Herzlich willkommen auf www.ex-Heimkinder.de


So unterschiedlich Deine Beweggründe sind, um diese Seite angesteuert zu haben, so vielfältig biete ich hier verschiedene Aspekte und Überlegungen an, die Dir helfen mögen, ein Gespür für Deine persönlichen als auch gesamtgesellschaftlichen Befindlichkeiten zu entwickeln.
Denn erst wenn wir ein Gefühl für unseren eigenen Defizite wahrnehmen, dürfte die persönliche Bereitschaft wachsen, notwendige Veränderungen anzuerkennen und sich aktiv für hilfreiche Ziele einzusetzen.

Genau aus dem Grund möchte ich mit dieser Webseite für bildungspolitische Änderungen werben. Nicht zuletzt, weil ich einst selbst von Widrigkeiten betroffen war und viel zu spät realisierte, dass meine Erfahrungen bei weitem nicht der Normalität entsprachen, die mir (und Dir?) meine umgebende Gesellschaft bis dahin fälschlicherweise vermittelte.
Womit bereits die wichtigste Kernaussage formuliert ist, die besagt, dass wir uns gesamtgesell-schaftlich nur deshalb noch nicht nachhaltiger für überfällige Bildungsreformen stark gemacht haben, weil uns die Spiralen von Gewalt bereits seit unzähligen Generationen begleiten und damit den Eindruck von gerechtfertigter Normalität vortäuschen.

Eine Normalität, die nie eine war oder werden wird, so lange Kinder und somit eine erhebliche Anzahl von Mitmenschen unserer Gesellschaft durch diese "Normalität" in ihrer einzigartigen Wahrnehmungsfähigkeit beschädigt und dadurch unzählige Kinder direkt oder indirekt misshandelt, vernachlässigt und missbraucht werden.
Von denen in unserem hoch zivilisierten Deutschland jede Woche noch immer durchschnittlich drei Kinder weitgehend abseits öffentlicher Betroffenheit ihr stilles Martyrium nicht überleben!!
Ganz zu schweigen von den vielen resignierten Menschen, die sich später aufgrund fehlender Lebensfreude selbst das Leben nehmen.

Unser Staat kommt seiner grundgesetzlichen Fürsorgepflicht nur insoweit nach, indem er sich darauf beschränkt, die schlimmsten sichtbaren Auswüchse scheinbarer Normalität, durch fragwürdige Inobhutnahmen zu genügen.
Fragwürdig, weil auch in Heimeinrichtungen, insbesondere der unter konfessionellen Trägerschaften, Kinder bis in die achtziger Jahre hinein, in besonderer Weise die ganze Bandbreite eines gesellschaftlich unbarmherzigen Moralverständnisses zu spüren bekamen. Worüber zahlreiche ex-Heimkinder ihre leidvollen Erfahrungen berichten könnten, aber mehrheitlich zum Schweigen verdammt sind, wenn sie bis auf den heutigen Tag am Rande unserer Gesellschaft ein armseliges und schuldbeladenes Schattendasein führen.

Dennoch sollen auch die zahlreichen Verdienste der "Fürsorgeeinrichtungen" anerkannt und gewürdigt werden, ohne denen sicher Abertausende von Kindern aus zerrütteten Familienverhältnissen kommend, sehr wahrscheinlich gänzlich umgekommen oder ohne jede echte Lebensperspektive geblieben wären. Wofür ich als Initiator und Textautor dieser Webseite als Beispiel stehen mag, um auf diesem Weg meinen Mitmenschen etwas von dem zurückgeben möchte, was mir erst durch meine eigene Heimerziehung ermöglicht wurde. Indem ich mich heute für jene einzusetzen versuche, die keine Kraft oder Möglichkeit haben, um in ähnlicher Form ihre Stimme für dringend notwendige bildungspolitische Reformen einzufordern.


Besonders diesen Menschen möchte ich meine Internetseite widmen, wenn sie statt liebevoller Zuwendung eine lebensfeindliche Umwelt ertragen mußten, die letzten Endes dazu führte,
dass ihnen die Kraft fehlte, ihr Mysterium kritisch zu hinterfragen und lieber den Freitod wählten, statt fortdauernd als Gefangene ihrer verletzten Seelen zu leiden.


Zur Gedenkseite

Ich würde mich sowohl von Betroffenen, wie auch Interessierten über ein reges Interesse/Feedback und besser noch Unterstützung freuen, zumal wenn dieses in gemeinsame Bemühungen münden würde, um notwendige Veränderungen im Bewusstsein unserer Gesellschaft herbeizuführen und längst überfällige bildungspoltische Reformen in Gang zu setzen.
(siehe unter Ziele und Aktionen.) Denn schließlich haben wir als Menschenkinder nur dieses eine Leben!

Ist demnach nicht jeder Mensch gleich wichtig und Wert, um den Start in ein selbstbestimmte Leben so unbeschwert und glücklich wie möglich zu gestalten?
Ich bin davon überzeugt, dass wir alle davon profitieren würden, da solche Anstrengungen zu mehr gemeinsamem Verständnis, Glück und Frieden beitragen dürften.
Innerer wie äußerer Frieden, wie ich ihn allen Menschen von Herzen wünschen möchte.

Klaus Klüber


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