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©: Silke Kaiser / pixelio.de

Hier entsteht eine Literaturliste zum Thema Heimkinder - Gewalt - Erziehung etc., die zu einem späteren Zeitpunkt in verschiedene Sachbereiche aufgeteilt werden.

Autor - Titel
Bemerkungen
Eine anspruchsvolle, unter die Haut gehende Studie über zahlreiche negativen Vorzeichen und Folgen für unerwünscht geborene Kinder .
Ein absolutes Muss, dessen Ergebnisse unbedingt in künftigen Unterrichtstoffen berücksichtigt werden sollte.
Eines der besten Bücher die ich kenne, wenn es um die Aufbereitung erlittene Gewalt geht.
Zunächst stellt die Psychotherapeutin die vielen Facetten familiärer Gewalt heraus, um im weiteren praxisnahen Übungen gewaltbetroffenen Menschen zu helfen eine "heilenende" Konfrontation gegenüber den einst misshandelnden Menschen einzugehen, um sich auf diesem Weg aus einstigen Abhängigkeiten und verinnerlichten Ängsten zu befreien. Mir hat es TOP geholfen.
Mit sehr verständlichen Worten setzt die Psychoanalytikerin auf die Erkenntnisfähigkeit der Erwachsenen die Verletzungen der eigenen Kindheit zu erkennen, um die einstigen Fehler nicht wieder an den eigenen Kindern zu wiederholen.
Wolfgang Wegner

Mißhandelte Kinder
Dieses Buch richtet sich zwar primär an pädagogische Fachkräfte, doch dürfte jeder halbwegs interessierte Mensch jubeln, eine derart verständliche Detailanalyse über die wahren Ursachen und Folgen von Kindesmisshandlungen, in dieser Form an die Hand zu bekommen.
Denn nur was wir richtig erkannt haben, trägt zu einem bewussten Umdenken bei.
Auszugsweise hier auch online zu lesen.
Peter Wenisierski (Spiegel)

Schläge im Namen des Herrn
Obwohl mit persönlichen Kritiken behaftet, möchte ich dieses Buch nicht unterschlagen, mit dessen zahlungskräftigen Verlagshaus im Rücken ein erhebliches bundesweites Medienecho zu den verheerenden Zuständen und pädagogisch höchst zweifelhaften Erziehungspraktiken besonders der einst konfessionell geführten Erziehungsheime angeprangert wird.
Autor - Titel
Bemerkungen
Leseempfehlung
Dieses in die Tiefe gehende und mit Erfahrungsberichten gespickte Sachbuch, dürfte zu einem der ersten Werke zählen, um an der Veranschaulichung der ost wie auch westberliner Fürsorgesituation der nichtbetroffenen Öffentlichkeit, die Dimension der nachhaltigen Schädigung einstiger Heimkinder und daraus ableitenden Notwendigkeiten gegenüber den einstigen Opfern, wie auch künftigen Gesellschaft begreiflich zu machen.

H.-Norbert Ulbrich

Der Opektafarmer

Der Opektafarmer, berichtet von einer vaterlosen Kindheit und Aufenthalten in mehreren Kinderheimen. Er erzählt u. a. von extremen Erfahrungen in einem dieser Kinderheime, dem Schweizerhaus. Er berichtet von glücklichen Zeiten als Familienvater und davon, wie dieses Glück zerbrach. Er schreibt von seiner späteren Arbeit als Erzieher in mehreren Kinder- und Jugendheimen.
Zu seinen eigenen vier Kindern hat er keinen Kontakt mehr. Er verlor sie durch Tod, Adoption und als nach der Scheidung entsorgter Vater.
Eine bedrückende Analyse zu den heiminternen Formen pädagogischer Gewalt in meist konfessionell geführten Heimeinrichtungen.

Hanne Wickop

Lieber Vater

Eines der zahlreichen Heimschicksale, wie sie nicht nur in Verbindung von Nachkriegszeiten entstehen, aber selten in so eindringlicher Authentizität die Einsamkeit, Schmerz und Ausgrenzung spürbar werden lässt, ohne den Leser/in in jener bedrückenden Hoffnungslosigkeit zurückzulassen, wie dies sonst bei Büchern dieses Genre üblich ist.

Harry Graeber

Misshandelte Zukunft

Die authentische Beschreibung der Lebensumstände in Heimeinrichtungen der 50-60er Jahre, wie sie in ihrer einsamen Seelen- und Trostlosigkeit kaum plastischer zum Ausdruck gebracht werden kann.
Mein Glückwunsch an den Autoren, der diese Zustände nicht nur überlebt, sondern in dieser Form auch der Nachwelt erhalten hat.

Hans-Walter Schmuhl
und Ulrike Winkler

Gewalt in der Körperbehindertenhilfe

Niemand besser als ein vom Schicksal Gezeichneter dieser Einrichtungen, wäre hier besser geeignet dieses Buch als authentischer Zeuge der damaligen Zeit mit eigenen Worten vorzustellen.
Schon die Rezension von Helmut Jacob - bedrückend aber lesenswert.
Selten gilt eine westliche Heimeinrichtung derart als Synonym von systematischer Gewalt und Unterdrückung, wie das Landesfürsorgeheim Glückstadt. Allenfalls vergleichbar mit dem ostdeutschen Jugendwerkhof Torgau, denen gemeinsam war, dass sie härtere und unbarmherzigere Praktiken aufwiesen als ein regulärer Strafvollzug.
Eine Tatsache, denen die Jugendlichen nicht nur in wiederholten Suiziden Rechnung trugen.