
Das Positive an diesem
Schreiben dürfte wohl in der erkennbaren Absicht bestehen, tatsächlich
Gutes für die Bürger in Bayern erzielen zu wünschen.
Allerdings besteht hier genauso erkennbar ein gewaltiges Defizit zwischen
Anspruch und echten Realität.
Dessen Mängel die Frage aufwirft, ob dies nur unverbindliche Empfehlungen
sind, an die sich jede Schule halten kann wie sie will, oder wenn nicht. warum
es so offensichtlich an einfachsten Kontrollen fehlt, um derart eklatante
Abweichungen von Vorgaben nicht wahrzunehmen?
Denn an welcher Grundschule
werden Schüler in entspannter Atmophäre in ihrer Persönlichkeit
gefördert?
Ist es nicht eher so, dass Leistungsdruck und Konkurrenzgebahren schon ab
der ersten Klassen das gemeinsame Klima vergiftet? Wo sind Schüler/innen
nicht den willkürlichen Launen und/oder Antipathien der Lehrkräfte
ausgesetzt?
An welchen Hauptschulen, lernen Schüler/innen nur ansatzweise etwas über
die physische und psychische Betreuung von Säuglingen, oder Kleinkindern?
Wo Geborgenheit/Sicherheit zu geben, oder Verantwortung zu tragen?
An welcher Realschule erfolgt erziehungskundlicher Unterricht? Wer sagt, dass
im Wahlpflichtfach "Sozialwesen", Themen über Erziehungsbedürfnisse,
bzw Erfordernisse abgehandelt werden?
An welchem Gymnasium setzen sich die Schüler verantwortungsfördernd
mit dem Thema "Das Kind: Entwicklung und Erziehung im sozialen Umfeld"
auseinander?
"Die Erkundung sozialpädagogischer Institutionen vermittelt den
Schülern dabei u. a. den notwendigen Praxisbezug".
Wo bitte wird derartiges praktiziert?
In welcher beruflichen
Bildungsmaßnahme, sofern sie nicht ohnehin eine sozialpflegerische Ausrichtung
aufweist, wird denn heute noch real auf eine positive Persönlichkeitsentwicklung
der Schüler/innen eingegangen?
Ist es nicht eher so, dass gegenwärtig von der ersten Klasse bis zum
Berufschulabschluss in überfüllten Klassenzimmern die anonyme Vermittlung
überwiegend lebensfremder Sachinhalte den Schulalltag beherrschen?
Mensch Leute, hört euch doch mal unter Schüler/innen von Heute um!!
Was in dem Schreiben so vielversprechend deklariert wird, findet doch real
gar nicht statt. Allenfalls als nette Absichtserklärungen zu gebrauchen.
OK, wenigstens finden in Haupt- und Realschulen noch rudimentär anmutende
Kochkurse statt. Kochen kann nachher dennoch kaum jemand wirklich.
Und warum werden überhaupt schulspezifische Unterschiede gemacht? Geradeso,
als benötigten Gymnasiasten keine realen Koch- und Haushaltsführungsanleitungen,
oder hilfreiche Unterweisungen in der Säuglings und Kinderpflege?
STOP - STOP - STOP
So kann und darf es nicht weitergehen!
Ich denke mit Blick auf
diese Webseite und tatsächlichen Begebenheiten innerhalb unserer Bevölkerung,
die in Erziehungsfragen weitgehend überfordert ist, dürfte inzwischen
jedem klar sein,
dass künftig mehr getan werden muss, um junge Menschen zu kompetenten
und verantwortungsbewussten Eltern von Morgen heranzubilden.
Eine solche Ausbildung muss unterschiedslos alle Menschen in gleichem Umfang
erreichen.
Deshalb gehört hier ein länderübergreifendes Lehrkonzept her,
an dass sich alle Lehrer und Pädagogen ohne Konkurrenzgebahren orientieren
sollten.
Dies schafft Vertrauen in die eigene Kompetenz und trägt dazu bei, dass
jeder Lehrer/Pädagoge/Erzieher/innen ihr Wissen bundesweit zur Anwendung
bringen könnten. Eben dort, wo sie gerade ohne landestypische Hürden
benötigt würden.
