Sehr geehrte/r Frau/Herr Rektor/in, ...xyz...,

erlauben Sie mir, mich kurz vorzustellen. Mein Name ist Klaus Klüber, ich bin Hausmeister am Spessart-Gymnasium in Alzenau und Vorstandsmitglied der Arbeitsgemeinschaft der Hausmeister in Bayern.
Als Vater zweier schulpflichtiger Kinder, verfolge ich nicht zuletzt, weil ich einst selbst Gewaltbetroffener widrigster familiärer Verhältnisse war, mit großem Interesse die nicht abreißenden Presseveröffentlichungen über Kindesmisshandlungen, -Vernachlässigung und Missbrauch.
Deren Tragik steht im paradoxen Widerspruch von bundesweit deutlich rückläufigen Geburtenzahlen, während gleichzeitig die Schutzanstrengungen für Kinder kontinuierlich gestiegen sind, aber leider immer noch zu spät greifen, um Kinder im präventiven Sinne vor Gewalt und Vernachlässigung zu schützen.

Dies ist aus meiner Sicht nicht weiter verwunderlich, da sich die bisherigen Schutzanstrengungen noch immer weitgehend der Behandlung von Symptomen widmen, statt die naheliegenderen Ursachen zu bearbeiten.
Diese sind natürlich facettenreich, wie ich dies auf meiner Webseite unter:
www.ex-Heimkinder.de besonders in den Rubriken

Ursachen (www.ex-heimkinder.de/Ursachen-Vorwort.htm) und
Ursachen im Detail (www.ex-heimkinder.de/Ursachen-im-Detail.htm) dargestellt habe.

Zusammengefasst sehe ich die wichtigsten Ursachen im fortschreitenden Zerfall einstiger gesellschaftlicher Familienstrukturen, wie auch an der sträflichst vernachlässigten Vorbereitung junger Menschen auf ihre spätere Elternrollen begründet.
Dieser Umstand muss um so mehr erstaunen, da sowohl in unserem Grundgesetz, wie nahezu auch allen Landesverfassungen, (www.ex-heimkinder.de/Landesverfassungen.htm) (von mir zusammengerafft dargestellt) die staatliche Unterstützung der Eltern in der Kindererziehung als eines der wichtigsten Ziele deklariert wird.
Als einziges Bundesland weist die Bayrischen Landesverfassung sogar die Besonderheit der notwendigen Unterrichtung seiner Kinder in der Säuglingspflege, Kindererziehung und Haushaltführung aus, ohne dieser jedoch inhaltlich zu entsprechen.

Dies ist außerordentlich schade, da hier tatsächlich mit entsprechend fundierten Inhalten alle Kinder/Jugendliche gleichzeitig erreicht werden könnten, um sie nicht nur zu liebevollen, sondern vor allem sachlich und fachlich geschulten Eltern von Morgen heranzubilden.
Wenn diese Maßnahme in Verbindung mit einer frühzeitig im Kindergarten beginnenden und kontinuierlich aufbauenden gewaltpräventiven Unterrichtung erfolgen würde, dann wären vermutlich schon in absehbarer Zeit recht günstige Voraussetzungen geschaffen, um aggressive Konfliktsituationen bereits in Entstehungsphasen zu ersticken.
Neben dem Aspekt der Waffengleichheit hätten damit auch jüngere Kinder die Gelegenheit sich als Gewaltopfer zu definieren und frühzeitiger Hilfen abzurufen.

Anhand eigener Erfahrungen kann ich nur vor dem Trugschluss warnen, dieses Thematik mit gelegentlichen Workshops zu begegnen, denn damit wird mit Sicherheit keine tiefgreifende Sensibilisierung erreicht. Dies Überzeugung kann ich im Bedarfsfall auch sehr plausibel erläutern.

So sehe ich zur Zeit keine Alternative, als den Herausforderungen des Lebens mit einem entsprechend wichtigen neuen Schulfach zu begegnen, in dem junge Menschen nachhaltig auf ihre eigen- und sozialverantwortliche Rolle innerhalb unserer Gesellschaft vorbereitet werden.
Einschließlich eines verantwortlichen Umgangs mit der eigenen Sexualität, wie auch einem fundierten Fachwissen über die physischen und psychischen Herausforderungen, die mit der Pflege und Erziehung von Kinder verbunden ist.
Darüber hinaus habe ich auf meiner Webseite noch einige andere Aspekte aufgeführt, die meiner Ansicht nach zu mehr Gemeinschaftssinn und Chancengleichheit innerhalb unserer Gesellschaft beitragen dürften.
Näheres finden Sie auf meiner Webseite unter:

Ziele (www.ex-Heimkinder.de/Ziele.htm) und
Bildungsnot (www.ex-heimkinder.de/Bildungsnot.htm) Bitte nicht zu persönlich nehmen.

Da ich mit der Einführung entsprechender Lehrinhalte einen durchschlagenden Erfolg in Sachen Gewaltprävention für künftige Kinder und eine erhebliche Verbesserung im gesellschaftlichen Miteinander erkenne, versuche ich seit einiger Zeit auf dieses Präventionspotenzial aufmerksam zu machen und in alle mögliche Richtungen Verbündete für diese Idee zu gewinnen. Denn nicht ganz überraschend wurde mein Ansinnen vom Bayrischen Kultusministerium mit dem Hinweis abgewiesen, hierin keinen Handlungsbedarf zu erkennen, da die gegenwärtigen Lehrinhalte angeblich ausreichend genug seien, um junge Menschen mit dem nötigen Rüstzeug für ein eigen- und sozialverantwortliches Leben vorzubereiten.
Die Realitäten sprechen indes eine andere Sprache.

