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Hier entsteht eine Literaturliste zum Thema Heimkinder - Gewalt - Erziehung etc., die zu einem späteren Zeitpunkt in verschiedene Sachbereiche aufgeteilt werden.

Autor - Titel
Bemerkungen
Prof. Amendt & Schwarz

Buchtipp
Das Leb
en unerwünschter Kinder
Dieses Buch beschreibt die lange Odyssee qualvoller Heimerziehung in der einstigen DDR, selbst über die Volljährigkeitgrenze hinaus, mit der ein unschuldiges Kind dafür büßen musste, weil es einer Beziehung zwischen seiner Mutter und einem SED-Parteisekretär im Wege stand. Mit Folgen, die auch heute noch wirksam sind.
Susan Forward

Buchtipp
Vergiftete Kindheit
Eines der besten Bücher die ich kenne, wenn es um die Aufbereitung erlittener Gewalt geht.
Zunächst stellt die Psychotherapeutin die vielen Facetten familiärer Gewalt heraus, um im weiteren praxisnahen Übungen gewaltbetroffenen Menschen zu helfen eine "heilenende" Konfrontation gegenüber den einst misshandelnden Menschen einzugehen, um sich auf diesem Weg aus einstigen Abhängigkeiten und verinnerlichten Ängsten zu befreien. Mir hat es TOP geholfen.
Franz Josef Neffe

Buchtipp
Die neue Ich-kann-Schule
Dieses Buch darf als Grundstein aller pädagogischen Erfolge betrachtet werden.
Aber nicht nur in schulischer Hinsicht, um Kindern endlich den Spaß am Lenrnen zu vermitteln, den Eltern und hochbezahlte Pädagogen kaum bis nicht zu realisieren vermögen. Der Schlüssel zum Erfolg liegt einzig in der eigenen Selbsterkenntnis. Und zwar für Eltern, Lehrer und Kinder gleichermaßen.
Wenn die Bibel DAS spirituelle Buch darstellt, dann ist DIESES Buch die Bilbel für ein überzeugendes und erfolgreich pädagogisches Verständnis..
Byron Katie

Lieben was ist
Der Inhalt dieses Buches hat das Potenzial Dein bisheriges Weltverständnis im Umgang mit Dir sebst, oder anderen Menschen in einem völlig neuen Licht zu entdecken. Um mit vier einfachen Fragen zu erkennen, dass Du allein der/die Schöpfer/in von all den negativen Umständen bist, mit dem Du Dein bisheriges Leben belastet hast. Stell Dich Deinen eigenen Gedanken und Du wirst zu einem glücklichen und in sich selbst ruhenden Menschen werden.
Mit sehr verständlichen Worten setzt die Psychoanalytikerin auf die Erkenntnisfähigkeit der Erwachsenen die Verletzungen der eigenen Kindheit zu erkennen, um die einstigen Fehler nicht wieder an den eigenen Kindern zu wiederholen.
Ingrid Müller-Münch

Die geprügelte Generation
Wie in den meisten Fällen gehen notwendigen Inobhutahmen familiäre Gewalt voraus, über deren Gewaltausübenden als auch Gewaltbetroffenen ein gesellschaftsübergreifendes Schweigen herrscht.
Woher dies Gewalt beruht - in welchem Ausmaß unsere Gesellschaft davon betroffen ist und und wie sich dieses Praktiken auf die nächsten Generationen auswirkt, geht die Autorin in zahlreichen Fallbespielen nach.
Mit dieser Lektüre dürfte vielen Menschen die Augen für ein Problem aufgehen, von dem die wenigsten ahnten, wie sehr sie selbst darin verwoben sind.
Udo Baer & Gabriele Frick-Baer

Wie Traumata in die nächste Generation wirken
Nicht nur gewaltbetroffene Menschen leiden unter ihren einstigen Erfahrungen, sondern allzuoft wirkt sich ihr erlittenes Trauma auch unbewusst in vielfältigen Facetten auf ihre eigenen Kinder aus. Ein empfehlenswertes Buch für traumabetroffene Menschen als auch für Angehörige um sich über das psychische Zusammenwirken zwischen Ursachen und Wirkungen bewusst zu werden und damit Auswege aus einem Labyrinth des Schmerzes zu finden.
Wolfgang Wegner

Mißhandelte Kinder
Dieses Buch richtet sich zwar primär an pädagogische Fachkräfte, doch dürfte jeder halbwegs interessierte Mensch jubeln, eine derart verständliche Detailanalyse über die wahren Ursachen und Folgen von Kindesmisshandlungen, in dieser Form an die Hand zu bekommen.
Denn nur was wir richtig erkannt haben, trägt zu einem bewussten Umdenken bei.
Auszugsweise hier auch online zu lesen.
Peter Wensierski (Spiegel)

Schläge im Namen des Herrn
Obwohl mit persönlichen Kritiken behaftet, möchte ich dieses Buch nicht unterschlagen, mit dessen zahlungskräftigen Verlagshaus im Rücken ein erhebliches bundesweites Medienecho zu den verheerenden Zuständen und pädagogisch höchst zweifelhaften Erziehungspraktiken besonders der einst konfessionell geführten Erziehungsheime angeprangert wird.