Da ohnehin davon auszugehen ist, dass Kinderrechte als fester Bestandteil
in unser Grundgesetzes einfließen wird, haben Kinder demgemäß
auch ein Recht auf eine möglichst optimale und förderliche Erziehung.
Diese ist, wie man leider heute mehr denn je zur Kenntnis nehmen muss, nur
durch eine fundierte vorbereitende Ausbildung der künftigen Eltern zu
gewährleisten.
Damit erhält präventiver Kinderschutz erst jene tragfähige
Bedeutung, die mit populistischen Schnellschüssen von Verantwortlichen
aus Politik und Sozialwesen bisher nicht hergestellt werden konnte.
Deshalb bitte ich alle die hier mitlesen darum sich für die Umsetzung
derartiger Ziele,
wie ich sie auf dieser Webseite dargelegt habe möglichst stark zu machen.
Auch ich werde weiter
daran arbeiten, indem ich in einem nächsten Schritt versuchen werde,
die entsprechenen Kultusministerien der Länder für notwenige Reformen
zu überzeugen.
Dabei erachte ich es als eine Schande sondersgleichen, wie angesichts rückläufiger
Geburtenzahlen und kontinuierlich gestiegenen Schutzanstrengungen, Kindesmisshandlungen
und Vernachlässigungen immer noch weiter ansteigen und dennoch, wie in
diesem Fall staatsverantwortliche Kreise in unglaublicher Weltabgehobenheit
glauben die täglich neuen Pressemeldungen von Kindesmisshandlungen, Vernachlässigungen,
Missbrauch und zunehmenden Inobhutnahmen stellten lediglich bedauerliche Einzelfälle
dar?
Ist in diesen Kreisen Mitmenschlichkeit bereits zu einem Fremdwort verkommen,
wenn sie nötigen Handlungsbedarf nur noch wahrnehmen, wenn dieser aus
Rückmeldungen und Bitten seitens Schulleitungen erfolgen?
Hat das reale Leid von Kindern oder die Stimme des Vokes keinen Wert mehr,
um angemessen ernstgenommen zu werden?
Ich halte diese Praxis gegenüber jedem Kind, das irgendwo wegen derartig
selbstherrlicher Versäumnisse zu leiden hat, für einen beschämenden
Skandal.
Demgemäß habe ich in einem weiteren Schritt eine bundesweite Umfrage
unter 1102 Rektoren von Grund/Haupt/Gesamt- Realschulen und Gymnasien durchgeführt,
um zu erfahren, ob sie im Gegensatz zu ihren ministeriellen Direktiven mehr
Handlungsbedarf in dieser Richtung erkennen?
Selbstverständlich werden hier später unter "Umfrage"
die Ergebnisse, wie auch einzelne Reaktionen abzulesen sein, sofern mir gestattet
wurde diese zu veröffentlichen.
|
ein dritter Anlauf
|
|
Mit diesen Schreiben habe
ich mich (abgeschlossen am 22. 08. 2008)
an 1102 Schulleiter/innen gewandt. siehe Link: > > >. .Umfrage . .< < < |
Mit offener Bestürzung
habe ich Ende Oktober 2008 das Resultat meiner Umfrage zur Kenntnis nehmen
müssen.
Kann kaum glauben, dass sich von 1102 einzeln angeschriebenen Schuldirektoren/Innen,
trotz erkennbar ernsten Inhalts tatsächlich nur 5 Schulleiter zu einer
kleinen Reaktion bewegen ließen.
Dies entspricht einer Rückmeldequote von 0,46%.
Bin ehrlich
gesagt perplex und ratlos zugleich, denn selbst der bayrische Lehrerinnen
und Lehrerverbandspräsident, (BLLV)
Herr Wenzel, mit dem ich vor den Sommerferien 2008 in Kontakt stand, versicherte
mir in einer Email, dass mein Anliegen wörtlich: "im
höchsten Maße unterstützungswürdig" sei.
