Sehr geehrte Damen und Herren

Um Betroffenen auf meiner Webseite www.ex-Heimkinder.de Orientierungshilfen hinsichtlich des Hilfefonds für ehemalige Heimkinder anbieten zu können, habe ich nachfolgend einige Fragen zusammengestellt, die mich auch persönlich interessieren.


  1. Welches Bundesland ist für die Antragstellung zuständig? Die des gegenwärtigen Wohnortes, oder Bundesland der einstigen Heime?

  2. Ist es zutreffend, dass der Fond für anspruchsberechtigte Antragssteller nur bis zum 31.12.2014 zur Verfügung steht?

  3. Ist es zutreffend, dass der Fond spätestens Ende 2016 eingestellt wird?

  4. Wie werden in diesem Fall Anspruchsberechtigte behandelt, die z.B. erst in 10 Jahren hilfsbedürftig werden?

  5. Gesetz den Fall, jemand nimmt eine Therapie in Anspruch, die zeitlich und kostenmäßig über das 10000 Euro-Limit hinausreicht. Muss die betreffende Person dann die Therapie abbrechen?

  6. Wer und nach welchen Kriterien wird unterschieden, ob es sich bei in Heimen verrichteten Tätigkeiten um versicherungsrelevante Arbeit, oder Teil des pädagogischen Anspruch "Erziehung zur Arbeit" gehandelt hat?

  7. Wie werden Haus- und Gartenarbeiten gewertet die innerhalb der Heimeinrichtungen verrichtet wurden?

  8. Wie bemessen sich die Rentenersatzleistungen, sind diese variabel, pauschal, wenn ja in welcher Höhe?

  9. Werden Rentenersatzleistungen auf anderen Sozialleistungsbezüge wie Hartz-IV angerechnet?

  10. Welches Spektrum an Hilfsmaßnahmen könnte beantragt werden, die nicht von regulären Krankenkassen getragen werden?

  11. Können nach Ablehnung eines Hilfsantrages weitere Anträge gestellt werden?

  12. Können verschiedene Leistungen beantragt werden?

  13. Wie wird sichergestellt, dass beantragte Leistungen nicht gemäß willkürlicher Gnadenakte gewährt werden?

  14. Haben Antragsteller im Fall einer Ablehnung die Möglichkeit einer Beschwerde, wenn ja wo?

  15. Was geschieht mit jenen Anträgen deren Antragsteller aufgrund fehlender Akten, weder ihren Heimaufenthalt, oder einstigen Arbeitszwang nachweisen können?

  16. Werden die nicht beanspruchten Fondsanteile wieder zurück an die einzahlenden Institutionen fließen?

  17. Wie stehen Sie persönlich zu dieser Fondslösung?

  18. Was würden Sie Betroffenen raten, wenn abzusehen ist, dass sich der Gerichtshof für Menschenrechte noch mit der Frage bezgl. Zwangsarbeit und menschenrechtsverletzenden Heimerziehungspraktiken befassen wird?


Ihrer Antwort sehe ich mit großem Interesse entgegen und verbleibe einstweilen,

mit freundlichen Grüßen
Klaus Klüber

Hier alle angeschriebenen Anlaufstellen:

Bundesgeschäftsstelle Fonds-Heimerziehung Köln
Bayern
Berlin
Bremen
Hamburg
Hessen - Kassel
Niedersachsen - Hannover
Nordrhein Westfalen - Münster
Rheinland Pfalz
Saarland - Saarbrücken
Schleswig Holstein - Kiel

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

ohne Antwort, wurde beantwortet, abweisende Antwort

Hier wichtige Fragen und Antworten, die eine Orientierung darüber bieten, ob sich der Aufwand für Betroffene lohnt, Anträge für Rentenersatz- und/oder Sachhilfsleistungen zu stellen.
Darunter auch Antworten, die größtes Desinteresse/Abweisung und Mangel an Sachkompetenz erkennen lassen.
Insbesondere durch die Bundesgeschäftsstelle
Fonds-Heimerziehung Köln, dessen Mitarbeiterin ich unter der kostenlosen Telefonnummer als äußerst unkooperative, unfreundliche und inkompetente Mitarbeiterin kennenlernte.
Dessen Eindruck sich weiter erhärtete, da sich weder die Gesprächspartnerin noch jemand anderer dieser Anlaufstelle bemüßigt fühlt, auf meinen schriftlich eingereichten Fragenkatalog zu antworten.

Möge sich jeder anhand untenstehender Antworten ein eigenes Bild von der Sozial- und Fachkompetenz der angeschriebenen Anlaufstellen machen, deren Pflicht es eigentlich wäre, durch entgegenkommende Aufklärung zum Abbau nur zu berechtigter Schwellenängste beizutragen.

Positiv möchte ich hierbei die ehemalige Leiterin der Berliner Anlaufstelle Frau Gerstner hervorheben, die sich besonders erkennbar bemühte meinen unten abgebildeten Fragenkatalog zu beantworten, jedoch inzwischen selbst das Handtuch geschmissen hat, weil sie die unüberbrückbare Diskrepanz, zwischen politischen Anspruch und realen Gegebenheiten mit denen antragstellende ehemalige Heimkinder auch heute wieder von oben herab verarscht werden, nicht mehr mitzutragen bereit war. DANKE Frau Gerstner, für Ihre mutige Signalsetzung!

Trotz aller möglichen Bemühungen um freundliches Entgegenkommen, möchte ich keinen Zweifel darüber aufkommen lassen, dass ich diese schändliche Fondslösung mit aller Entschiedenheit ablehne und nur aus dem Grund diese Infoseiten eröffnet habe, weil mir bekannt ist, dass es ex-Heimkinder gibt, die in Konsequenz ihrer tragischen Heimbiografien tatsächlich im buchstäblichen Sinne mit Nichts auf der Straße stehen und nach dem letzten Strohhalm greifen "müssen", um ihr Elend ein Stück weit zu erleichtern.

Besucher möchte ich empfehlen sich alle Antworten anzuschauen, um ein möglichst umfassendes Bild zu bekommen.

Fondsfragen