine Institution, die den Anspruch erhebt DIE moralisch letzte
Instanz im Staate zu bilden, und im barmherzigen Sinne Christi tätig
zu sein, muss so ein Verhalten für jeden um Aufrichtigkeit bemühten
Menschen, wie eine niederschmetternde Offenbarung wirken. Sie erlauben eine
Ahnung jener dunklen Abgründe, in denen sich die Hüter der christlichen
Schafherden bewegen.
Sie entlarven sich selbst.
Nein, gewiss nicht als Diener des Herrn oder Menschen, die bereitwillig
zu ihnen emporblicken und von ihnen Orientierung erwarten. Nein, sie haben
sich, um ihre Macht, ihrer zweifelhaften Ehre und ihrs Ansehens willen,
dem schnöden Mammon versklavt.
Sie, wie alle anderen aristokratischen und kapitalistischen
Ausbeuter auch, die sich in ihrer unersättlichen Gier nach immer größerem
REICHTUM und MACHT verzehren!
Machenschaften wie sie inzwischen ZU RECHT auf immer zahlreicheren Internetseiten
beklagt werden. Denn verständlicherweise schweigen sich kirchliche
Führungskräfte zu den dargelegten Fakten wohlweislich aus. siehe
auch aktuell >
> > Kirchenheuchelei
< <
<
Eine sozialkritisch
Betrachtung von Ursachen und Folgen der Armut
Im Jahre 2006 bezogen die deutschen Topmanager der 30 DAX notierten Aktien-Unternehmen
ein durchschnittliches Jahreseinkommen von 3,417 Millioen Euro.
Dies entspricht, bei einer konsequent doppelt hohen Arbeitsleistung (16
Std. pro Tag), gegenüber normalen Arbeitnehmern einem durchschnittlichen
Stundenlohn von umgerechnet etwa 900 Euro!
Peanuts, würde da der führende TOP-Verdiener Herr Wiedeking von
Porsche sagen, der sich 2008 über ein astronomisches Einkommen von
über 20800 Euro pro Stunde
freuen durfte. (2006 nur 15000 € pro Std.)
Dieses Jahresgehalt = 80 Mill. bei 5% Zinsen auf die Bank gelegt, spült
dem Mann jeden Monat durch den leistungsfreien Zinsgewinn Monat für
Monat weitere 333000 Euro in seine Privatschatullen.
Geld, dass ein normaler Mensch zeitlebens nicht mehr ausgeben könnte,
während ein Hartz-IV-Empfänger der von Großkonzernmanagern
zuvor als entbehrliches Humankapital
entlassen wurde, um noch größere Aktiengewinne einzustreichen
von so einem Stundenlohn mehr als 5,3 Jahre auskommen müßte.
Dazu könnte er/sie sich an einer der bundesweit auf über 800 (Stand
2008) angewachsenen Tafeln
anstellen, um sich eines der Überlebensrationen einpacken zu lassen,
die als Reste der reichen Überflussgesellschaft gönnerhaft an
mittllose Arbeitslose, Kinder und Rentner verteilt werden.
Zu dieser Thematik
habe ich bereits in meinem Forum
einige weitere Fakten veröffentlicht.
Denn hier geht es bei weitem nicht um eine abwehrende Neiddebatten, sondern
darum, dass ich derart exorbitante Einkommen angesichts eilends um sich
greifender Not in unserem Land für völlig unmoralisch und überzogen
halte.
Dieser Verwerflichkeit wird die Krone aufgesetzt, wenn man weiß, dass
ausgerechnet diese millionenschweren Wirtschaftsvertreter nicht müde
werde, an die Vernunft appellierend von ihren Arbeitern Lohnzurückhaltungen
zu fordern, hingegen sie sich in den letzten 4 Jahren im Durchschnitt zu
ihren ohnehin schon üppigen Einkommen, satte 62%ige Steigerungen
in die Taschen stopften. (Stand 2006)
Ihre Arbeiter begnügten sich im selben Zeiraum mit nicht mal 3%igen
Einkommenserhöhungen.