Auf das Ergebnis dieser Umfrage angesprochen, erklärte mir der Präsident,
dass er aufgrund der neuen Landtagsabgeordneten, die er zu "betreuen"
habe, außerstande sei, sich diesem Anliegen näher anzunehmen und
riet mir stattdessen meine Enttäuschung einfach zuzulassen, um später
noch einmal einem neuen Anlauf zu versuchen. DANKE!
Doch ja,
ich bin zutiefst geknickt, nicht zuletzt, da sich kurze Zeit später herauskristallisiert,
dass ich auch seitens ehemaliger Heimkinder in meinem Bemühen null Unterstützung
zu erwarten habe.
Ihnen geht es mehrheitlich, (wer will es ihnen verdenken), um sich selbst
und mögliche Entschädigungsbestrebungen.
Woraus sich nicht nur in ihrem Streben ableiten läßt, dass sich
im evolutiven Sinne, eben doch noch immer jeder stets am nächsten ist,
wenngleich es dahingehend zahlreiche Beispiele gibt die mit ihrem selbstlosen
Streben das Gegenteil belegen.
Ende 2008 habe ich zu keinen Aktionen mehr irgendwelche Ambitionen. Stattdessen wird mir immer klarer, dass (nicht nur bei uns) unsere Gesellschaft von gnadenlosen Egoisten beeinflusst wird, um für sich und ihre verwandtschaftliches Umfeld größtmögliche Vorteile zu sichern.
Die ausgebliebenen
Antworten, darf ich demgemäß als feige Absagen an gesellschaftlichen
Veränderungen bewerten.
Feige, weil sich diese gesellschaftliche Führungsschicht, ähnlich
wie in Kirchenkreisen üblich, unbequemen Fragen, oder Forderungen, egal
wie berechtigt sie sind, gern mit beharrlichen Schweigen zu entziehen versuchen.
Unter Umständen könnte auch die Vermutung ins Feld geführt
werden, dass mit derartiger Ignoranz nach außen signalisiert werden
will, dass man an den eigenen Schulen keine Probleme hat. Denn gäbe es
welche, könnte dies von unliebsamen Neidern als Führungsschwäche
reklamiert werden. Um demnach die persönliche Angriffsfläche so
gering wie möglich zu halten, kann, ja muss Schweigen durchaus als machtstrategischer
Faktor verstanden werden.
In gleichem Atemzug sehe ich hier die Notwendigkeit gegeben, die etwaigen
Nutznießer eines Bildungssystems kenntlich zu machen, dass entgegen
einschlägiger Erfahrungen noch immer daran festhält junge Menschen
gemäß ihrer sozialen Herkunft selektiv zu behandeln?
Nutznießer können nur jene sein, die andere Menschen gepaart mit
einer gehörigen Portion von Obrigkeitshörigkeit, möglichst
dumm und unselbstständig halten müssen, um diese des eigenen Vorteils
Willen, geschickt ausnutzen und ausbeuten zu können.
Zu weit hergeholt? Ich denke nicht, denn wer wüsste nicht dass zahlreiche
Sprösslinge der geistigen und wirtschaftlichen Elite unseres Landes kaum
mehr öffentliche Schulen besuchen.
Und jene die es dennoch wagen, haben kaum mit Unwägbarkeiten zu rechnen,
wenn die Eigeninteressen durch gesellschaftliche Hofierung gegenüber
den Schulleitungen und entsprechend großzügigen Elternspenden begleitet
werden.
Nun gut,
auch mit derart verheerenden Nichtreaktionen werde ich umgehen müssen.
Eben eine weitere Lebenserfahrung, mit der ich zugegebenermaßen bei
weitem nicht gerechnet hatte. Entsprechend befand sich meine Motivation einige
Wochen und Monate geradezu auf einem Nullpunkt.
Zu sehr wird daraus die gesellschaftlich Heuchelei und Verlogenheit ersichtlich.
Doch wie sagt man so schön, - "Zeit heilt viele Wunden".
So auch meine Enttäuschung, indem mir immer öfter in den Sinn kommt,
dass weder meine eigene Erfahrungen, noch das Leid von zigtausenden fremden
Menschen umsonst gewesen sein soll. Zumindest möchte ich wenigstens den
Versuch gewagt haben, notwendige Änderungen ins öffentliche Bewusstsein
zu tragen.
