Sehr geehrter Herr Klüber,

ich bitte vielmals um Entschuldigung, dass ich Ihnen erst jetzt antworte.

Aufgrund der großen Nachfrage ist es mir zurzeit leider nicht möglich, alle Anfragen umgehend zu beantworten.

Daher bitte ich um Verständnis, dass ich Ihnen heute leider noch keine Antworten übermitteln kann.

Ihre Anfrage werde ich in den nächsten Tagen beantworten.

Ich bitte um Verständnis.

Zunächst wünsche ich Ihnen ein schönes Wochenende und verbleibe

mit freundlichen Grüßen
Im Auftrag

Raphael Brill

Hessisches Amt für Versorgung und Soziales Kassel

Controlling/Innere Dienste
Frankfurter Str. 84 a
34121 Kassel
Telefon: 0561 2099-310
Telefax: 0561 2099-210
E-Mail: Raphael.Brill@havs-kas.hessen.de

Internet: www.rp-giessen.de
www.versorgungsamt-hessen.de

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Meine Anfrage vom 04. 01. 2012

Sehr geehrte Damen und Herren

Um Betroffenen auf meiner Webseite www.ex-Heimkinder.de Orientierungshilfen hinsichtlich des Hilfefonds für ehemalige Heimkinder anbieten zu können, habe ich nachfolgend einige Fragen zusammengestellt, die mich auch persönlich interessieren.

  1. Welches Bundesland ist für die Antragstellung zuständig? Die des gegenwärtigen Wohnortes, oder Bundesland der einstigen Heime?

  2. Ist es zutreffend, dass der Fond für anspruchsberechtigte Antragssteller nur bis zum 31.12.2014 zur Verfügung steht?

  3. Ist es zutreffend, dass der Fond spätestens Ende 2016 eingestellt wird?

  4. Wie werden in diesem Fall Anspruchsberechtigte behandelt, die z.B. erst in 10 Jahren hilfsbedürftig werden?

  5. Gesetz den Fall, jemand nimmt eine Therapie in Anspruch, die zeitlich und kostenmäßig über das 10000 Euro-Limit hinausreicht. Muss die betreffende Person dann die Therapie abbrechen?

  6. Wer und nach welchen Kriterien wird unterschieden, ob es sich bei in Heimen verrichteten Tätigkeiten um versicherungsrelevante Arbeit, oder Teil des pädagogischen Anspruch "Erziehung zur Arbeit" gehandelt hat?

  7. Wie werden Haus- und Gartenarbeiten gewertet die innerhalb der Heimeinrichtungen verrichtet wurden?

  8. Wie bemessen sich die Rentenersatzleistungen, sind diese variabel, pauschal, wenn ja in welcher Höhe?

  9. Werden Rentenersatzleistungen auf andere Sozialleistungsbezüge wie Hartz-IV angerechnet?

  10. Welches Spektrum an Hilfsmaßnahmen könnte beantragt werden, die nicht von regulären Krankenkassen getragen werden?

  11. Können nach Ablehnung eines Hilfsantrages weitere Anträge gestellt werden?

  12. Können verschiedene Leistungen beantragt werden?

  13. Wie wird sichergestellt, dass beantragte Leistungen nicht gemäß willkürlicher Gnadenakte gewährt werden?

  14. Haben Antragsteller im Fall einer Ablehnung die Möglichkeit einer Beschwerde, wenn ja wo?

  15. Was geschieht mit jenen Anträgen deren Antragsteller aufgrund fehlender Akten, weder ihren Heimaufenthalt, oder einstigen Arbeitszwang nachweisen können?

  16. Werden die nicht beanspruchten Fondsanteile wieder zurück an die einzahlenden Institutionen fließen?

  17. Wie stehen Sie persönlich zu dieser Fondslösung?

  18. Was würden Sie Betroffenen raten, wenn abzusehen ist, dass sich der Menschengerichtshof noch mit der Frage bezgl. Zwangsarbeit und menschenrechtsverletzenden Heimerziehungspraktiken befassen wird?

Ihrer Antwort sehe ich mit großem Interesse entgegen und verbleibe einstweilen,
mit freundlichen Grüßen
Klaus Klüber


Antwort der regionalen Anlaufstelle Hessen vom 13. 01. 2012