Im Jahr 2006 setzte sich die Abgreifmentalität in den Vorstandsetagen
mit Steigerungen bis zu + 114% noch unverholener fort und glauben sich angesichts
amerikanischer Vorbilder noch immer unterbezahlt.
Stimmt, aber es dürfte nur noch eine Frage der Zeit sein,
bis das amerikanische
Finanzsystem aufgrund der immer
rasanter ansteigenden Konzentration unvorstellbarer
Privatvermögen in einer Art Supernova kollabiert und
mit ihr die gesamte Weltwirtschaft ruinieren dürften.
(geschrieben Mitte 2007, man muß
kein Finanzexperte sein, um dies zu erkennen)
So lange diesem Irrsinn nicht staatlicherseits Einhalt
geboten wird, werden wir uns nicht über amerikanische
Managereinkommen von bis zu 1
Milliarden Dollar pro
Jahr wundern müssen. Deren "Verdienste" darin bestehen,
ihre verwalteten Billionen immer schneller zu
vermehren, indem sie mit ihrer finanziellen Übermacht,
über gesunde Unternehmen herfallen sie finanziell aus-
schlachten und die Versorgung der Beschäftigungslosen
der staatlichen Solidargemeinschaft überlassen.
Dieser Irrsinn ist längst bekannt. Aber wundern wir uns wirklich noch,
warum so exzellente
Stimmen, wie die eines Prof.
Günther Moewes in sozialpolitischen verantwortlichen Kreisen
nahezu ungehört verhallen?
Ähnlich, wie diese lesenwerten Beiträge
einer neueren Inititive, die alternative Auswege aus der finanziellen und
sozialpolitischen Erstarrung anbietet. Siehe: www.inwo.de

Damit
erweist sich eindeutig: SIE
sind in Wahrheit die Asozialen - Volksblutsauger, die auf Kosten
der normalen Bürger- und Arbeiterschaft leben, indem sie nicht bereit
sind, ihre oftmals unermesslichen Vermögen angemessen mit jenen zu
Teilen, auf deren Knochen, Schweiß und Blut sie ihren Reichtum angehäuft
haben, weil sie ihre Arbeitnehmer einst wie heute so geringfügig bezahlen,
um sie in bequemer Abhängigkeit zu halten.
Eine Tendenz
übrigens, die gegenwärtig wieder fröhliche Urstände
feiert. Denn wer will ernsthaft glauben, dass ein Leben
auf Sozialhilfeniveau oder geringfügiger Beschäftigungsverhältnisse
auf Dauer mit unserem Grundgesetzes
vereinbar sei, in dem jedem Bürger unseres Landes die Unverletzlichkeit
seiner Würde zugesichert wird?
Es ist entwürdigend!
Weil Armut die Menschen zu entwürdigenden Bittstellern degradiert und
sie daran gehindert werden in einem angemessenen Umfang am gesellschaftlichen
Leben teilzunehmen.
Die betroffenen Menschen werden dauerhaft an den Rand der Gesellschaft gedrängt
und spätestens an ihrem Lebensabend auf Almosen angewiesen sein. Finanziell
geknebelt und ohne Aussicht, sich jemals etwas Gutes für ihre einstige
Arbeit leisten zu können, während jene winzige Minderheiten, denen
sie zuvor zu Diensten standen und deren Lobbyisten die Rahmenbedingungen
der Politik diktieren, ihrem Vermögen, dass sie eh niemals mehr persönlich
ausgeben könnten, Millionen und Milliarden hinzufügen.
Siehe das exemplarische Beispiel asozialer Gier des kriminellen ex-Postvorstandchefs
Klaus
Zumwinkel, dessen millionenschwerer Steuerhinterziehung mit einem
lachhaft milden Urteil von zwei Jahren Haft auf Bewährung geahndet
wurde. Anschließend ließ er sich "seine Pensionsansprüche"
in Höhe von mehr als
20 Millionen
Euro auszahlen, um fortan von seinem italienischen Burgbesitz aus, auf die
üppigen Zinszahlungen (bei 5% = rund 83000 € monatlich) seiner
zusammengerafften Pfründe anzustoßen.