Mit dieser Webseite habe ich zumindest eine kleine Möglichkeit mein Bemühen
transparent zu machen, worauf sich die Öffentlichkeit hoffentlich eines
Tages einen eigenen Reim machen wird.
Leider bin ich kein begnadeter Rhetoriker der sich beliebig mit spontanen
Reden in Szene zu setzen weiss. Habe eher Angst im Rampenlicht zu stehen,
daher kommt mir diese stille Form der öffentlichen Auseinandersetzung
sehr entgegen. Werde demnach weiter versuchen meine Anregungen an öffentliche
Entscheidungsträger/innen heranzutragen.

|
ein erster Anlauf
|
An wen werde ich mich
wenden müssen damit meine Stimme überhaupt mal zur Kenntnis genommen
wird?
Denn schon die ersten Ansätze zeigen, wie schwierig es werden wird,
um als einfacher Mensch mit dieser Angelegenheit überhaupt Gehör
zu finden.
So blieben ausnahmslos alle bisherigen, recht individuell verfassten Email-Anfragen
und Bitten um Aufgreifen dieser Thematik und eventueller Unterstützung,
an nachstehende Personen oder Einrichtungen bislang ohne jede Resonanz.
Hier ein Musterbeispiel an
Herrn Prof. Schrapper.
In alphabetischer Reihenfolge:
AGSP
(Arbeitsgemeinschaft für Sozialberatung und Psychotherapie mit dem
Schwerpunkt Pflegekinder)
Fand hier schon mal vor 2-3 Jahren Verständnis für mein Anliegen.
Herr Dippel,
(Gegenwärtiger Leiter meines einstigen Erziehungsheim Gottshütte)
Zeigte zunächst Interesse an meiner Webseite, bzw. bot mir vor 2/3
Jahren eine Verlinkung meiner Webseite an.
Frau Dr. Jäckel
(freie Jornalistin
/ Autorin) Die sich für ein verständnisvolleres gesellschaftliches
Miteinander und Schutz von Kindern angenommen hat.
Herr Prof. Pfeifer (Kriminologe vom Forschungsinstitut
Hannover. Der sich ebenfalls schon mal öffentlich für eine
Veränderung von schulischen Lerninhalten aussprach)
Herr Schäfer (Diplom Psychologe, Pfarrer und Studienleiter der
Evangelischen
Akademie Bad Boll.
Kenner der Heimkinderproblematik
Herr Dr. Schmidt Salomon (Philosoph, Schriftsteller. Vorstandsprecher
der Giordano-Bruno-Stiftung.de) Der mir über Foren bekannt wurde
und ihn für hoch kompetent halte, um so eine Idee in der Öffentlichkeit
zu thematisieren.
Herr Prof. Schrapper (Leitender Erziehungswissenschaftler an der
Universität
Koblenz.) Der sich im Rahmen einer Fachtagung zur Heimkinderproblematik
von mir angesprochen, spontan für diese Idee begeistert zeigte.
Herr Dr. Schüller (Verantwortlicher Forumleiter von www.med1.de)
Der innerhalb dieser deutschlandweit einmaligen Forumsplattform wohl laufend
mit den zahlreichen Folgen und Verlierer unserer Gesellschaft in Berührung
kommt.
Frau Prof. Wolff (Vorstandsmitglied der Internationalen
Gesellschaft für erzieherische Hilfen eV.)
Mein Interesse ergibt sich klar aus ihrer Tätigkeit, wie auch ihrer
Kenntnisse und Wirken zum Thema Heimkinder.
|
ein zweiter Anlauf
|
Um erst mal eine brauchbare
Richtung zu finden, wandte ich mich nun mit einem auf maximal 2000 Zeichen
begrenztem Anschreiben, (siehe diesen Mustertext
wie auch deren Antworten) nahezu identischen Wortlauts, über die neu
entdeckte Webseite www.abgeordnetenwatch.de
an verschiedene Fraktionsabgeordnete des Bundestages, die jeweils dem Bundestagsauschuss
Familie-Senioren-Frauen-und-Jugend angehören.