Deshalb wende ich mich heute direkt an Sie als verantwortlicher Leiter Ihrer Schule, um Sie zu bitten, sich auf meiner Webseite über weitere Details zu informieren und soweit möglich und Willens, mich in meinem Bemühen zu unterstützen, indem Sie mir kurz Ihre Antworten (per Email) auf folgende Fragen zurücksenden und mein Anliegen möglichst auch mal innerhalb Ihrer Schule unter Schülern wie auch innerhalb Ihres Lehrerkollegiums zu thematisieren. Ich könnte mir gut vorstellen, dass derartige Diskussionen mit einigen Aha-Erlebnissen verbunden sind.

Zumindest bin ich davon überzeugt, dass mit entsprechenden Maßnahmen sehr viel Positives für unsere ganze Gesellschaft erreicht werden kann.
Lassen Sie sich bitte nicht davon beeinflussen, es hier nur mit einem nichtakademischen Hausmeister zu tun zu haben.
Ich beanspruche für mich weder Weisheiten noch Ehren sondern erwarte lediglich als Mensch auf gleicher Augenhöhe genauso ernst genommen zu werden, wie jeder andere auch der etwas zum gemeinsamen Nutzen künftiger Kindergenerationen und Mitmenschen beitragen möchte.

Daher würde ich mich sehr freuen, wenn Sie die Inhalte dieser Initiative prüfen und möglichst mit unterstützen könnten.
Meine ersten Fragen hierzu lauten:

A: Teilen Sie die Ansicht des Kultusministerium, nach denen Sie die bestehenden Lehrinhalte ebenfalls für ausreichend halten, um heranwachende junge Menschen adäquat auf ein selbstständiges Leben vorzubereiten. Insbesondere in Bezug auf Eltern und Erziehungsvorbereitung?

B: Haben Sie sich oder Ihre Schule diesbezüglich schon mal mit einer ähnlichen Bitte an Ihr Kultusministerium gewandt?

C: Würden Sie die Forderung nach Einführung eines neuartigen Schulfaches oder bedeutender Änderungen entsprechender Lehrinhalte befürworten?

D: Haben Sie eigene Anregungen, die über meine auf der Seite www.ex-heimkinder.de/Ziele.htm genannten Argumente hinausgehen?


Ich versichere Ihnen, gegenüber dem Kultusministerium, an das ich mich später mit dem Ergebnissen dieser bundesweit durchgeführten Umfrage wenden werde, ohne ausdrückliche Erlaubnis nichts von mir erfahren wird, wer zu welchen Fragen wie abgestimmt hat.
Würde verständlicherweise aber gern auf Ihre Schule verweisen, sofern Sie es mir ausdrücklich erlauben würden.

Ich bedanke mich herzlich für Ihr Verständnis und möglichen Zeiteinsatz, den Sie hiermit verwenden und stehe Ihnen selbstverständlich für Rückfragen gerne zur Verfügung.
Ich habe mir eine Antwort bis Mitte/Ende Oktober vorgemerkt, da ich mir durchaus bewusst bin, wie sehr Sie zu Beginn des neuen Schuljahres beansprucht werden dürften.

Mit besten Grüßen
Klaus Klüber

Folgender Umfragetext wurde von mir per Email an genau 1102 Schulleiterin/innen
mit der Bitte um Rückmeldung zugestellt.
Rückantworten erhielt ich von ganzen 5 Schulleitern. Siehe unten farbig hinterlegt.

In Bayern habe ich sogar statt den üblichen 20, sogar 50 Rektoren/innen aus jeweils
Hauptschulen, Realschulen + Gymnasien + 21 Grunschulen angeschrieben.

 

Da ich mit einigem gesunden Menschenverstand rechnete, erwartete ich zumindest einige ernstzunehmenden Antworten, um in einem nächsten Schritt mit dem Ergebnis dieser Umfrage an die jeweiligen Kultusministerien heranzutreten.
Genauso hoch wie ich darauf gespannt war zu erfahren, wie proportional sich die Schulleiter/innen meiner Sichtweise anschließen werden, um notwendige Reformen gegenüber der Politik einzufordern, fiel dann auch meine Enttäuschung, ja fast schon Resignation, über das niederschmetternde Ergebnis dieser Umfrage aus.

Hier also der orignale Umfragewortlaut, aus dem der Ernst der Sache eindeutig hervorging.

Hier sind die 1102 angeschriebenen Schulen und deren Standorte namentlich aufgeführt.
Die 5 erfolgte Rückmeldungen sind hier hell hervorgehoben.

Baden Würtemberg

> > 60 hinterlegt < <

Bayern

> > 171 hinterlegt < <

Berlin

> > 60 hinterlegt < <

Brandenburg

> > 64 hinterlegt < <

Bremen

> > 60 hinterlegt < <

Hamburg

> > 60 hinterlegt < <

Hessen

> > 66 hinterlegt < <

Mecklenburg Vorpommern
> > 72 hinterlegt < <

Niedersachsen

> > 62 hinterlegt < <

Nordrhein-Westfalen

> > 60 hinterlegt < <

Rheinland Pfalz

> > 60 hinterlegt < <

Saarland

> > 60 hinterlegt < <

Thüringen

> > 60 hinterlegt < <

Sachsen

> > 64 hinterlegt < <

Sachsen Anhalt

> > 63 hinterlegt < <

Schleswig-Holstein

> > 60 hinterlegt < <