Hier werden die wiederholten jedoch vergeblichen Versuche eines überaus engagierten Anwalts gegenüber den Strafverfolgungsbehörden dokumentiert, die Verbrechen einer Täterin anzuzeigen.

Siehe:

Schreiben 1

Schreiben 2

Schreiben 3

Schreiben 4

Hier der dokumentierte Versuch einer Strafanzeige aus 1971, von zahlreichen Misshandlungen gegenüber Kindern.

Begangen in einem einzigen Heim,
innerhalb einer einzigen Gruppe,
begangen von nur einer einzigen Person!



Woraus wache Beobachter Rückschlüsse darüber ziehen mögen, unter welch unbeschreiblich bedrückenden Zuständen die meisten Heimkinder in dieser oder anderen Weise zu leiden hatten.

in all den anderen Gruppen
in all den anderen Heimen
von all dem unterschiedlichen "Betreuungspersonal"



Hier all die Vorfürfe die aus dieser einzigen Strafanzeige hervorgehen:

  1. Mit Faust ins Gesicht schlagen.
  2. Mit Händen schwer ins Gesicht hauen, blaue Augen davongetragen. (Hämatome)
  3. Kinder mussten in Schulen die Herkunft ihrer Misshandlungszeichen mit Lügen erklären.
  4. Mit schweren Schuh ins Gesicht schlagen.
  5. Mit großen Schlüsselbund auf den Kopf schlagen.
  6. Mit großem Schlüsselbund auf Hände schlagen, bis diese bluteten.
  7. Mit Schuhabsatz so lange auf Zehen treten, bis diese bluteten.
  8. Kopf gegen Wand schlagen.
  9. Heißes Bügeleisen auf Hände drücken.
  10. Finger und Zehennägel blutig schneiden
  11. Beim Baden Kopf unter Wasser drücken, bis Kinder schreien und dafür zusätzlich geschlagen werden.
  12. Bettnässer schlagen
  13. Bettnässern Klammern ans Glied befestigen.
  14. Bettnässer mussten von anderen Kindern nackt auf den Boden liegend geschlagen werden.
  15. Kinder mussten über Stunden hinweg nackt auf dem Topf sitzen.
  16. Kinder mussten von Geschirr essen, von dem auch Meerschweinchen fraßen.
  17. Kinder wurden als Säue, Negerhuren und anderweitign Titulierungen herabgewürdigt.
  18. Ohren wurden mit grober Gewalt ausgeputzt bis diese bluteten.
  19. Mit Nagelschere Geschlechtsteil blutig geschnitten
  20. Mit Fuß in Magen getreten.
  21. Kinder mussten zum Mittagsschlaf den Kopf auf den Tisch legen.
  22. Kinder mussten sich zum Mittagsschlaf zu Füßen der Ordensschwester auf den Boden legen.
  23. Unzuchthandlungen, indem Jungen etwa die Hoden langezogen wurden.
  24. Kinder mussten ihr eigenes Erbrochenes aufessen.
  25. Kinder wurden gewürgt.
  26. Kindern wurden durch Angehörige zugedachte Süßigkeiten zum eigenen Verzehr vorenthalten.
  27. Kinder wurden massiv eingeschüchtert und zu Falschaussagen und Vernichtung von Beweismaterial genötigt.

Doch obwohl die angezeigten Misssstände auch öffentlich bekannt wurden, siehe Presse

wurden sämtliche Anklagepunkte von der Staatsanwaltschaft unter fadenscheinigsten Begründungen in keinem einzigen Punkt als Strafrelevant anerkannt und somit das Verfahren eingestellt.
Waren es schlussendlich doch nur Heimkinder um die es hier ging.
Siehe Begründungen zur Einstellung der Strafanzeige.

Unter der damaligen Interessenlosigkeit leiden die Betroffenen auch heute noch, wenn es darum geht ihre einstigen Leidensstationen gegenüber Behörden entschädigungswirksam nachweisen zu müssen. siehe auch Desinteresse
Dort aber aufgrund fehlender Beweisanlagen abgewiesen werden, wie dies im Falle des hier betroffenen Robert Schlittenbauer tatsächlich nachvollziehbar wird, der völlig verarmt vergeblich um eine nur halbwegs angemessene Entschädigung kämpfte und sich gegenüber Versorgungsämtern demütigend und kräftezehrend zu erklären versuchte, während die allermeisten Täter/Innen von einst, heute gut versorgt in aller Ruhe die "Früchte ihrer Arbeit" genießen.

Siehe:

Schreiben an den VDK zwecks Opferentschädigung

Abweisende Antwort des Versorgunsamt

Schreiben an das Versorgunsamt

Robert Schlittenbauer hat den vergeblichen Kampf um Anerkennung seines erlittenen Unrechts und Leid gegen die Windmühlen unserer seelenlosen Bürokratie verloren
Er verstarb wie für ehemalige Heimkinder nicht gerade untypisch viel zu früh im Alter von 56 Jahren.
Er setzte sich gleichfalls nicht untypisch für einstige Opfer selbstlos für unsere Umwelt und Gesellschaft ein.
Sein Wirken war im Besonderen unter der Webadresse Sekteninfo-Bayern.de bekannt.
Ist heute noch unter der Archivadresse http://beam.to/kpkb5l einsehebar.
Robert bat mich bereits einige Zeit vor seinem Tod die obigen Dokumente im Rahmen dieser Webseite zu veröffentlichen, damit die Menschen niemals mehr sagen können, sie hätten von all dem Leid, Ungerechtigkeit und verzehrendem Bemühen um Opferanerkennung nichts gewusst.
Ich bin froh in dieser Weise Robert Schlittenbauer und all den namenlosen ex-Heimkindern ein ehrendes Andenken bewahren zu können.


Robert Schlittenbauer
* 23. 3. 52 - t 24. 12. 08