Die Reaktionen fielen,
wer wollte sich darüber wundern, freundlich, aber weitgehend unverbindlich
aus.
Eine erfreuliche Ausnahme bildete hier der CSU-Bundestagsabgeordnete Herr
Lehrieder, der meine Anregungen als einziger nicht nur interessiert kommentierte,
sondern real zur Tat schritt und mein Anliegen umgehend an mein zuständiges
Kultusministerium in Bayern weiterleitete.
Dafür bedanke
ich mich nachdrücklich bei Herrn Lehrieder, denn möglicherweise
hätte ich sonst niemals etwas von der abgehobenen Naivität erfahren,
wie fern aller Realitäten unsere hochbezahlten Ministerialbeamten ihr
eigenes Wirken beurteilen.
Ich denke, hier lohnt sich wirklich mal ein Blick auf den Anspruch des Antwortschreibens
zu werfen und mit den eigenen Erfahrungen zu vergleichen, oder auch mal
mit gegenwärtigen Schüler/Innen zu sprechen, inwieweit sie sich
in den dargelegten Beschreibung wiedererkennen.
|
Bis
auf eine wenig hilfreiche Antwort von Herrn Schäfer - Reaktion
= 0
|
|
Hier der Wortlaut
des Antwortschreibens aus dem Bayrischen Kulutusministerium an den
Bundestagsabgeordneten Herrn Lehmrieder. siehe Link:
> > > Ist-Zustand an Bayrischen Schulen? < < < |
Nachdem die Enttäuschung
über die 0,46%-Resonanz auf meine bundesweite Schulleiterumfrage (1102)
und ausbleibende Unterstützung einstiger ex-Heimis einigermaßen
verdaut war, nahm ich einen neuen Anlauf, um meine Vorstellungen einem breiteren
Publikum vorzustellen.
Meine Idee bestand darin, mich als Klassenelternsprecher meiner Tochter
aufstellen zu lassen und darauf zu hoffen, weiter in den Schulelternbeirat
gewählt zu werden, um aus dieser Position heraus, gegenüber Landeselternsprechern
und Landeselternverbänden für meine Ideen zu werben.
Doch wie so oft
im Leben, kam es bisher etwas anders als gedacht.
Nicht dass die Idee
daran gescheitert wäre, nicht als Klassenelternsprecher, oder in den
Schulelternbeirat gewählt worden zu sein.
Doch doch, das gelang dank unserer überaus passiven und verantwortungsabweisenden
Gesellschaft wunderbarst im ersten Anlauf. Und eh ich mich versah, saß
ich als stellvertretender Elternbeiratsvorsitzender gleich weiter im Stadtelternbeirat.
Einem Gremium in dem sich aus allen 7 Schulen unserer Stadt, Abgeordnete
derer Elternbeiräte zusammenfinden, um gemeinsam nach kinder- und jugendfördernden
Initiativen zu suchen und deren Umsetzungen abzusprechen.
Wie z.B. die in Eigeninitiative angestellten Musikfachkräfte, um unseren
Grundschulkindern einen fachgerechten Musikunterricht anzubieten, bzw. diese
in freien Arbeitsgemeinschaften intensiv weiter zu fördern. Eben, weil
bis dato der Musikunterricht in Grundschulen von beliebigen Lehrkräften
ohne entsprechende Fachausbildung so quasi nebenbei unterrichtet wurde.
Nun ja, während
der eigentliche Elternbeirat "meiner" bzw. Schule meiner Tochter
sich lediglich darin begnügte, die Organisation der jährlich wiederkehrenden
Events, wie Bewirtung der feierlichen Verabschiedung der Abschlussklassen,
Besinnungsfrühstück in der Adventszeit, oder einen gemeinnützigen
Schüler/Innenlauf und damit verbundenes Schulfest zu übernehmen,
erwies sich der Stadtelternbeirat als besseres Gremium, um dort wenigstens
mal meine Gedanken über die Einführung neuer Lehrinhalte vorstellen
zu dürfen.