Dem stehen kirchliche Institutionen in nichts nach. Besonders sie erweisen
sich noch heute gegenüber ihren demütigen Mitarbeitern/Innen als
knallharte
Verfechter niedriger Dumpinglöhne, während ihr Geschäftsinn
von politischen Gremien regelmäßige das ehrende Prädikat
"gemeinnützig" verliehen wird.
Höchst zweifelhafte Ehren, da kaum noch jemand Ursache und Wirkung
im Blickfeld hat, mit der die einst allumfassende Staatsmacht Kirche in
ihrer grenzenlosen Gier nach Macht, Geld und Ansehen in vergangenen Jahrhunderten
selbst für millionenfaches Elend und Leid unter der eigenen Bevölkerung,
wie auch in fremden Ländern verantwortlich war.
Durch hohe Abgabenlasten,
mangelnder Bildung und ihren verquerten Heilslehren trugen sie maßgeblich
zur anhalten Abhängigkeit und Armut millionenfacher Bürger bei.
Dieser Zusammenhang sollte in studierten Kirchenkreisen und pädagogischen Fachgremien hinreichend bekannt sein, um zu erkennen, wie unheilvoll sich Armut und Unwissenheit auf derart betroffene Familien und besonders deren Kindern niederschlagen. Siehe diese exemplarische Meldung und Statistik. (2008)
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Welche
zahlreichen Facetten häusliche Gewalt umfasst, habe ich der besonderen
Bedeutung wegen, ausführlicher hier auf dieser gesonderten Seite
dargestellt.
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Hier
einige hoch empfehlenswerte Webseiten, zum Thema "Kirche":
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So
dürfte als anerkannt gelten:
Ursache:
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Kein
Interesse, weil wir im Sinne ausgeprägter Verdrängungsmentalität
und bequemer Trägheit
lieber den eigenen
Überlebensinstinkten des Stärkeren vertrauen?
Ich denke, hier ist unsere Gesellschaft als Ganzes gefordert, Mut zu neuen
Wegen zu finden, um eine weitere Stufe menschlicher Sozialisierung zu besteigen.
Hier ist
jeder gefordert, seinen Möglichkeiten entsprechend einen Beitrag zu
einem gesellschaftsfördernden Umgang zu leisten, sofern er/sie sich
zu den festgeschriebenen Grundwerten unseres gemeinsamen Staates bekennt.
NIEMAND, darf von derartigen Anstrengungen ausgeschlossen werden, denn positive
Änderungen können wir nur erzielen, wenn offene Missstände
gemeinsam verändert werden, ohne erneut einzelne Menschen, Gesellschaftsgruppierungen
oder Institutionen auszugrenzen, auf deren Initiativen oder Versäumnisse
hin bestehende Missstände erst möglich wurden.
Doch solange diese wirtschaftlichen- politischen- und kirchlichen Seilschaften
weiterhin unser Grundgesetz und festgeschriebene Menschenrechte mit ihrer
bürgerfeindlichen Profitgier unterwandern, erkenne ich im Sinne von
NOTWEHR für unsere Mitmenschen zunehmend das Recht an, sich wie zu
Zeiten der französischen Revolution, mit allen zur Verfügung stehenden
Mitteln vom entwürdigenden Joch wirtschaftlicher Ausbeutung und Unterdrückung
zu befreien.
Ich hoffe indes inständig, dass es noch nicht zu spät ist, um
derart gewaltsame Eskalationen zu vermeiden.
Daher unterbreite ich interessierten Gästen unter der Rubrik Ziele
einige Ansätze zu einer positiven Umkehr unserer gesellschaftlichen
Entwicklung für die ich werben und um Unterstützung bitten möchte.







