05. 01. 2012

Sehr geehrter Herr Klüber,

anbei schicke ich Ihnen den Link, daraus lassen sich viele Fragen erklären.
http://www.fonds-heimerziehung.de/service/kontakt.html

Wenn weitere offene Rückfragen noch anstehen, besteht die Möglichkeit per Mail oder telefonisch sich bei mir zu
melden.

Mit freundlichen Grüße
Katrin Jankir


Ministerium für Arbeit, Familie,
Prävention, Soziales und Sport
Referat C5/ Landesjugendamt
Franz-Josef-Röder-Straße 23
66119 Saarbrücken

Dienststelle:
Heuduckstraße 1 ( 5. OG)
66117 Saarbrücken

Fon: 0681/ 501-2057
Fax: 0681/ 501-3416
Mail: k.jankir@arbeit.saarland.de
www.landesjugendamt.saarland.de

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Meine Antwort:

Sehr geehrte Frau Jankir

Abgesehen der mir von Ihnen übermittelten Kontaktmöglichkeit, findet sich auf der Webseite kaum eine Antwort auf meine Fragen.
Deshalb möchte ich doch lieber Ihr Angebot in Anspruch nehmen, mich noch einmal mit der Bitte um Beantwortung meinen Fragen an Sie zu wenden.
Ich bin davon überzeugt, dass Sie und ihre Dienststelle über die nötige Kompetenz und Kenntnisse verfügen, um diese und ähnliche Anfragen von interessierten Betroffenen zu beantworten.

Mit freundlichen Grüßen
Klaus Klüber

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05. 01. 2012

Sehr geehrter Herr Klüber,

nach Absprache bezüglich Ihrer Fragen ist die zentrale Geschäftsstelle und Ansprechpartner in Köln zuständig. Wir sind eine unmittelbare Anlauf- und Beratungsstelle für betroffene Heimkinder von 1949-1975 und
die Ihren Anspruch hier beantragen können. Für evtl. persönliche offene Fragen von den Betroffenen werden in einem Beratungsgespräch besprochen.

Anbei die Email der Geschäftsstelle: info@fonds-heimerziehung.de

Freundliche Grüße
Katrin Jankir

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Meine Anwort:

Sehr geehrte Frau Jankir

Nachdem mir die Mitarbeiterin der zentrale Anlaufstelle, erreichbar unter der kostenlosen Hotlinenummer 08001004900, kaum eine meiner Fragen beantworten konnte oder wollte, bzw. mich an die regionalen Anlaufstellen verwies, gewinne ich inzwischen doch den Eindruck, eines heillosen Durcheinander in Kompetenz- und Sachfragen. Zumal ich zu einzelnen Fragen bereits völlig widersprüchliche Antworten erhalten habe.

Damit kann keinem Betroffenen gedient sein.
Daher nehmen Sie mir meine Frage nicht persönlich, "Können oder wollen Sie meine Fragen nicht beantworten?"

Es sollte meines Erachtens doch wohl möglich sein, von einer regionalen Anlaufstelle, an die sich Betroffene wenden sollen, auf klare Fragen, klare Antworten zu erhalten.
Ich möchte Sie demnach ein letztes Mal bitten, auf mein Anliegen mit der gebotenen Sorgfalt einzugehen.

mit freundlichen Grüßen
Klaus Klüber

 

Um Betroffenen auf meiner Webseite www.ex-Heimkinder.de Orientierungshilfen hinsichtlich des Hilfefonds für ehemalige Heimkinder anbieten zu können, habe ich nachfolgend einige Fragen zusammengestellt, die mich auch persönlich interessieren.

  1. Welches Bundesland ist für die Antragstellung zuständig? Die des gegenwärtigen Wohnortes, oder Bundesland der einstigen Heime?

  2. Ist es zutreffend, dass der Fond für anspruchsberechtigte Antragssteller nur bis zum 31.12.2014 zur Verfügung steht?

  3. Ist es zutreffend, dass der Fond spätestens Ende 2016 eingestellt wird?

  4. Wie werden in diesem Fall Anspruchsberechtigte behandelt, die z.B. erst in 10 Jahren hilfsbedürftig werden?

  5. Gesetz den Fall, jemand nimmt eine Therapie in Anspruch, die zeitlich und kostenmäßig über das 10000 Euro-Limit hinausreicht. Muss die betreffende Person dann die Therapie abbrechen?

  6. Wer und nach welchen Kriterien wird unterschieden, ob es sich bei in Heimen verrichteten Tätigkeiten um versicherungsrelevante Arbeit, oder Teil des pädagogischen Anspruch "Erziehung zur Arbeit" gehandelt hat?

  7. Wie werden Haus- und Gartenarbeiten gewertet die innerhalb der Heimeinrichtungen verrichtet wurden?

  8. Wie bemessen sich die Rentenersatzleistungen, sind diese variabel, pauschal, wenn ja in welcher Höhe?

  9. Werden Rentenersatzleistungen auf anderen Sozialleistunggsbezüge wie Hartz-IV angerechnet?

  10. Welches Spektrum an Hilfsmaßnahmen könnte beantragt werden, die nicht von regulären Krankenkassen getragen werden?

  11. Können nach Ablehnung eines Hilfsantrages weitere Anträge gestellt werden?

  12. Können verschiedene Leistungen beantragt werden?

  13. Wie wird sichergestellt, dass beantragte Leistungen nicht gemäß willkürlicher Gnadenakte gewährt werden?

  14. Haben Antragsteller im Fall einer Ablehnung die Möglichkeit einer Beschwerde, wenn ja wo?

  15. Was geschieht mit jenen Anträgen deren Antragsteller aufgrund fehlender Akten, weder ihren Heimaufenthalt, oder einstigen Arbeitszwang nachweisen können?

  16. Werden die nicht beanspruchten Fondsanteile wieder zurück an die einzahlenden Institutionen fließen?

  17. Wie stehen Sie persönlich zu dieser Fondslösung?

  18. Was würden Sie Betroffenen raten, wenn abzusehen ist, dass sich der Gerichtshof für Menschenrechte noch mit der Frage bezgl. Zwangsarbeit und menschenrechtsverletzenden Heimerziehungspraktiken befassen wird?


Ihrer Antwort sehe ich mit großem Interesse entgegen und verbleibe einstweilen,
freundlichen Grüßen
Klaus Klüber


Antwort der regionalen Anlaufstelle Saarland - Saarbrücken vom 5. 1. 2012