Zu meiner eigenen Überraschung erhielt ich von allen Stadtelternbeiratsmitgliedern
spontane Zustimmung und so wurde ganz in meinem Sinne beschlossen, dass
ich meine vorgetragenen Gedanken doch bitte auch dem Präsidium des
bayrischen Landeselternverband vorstellen sollte.
Denn so der gemeinsame Wunschgedanke, würde sich der Landeselternverband
ebenfalls für diese Ideen erwärmen, könnte dafür gleich
sehr massiv, auf Eltern/Schul- und Ministeriumsebenen geworben werden.
Mit entsprechenden
Enthusiasmus rief ich ein zwei Tage nach dieser ersten Stadtelternbeiratssitzung
im Münchener Präsidium des Landeselternverbandes an.
Auch dort, fanden meine Vorstellungen insoweit Interesse, dass man mir zunächst
ein Vorstellungsgespräch mit dem örtlichen Kreisvorsitzenden nahelegte.
Noch am selben Abend rief ich diesen Herrn, einen Professor mit Lehrstuhl
an der Frankfurter Uni an.
Und tatsächlich, auch hier fand ich offene Ohren für mein Anliegen
und beendeten nach anderthalb Stunden das überaus angenehme Gespräch
mit der Absicht, meine Vorstellungen schriftlich zu skizzieren, um dessen
Inhalte dem Landespräsidiums zur Diskussion vorlegen zu können.
Ich war begeistert.
Soviel Verständnis und Entgegenkommen hatte ich bei weitem nicht erwartet.
Ein zwei Tage später
hatte ich mein angedachtes Schreiben soweit fertig, um es meiner Art und
Verständnis von Zusammenarbeit entsprechend erstmal als Entwurf allen
anderen Stadtelternbeiratsmitgliedern mit der Bitte um mögliche Korrekturen
und Ergänzungen per Email vorzustellen. siehe dieses Schreiben
an den BEV. (bayrischer
Elternverband)
Ich rechnete zwar nicht gleich mit vollen Zustimmungen, wohl aber mit einem
interessiertem Feedback.
Doch zu meiner Verblüffung geschah tagelang erst mal gar nichts.
Nach rund 10 Tagen Wartens voller Fragezeichen, endlich eine erste Reaktion.
Allerdings ausgerechnet von einem Mitglied, dass an unserer ersten Sitzung
gar nicht teilgenommen hatte, dem ich aber genauso wie allen anderen Mitgliedern
auch meinen Schriftentwurf zugesandt hatte.
Er, ein recht prominenter Parteiaktivist und Abgeordneter des gymnasialen
Elternbeirates, wetterte in überraschend aggressiven Tonfall über
meinen Schriftsatz der darin gipfelte, dass er sich mit Blick auf unzulässige
Übertreibungen und vorgebliche Verallgemeinerungen dagegen verwahrte,
dass dieses Schreiben im Namen des Stadtelternbeirates an den Kreisvorsitzenden
des bayrischen Landeselternverbandes abgesandt werden dürfe.
Ich war perplex. Denn kaum dass er seine Stimme via Verteiler erhoben hatte,
meldeten sich nun auch weitere Stadtelternbeiräte, mit Bedenken zu
Wort. Gleichfalls wie Ersterer ohne Erklärung, worin denn im Detail
Anlass zur Kritik bestand, noch fand sich jemand, der bereit war konstruktive
Verbesserungsvorschläge zu unterbreiten.
In der Mehrheit schlossen sie sich entweder den Worten des gymnasialen Kritikers
an, oder verwiesen inhaltsleer auf die Notwendigkeit weiterführender
Gespräche, die bei der nächsten Sitzung erörtert werden müssten.
Entsprechend sah ich der nächsten Stadtelternbeiratssitzung in Gewissheit einer kämpferischen Auseinandersetzung entgegen, innerhalb derer ich mit schlagkräftigen Argumenten und Statistiken zu überzeugen beabsichtigte.
Doch wer nicht zur
nächsten Stadtelternbeiratssitzung kam, war eben jener Kritikvorreiter.