Michael Tsokos
Saskia Guddat

Deutschland misshandelt seine Kinder

Spätestens mit diesem Sachbuch, wird aus kriminalistischer Sicht der beiden Rechtmediziner, die schwer und zu Tode misshandelte Kinder begutachten mussten ersichtlich, dass trotz schwindender Geburten die Misshandlungsbetroffenheit von Kindern bis hin zu ihren Tod deutlich zugenommen haben und selbst Ärzte wie auch vorgebliche Kinderschutzorganisationen noch immer die Ausmaße all dieser Tragödien verharmlosen und mehr am eigenen statt dem Kindswohl interessiert sind.
Autor - Titel
Bemerkungen
Hilifi ist eines der Bücher, die ich vorbehaltlos jedem zum Lesen empfehlen möchte, da es der Autorin darin wie selten zuvor gelungen ist, die häusliche Armut und Gewalt, wie auch die verdorbene Doppelmoral verrohter Herzen vorgeblich christlicher Menschen, aus der Sicht eines Kindes, mit all den tragischen Folgen transparent zu machen. Damit dürften viele Erwachsene erstmals ein nachvollziehbares Gefühl der verheerenden Folgen bekommen, die unser immer noch zu unbewusste Umgang mit Kinder nach sich ziehen.
Ein Buch, dass ich allen pädagogisch, sozial und politisch involvierten Menschen eindringlich zum Lesen ans Herz legen möchte.
Nicht nur weil Frau Beckmann diese Aufmerksamkeit für ihre Mühen mehr als verdient hat, sondern diese bewegende Biografie sicherlich zu einem sensibleren Umgang durch uns Erwachsene mit unseren künftigen Kindergenerationen beitragen dürfte.

Lothar Schröck

Auch ich war ein Heimkind

Dieses Buch beschreibt die lange Odyssee qualvoller Heimerziehung in der einstigen DDR, selbst über die Volljährigkeitgrenze hinaus, mit der ein unschuldiges Kind dafür büßen musste, weil es einer Beziehung zwischen seiner Mutter und einem SED-Parteisekretär im Wege stand.
Mit Folgen, die auch heute noch wirksam sind.

Oliver Steffen

Mein Käfig

Mit dieser filmreifen Autobiographie hat sich Oliver Steffen nicht nur sein Trauma einer schweren Kindheit unter seinem alkoholkranken Vater von der Seele geschrieben, der ihn so brutal behandelte, um bereits mit 8 Jahren aus dem Elternhaus zu flüchten. Weiter beschreibt Oliver Steffen, wie er es trotz leidgeprüften über 10-jährigen Heimerfahrungen geschafft hat, sich aus eigener Willenskraft aus der vorgezeichneten Gosse, zu einer ehrlichen und angesehenen Persönlichkeit zu entwickeln.
Leseempfehlung
Dieses in die Tiefe gehende und mit Erfahrungsberichten gespickte Sachbuch, dürfte zu einem der ersten Werke zählen, um an der Veranschaulichung der ost wie auch westberliner Fürsorgesituation der nichtbetroffenen Öffentlichkeit, die Dimension der nachhaltigen Schädigung einstiger Heimkinder und daraus ableitenden Notwendigkeiten gegenüber den einstigen Opfern, wie auch künftigen Gesellschaft begreiflich zu machen.

H.-Norbert Ulbrich

Der Opektafarmer

Der Opektafarmer, berichtet von einer vaterlosen Kindheit und Aufenthalten in mehreren Kinderheimen. Er erzählt u. a. von extremen Erfahrungen in einem dieser Kinderheime, dem Schweizerhaus. Er berichtet von glücklichen Zeiten als Familienvater und davon, wie dieses Glück zerbrach. Er schreibt von seiner späteren Arbeit als Erzieher in mehreren Kinder- und Jugendheimen.
Zu seinen eigenen vier Kindern hat er keinen Kontakt mehr. Er verlor sie durch Tod, Adoption und als nach der Scheidung entsorgter Vater.
Eine bedrückende Analyse zu den heiminternen Formen pädagogischer Gewalt in meist konfessionell geführten Heimeinrichtungen.

Hanne Wickop

Lieber Vater

Eines der zahlreichen Heimschicksale, wie sie nicht nur in Verbindung von Nachkriegszeiten entstehen, aber selten in so eindringlicher Authentizität die Einsamkeit, Schmerz und Ausgrenzung spürbar werden lässt, ohne den Leser/in in jener bedrückenden Hoffnungslosigkeit zurückzulassen, wie dies sonst bei Büchern dieses Genre üblich ist.

Harry Graeber

Misshandelte Zukunft

Die authentische Beschreibung der Lebensumstände in Heimeinrichtungen der 50-60er Jahre, wie sie in ihrer einsamen Seelen- und Trostlosigkeit kaum plastischer zum Ausdruck gebracht werden kann.
Mein Glückwunsch an den Autoren, der diese Zustände nicht nur überlebt, sondern in dieser Form auch der Nachwelt erhalten hat.

Hans-Walter Schmuhl
und Ulrike Winkler

Gewalt in der Körperbehindertenhilfe

Niemand besser als ein vom Schicksal Gezeichneter dieser Einrichtungen, wäre hier besser geeignet dieses Buch als authentischer Zeuge der damaligen Zeit mit eigenen Worten vorzustellen.
Schon die Rezension von Helmut Jacob - bedrückend aber lesenswert.
Selten gilt eine westliche Heimeinrichtung derart als Synonym von systematischer Gewalt und Unterdrückung, wie das Landesfürsorgeheim Glückstadt. Allenfalls vergleichbar mit dem ostdeutschen Jugendwerkhof Torgau, denen gemeinsam war, dass sie härtere und unbarmherzigere Praktiken aufwiesen als ein regulärer Strafvollzug.
Eine Tatsache, denen die Jugendlichen nicht nur in wiederholten Suiziden Rechnung trugen.
Dieses biografische Zeitdokument bietet Interessierten die kostenlose Gelegeheit Einblick in eine düstere Zeit zu nehmen unter dessen Gewaltbereitschaft und Bigotterie junge Mensche wie Sieglinde bis in die Gegenwart wie auch umgebende Gesellschaft tiefgreifend geschädigt wurden.