Und so dauerte es nicht lange, bis mit Ausnahme ausgerechnet meiner eigenen
Elternbeiratsvorsitzenden, jedoch ohne ihre Kritik konkretisieren zu können,
alle anderen Anwesenden meinem Anliegen wieder recht positiv gegenüberstanden
und sich darauf verständigten zunächst auf regionaler Ebene zu
testen, ob die Eltern schulpflichtiger Kinder meinen Argumenten einer Schulreformbedürftigkeit
folgen würden.
Dazu sollte ich einen entsprechenden Vortrag ausarbeiten, den ich auf einem
öffentlichen Symposium vor einem geladenen Publikum von Schulleitern,
Religions-, Ethiklehrern, Schulbeiräten und natürlich auch Eltern
vortragen sollte.
Ein Aufgabe, der ich mich durchaus gewachsen sah, da nahezu alle Menschen,
mit denen ich bisher über dieses Thema sprach, anerkennende Zustimmung
zu meinen Ambitionen äußerten und ich über ein fast schon
unüberschaubare Fülle an untermauernden Meldungen, bzw. Argumenten
verfüge.
Dennoch sah und sehe ich immer noch die Notwendigkeit einer aufbauenden
Unterstützung, hinsichtlich einer formalen Gliederung und Ausgestaltung
solch eines wichtigen Redebeitrages.
Meine Bitte um entsprechende Unterstützung aus dem Kreis des Stadtelternbeirats
fiel dagegen sehr enttäuschend aus, da sich nicht einer/eine dazu anbieten
mochte.
Plötzlich hatten alle so wenig Zeit, um einem solch wichtigem Anliegen
keine konkrete Aufmerksamkeit mehr widmen zu können.
Natürlich sehe
ich darin eher die Hilflosigkeit meiner Mitmenschen, sich ungern mit komplexen
Themen beschäftigen zu müssen.
Doch auch ich bin kein Übermensch, um solch eine Aufgabe allein bewältigen
zu können, zumal ich ohnehin gewohnheitsgemäß lieber aus
einer zweiten oder besser noch dritten Reihe heraus, den Stein in´s
Rollen bringen würde.
Demgemäß ist die Situation zur Zeit etwas festgefahren und habe
mir für die nächste Zukunft vorgenommen, ähnlich einem Baukastensystem
einen Argumentationspunkt nach dem anderen einer fiktiven Rede aufzubereiten,
um sie hier anschließend zu veröffentlichen.
Ob´s zu irgend einen Nutzen führt, wird die Zukunft zeigen.
Auf entgegenkommendes
Verständnis in Kultusministerebenen brauche ich wohl nicht zu hoffen,
wie zum einen das Resultat der Schulleiterumfrage gezeigt hat, aus dessen
Reihen sich gewöhnlich die Kultusminister rekrutieren.
Denn ja, ich hatte im Juni 2009 in Eigenschaft als Vorstandsmitglied des
bayrischen Hausmeisterverbandes die Gelegenheit den "neuen" bayrischen
Kultusminister persönlich kennenzulernen und ihn mit meinen Schulreformvorschlägen
bekannt zu machen.
Die erfolgte Ablehnung kam für mich nicht wirklich überraschend.
Eher überraschte das erkennbare Widerstreben sich überhaupt mal
mit derart wichtigen Sachfragen auseinanderzusetzen. Denn während sich
Herr Kultusminister Dr. Spänle kurz zuvor noch leidenschaftlich über
parteipolitische Gegner ereiferte und seine Gesprächspartner mit rhetorisch
geschulter Waffe geradezu niedermähte, würgte er mein Anliegen
brüsk mit den einsilbigen Worten ab: "unmöglich, so etwas
brauchen wir nicht".
Eben ein echter Vollblutpolitiker, wie er im Buche steht.
Nun, ich bin gespannt ob er bei seiner Haltung bleiben wird. Zumindest habe
ich ihm versprochen, dass er noch von mir hören wird.
Und ist damit für mich Ansporn nicht aufzugeben, sondern zur Not auch
allein weiter für spürbare Veränderungen innerhalb unseres
Bildungswesens einzutreten.
|
ein vierter Anlauf
|